Samstag, 7. November 2026

BrandenburgIT-Ausstattung der Schulen verbessert

[30.09.2021] Einmal pro Jahr fragt das Bildungsministerium Brandenburg die IT-Ausstattungsmerkmale der Schulen ab. Die letzte Erhebung ergab: In vielen Bereichen hat sich die IT-Infrastruktur der Schulen verbessert, auch durch entsprechende Förderprogramme von Bund und Land.

Die Ausstattung mit moderner IT und digitalen Medien an Brandenburger Schulen hat sich im zurückliegenden Schuljahr 2020/21 weiter verbessert. Das ergab die turnusmäßige Abfrage des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) an 717 allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in öffentlicher Trägerschaft. Die letzte Umfrage, über die das Bildungsministerium jetzt ausführlich berichtet, wurde bereits im April 2021 durchgeführt. Demnach sei die Ausstattung der Schulen mit IT-Infrastruktur durch die Förderprogramme von Bund und Land deutlich verbessert worden.

Endgeräte, WLAN und Internet

Alle Brandenburger Schulen in öffentlicher Trägerschaft verfügten über digitale Endgeräte für die pädagogische Nutzung im Unterricht, so ein Ergebnis der Erhebung. Insgesamt habe es 16,8 Prozent mehr Geräte als im Vorjahr gegeben (57.402 Geräte, Vorjahr: 49.128 Geräte). Mobil verwendbar seien 46 Prozent der Geräte, das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (36,9 Prozent). Ein Rechner stehe im Durchschnitt 4,3 Schülern zur Verfügung (Vorjahr: 4,9 Schüler).
An nahezu zwei Dritteln der Schulen sind gemäß der Erhebung schulische W-LAN-Netze eingerichtet (63,7 Prozent; Vorjahr: 57,7 Prozent). Bei einem knappen Drittel der Schulen mit WLAN ist die Nutzung auch für Schüler möglich, überwiegend für den Bedarf im Unterricht.
Alle Brandenburger Schulen sind an das Internet angebunden, allerdings mit unterschiedlichen Bandbreiten. Mehr als die Hälfte der Schulen verfüge über einen Internetzugang mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50 Mbit/s (56,3 Prozent), das sind deutlich mehr als im Vorjahr (35,8 Prozent). Demgegenüber hat sich der Anteil der Schulen, die mit höchstens 6 Mbit/s auskommen müssen, auf 2,2 Prozent verringert (Vorjahr: 7,2 Prozent). Nahezu drei Viertel der Schulen streben eine Verbesserung der verfügbaren Bandbreite an. Einen Schulserver betreiben über zwei Drittel der Schulen, gegenüber dem Vorjahr war hier ein knapper Anstieg um 2,2 Prozent zu verzeichnen.

Lernen und Kommunikation

Lern-Management-Systeme werden von fast 70 Prozent der Schulen genutzt (69,5 Prozent), das ist ein signifikanter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (25,4 Prozent). Der Einsatz von Lern-Management-Systemen hat sich mit der Ausweitung der Schul-Cloud Brandenburg signifikant erhöht. 16,7 Prozent der Schulen wollen zudem ein Lern-Management-System innerhalb der nächsten 12 Monate einzuführen. Weitere digitale Lernmedien nutzen nahezu alle Schulen im Unterricht, darunter digitale Bücher und Arbeitsblätter, Filme oder Anwendungssoftware.
Zum Austausch schulrelevanter Informationen zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern hat das Bildungsministerium den Schulen zwei datenschutzkonforme Messenger-Dienste zur Verfügung gestellt: den Untis-Messenger (Landeslizenz) und den Messenger in der Schul-Cloud Brandenburg. An 41,4 Prozent der Schulen werden Messenger-Dienste genutzt, überwiegend an Schulen mit gymnasialer Oberstufe. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr (25,8 Prozent). Die Schul-Cloud Brandenburg wird inzwischen von 691 angeschlossenen Schulen genutzt. Sie schafft die technische Grundlage, um moderne digitale Lehr- und Lerninhalte in jedem Unterrichtsfach sicher zu nutzen. Brandenburgs Schul-Cloud wird seit August 2021 im Schulcloud-Verbund gemeinsam mit Niedersachsen und Thüringen betrieben und stetig weiterentwickelt.

Fördermittel von Bund und Land

Auch über die Verteilung von Fördermitteln gibt das brandenburgische MBJS Auskunft. Für den Bereich Ausstattungsförderung von Schulen im DigitalPakt Schule seien bis Jahresende 2020 insgesamt 794 Anträge gestellt worden, die für diesen Bereich verfügbaren Fördermittel in Höhe von rund 135 Millionen Euro seien fast vollständig mit Anträgen von Schulträgern untersetzt. Mit Stand vom 31. August 2021 konnten inzwischen rund die Hälfte der beantragten Mittel bewilligt werden. Das „Ausstattungsprogramm für schulgebundene mobile Endgeräte“ (Ergänzung DigitalPakt 2) soll diejenigen Schüler mit mobilen digitalen Endgeräten versorgen, die meist aus sozialen Gründen zu Hause nicht über ein solches Gerät verfügen. Dazu seien von 261 Schulträgern Zuwendungen beantragt worden, rund 22.000 Endgeräte seien von den Schulträgern ans MBJS gemeldet worden. Für DigitalPakt 3 und 4 (Administration sowie Endgeräte für Lehrkräfte) liegen noch keine Angaben zur Mittelvergabe vor, da Antrags- und Vergabeverfahren noch nicht weit genug fortgeschritten sind. Mit der Umsetzung des landeseigenen Programms zur Ausstattung von Schulträgern mit schulgebundenen digitalen mobilen Endgeräten in Höhe von rund 23 Millionen Euro beantragten bisher 295 Schulträger Zuwendungen, derzeit beschaffen die Schulträger die Endgeräte. Mithilfe des Programms sollen die Schulen mit rund 40.000 bis 50.000 mobilen Endgeräten ausgestattet werden.





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