HanauNeue Online-Services

Gebrüder-Grimm-Stadt Hanau: Angebot im digitalen Rathaus wird stetig ausgebaut.
(Bildquelle: rolfgwackenberg/123rf.com)
Das Ordnungsamt der Stadt Hanau hat seinen E-Service deutlich ausgebaut. Oberbürgermeister Claus Kaminsky zufolge umfasst das Angebot mittlerweile 37 Online-Anträge. Im Vergleich zu anderen hessischen Kommunen sei Hanau somit hier gut aufgestellt.
Wie die Kommune weiter berichtet, sind allein im Bereich der Straßenverkehrsbehörde 19 Online-Anträge – von der Parkerleichterung bis hin zu Sondergenehmigungen – neu hinzugekommen. Die Anträge richteten sich an Gewerbetreibende ebenso wie an alle Einwohner der Stadt. So könne etwa der Antrag auf einen Handwerkerparkausweis nun nicht nur als PDF-Datei heruntergeladen und ausgefüllt zurückgesendet, sondern online auch direkt beantragt werden. Dies umfasse – ebenso wie bei allen anderen Services – die Möglichkeit der optimalen Nutzung des Hessischen Service-Kontos. Ebenfalls online beantragt werden können nach Angaben der Stadtverwaltung jetzt außerdem Parkausnahmegenehmigungen für Umzüge, Pflegedienste, medizinisches Personal oder Pressetätigkeiten, Ausnahmen von der Gurtanlege- oder Helmpflicht sowie von verschiedenen Lkw-Fahrverboten.
Abgerundet werde der E-Service des Ordnungsamts durch den Bereich Leistungen für Sondernutzungen, etwa für den Straßenverkauf, das Aufstellen eines Gerüsts, eines Infostands, von Warensteigen oder Containern, aber auch der Außengastronomie oder Plakatierung im öffentlichen Straßenraum. Bereits seit einigen Wochen könne zudem der Parkausweis für Schwerbehinderte elektronisch beantragt werden. Und schon seit dem Jahr 2017 bestehe die Möglichkeit, sein städtisches Knöllchen online zu prüfen. Eine Erlaubnis oder Ausnahmegenehmigung für Großraum- und Schwerlasttransporte könne zentral über das System VEMAGS beantragt werden.
Online-Service des Standesamts ist gefragt
Im Zuständigkeitsbereich Allgemeines Ordnungsrecht und Gewerbe stehen für Hanau mittlerweile ebenfalls 13 Online-Services zur Verfügung, sieben davon werden zentral landesweit angeboten. Das Angebot reicht nach Angaben der Stadt vom Antrag auf das Verbrennen pflanzlicher Abfälle über Feuerwerk und Pyrotechnik bis hin zum Antrag auf ein Brauchtums-, Oster- oder Sonnenwendfeuer. Die Gewerbean-, ab- oder -ummeldung werde aktuell zwar noch über den Service des Einheitlichen Ansprechpartners Hessen für die Stadt Hanau abgewickelt, stehe demnächst aber ebenfalls als eigenständiger Online-Service direkt zur Verfügung. Die Ausländerbehörde stelle seit einigen Monaten ein Online-Formular zur Abgabe oder Vorbereitung einer Verpflichtungserklärung bereit. Und in Kürze sollen die Bürger den Antrag auf die Erlaubnis für das Halten und Führen eines gefährlichen Hundes oder die Meldung eines Angriffs durch Tiere online erledigen können.
Die am häufigsten genutzten Online-Services findet man laut Stadtverwaltung beim Urkunden-Service des Standesamts. Hier können bereits seit dem Jahr 2019 Ehe- und Lebenspartnerschaftsurkunden, Sterbe- sowie Geburtsurkunden online beantragt werden. „Wie erfolgreich dies angenommen wird, zeigt sich in den Nutzerzahlen. Allein einen Antrag auf Geburtsurkunde stellen mittlerweile über 7.300 Nutzerinnen und Nutzer online – Tendenz steigend“, berichtet Stadtrat Thomas Morlock.
Ein Blick auf das Portal lohnt sich immer
„Ein Blick auf das städtische Internet-Portal lohnt sich immer“, ist der für Digitalisierung und das Ordnungsamt zuständige Dezernent Morlock überzeugt. „Dort sind zwischenzeitlich rund 100 Online-Anträge und über 100 ausfüllbare PDF-Formulare zu finden, die in vielen Fällen einen persönlichen Besuch im Rathaus überflüssig machen.“ Zu den meisten Anträgen gebe es eine Seite mit weitergehenden Erläuterungen, die das Angebot beschreiben und gegebenenfalls notwendige Unterlagen für die Beantragung nennen. „Ich bin mir sicher, dass sich die Nutzungszahlen noch deutlich erhöhen werden, wenn wir einerseits mehr Services online anbieten können und andererseits der Bekanntheitsgrad des Angebots wächst.“
Wie Morlock weiter ausführt, arbeitet das Digitalisierungsteam um Lars-Oliver Renftel (Geschäftsstelle IT) und Benjamin Beck (Beteiligungsholding Hanau) mit Hochdruck an der Bereitstellung neuer Services. Weitere Angebote werden von Bund und Land kommen sowie zusammen mit den hessischen Kommunen entwickelt: „Es hat sich deutlich gezeigt, dass man mit kommunalen Insellösungen die Herausforderungen der Digitalisierung nicht meistern kann und wir die Aufgabe nur gemeinsam stemmen können“, fasst Marlock zusammen.
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