Montag, 19. Oktober 2026

MeinHotspotWenig Interesse an WLAN-Förderung

[19.01.2022] Zahlreiche Gemeinden lassen ein EU-Förderprogramm links liegen, mit dem Zuschüsse für ein kommunales, öffentliches WLAN einfach und unbürokratisch beschafft werden könnten. Mehr als 20 Millionen Euro bleiben derzeit ungenutzt. Bald läuft das WiFi4EU-Förderprogramm aus.

Das Unternehmen MeinHotspot, das WLAN-Lösungen für Gastronomie, Bildungseinrichtungen, aber auch im (halb-)öffentlichen Raum anbietet, weist auf das Förderprogramm der EU zum Ausbau öffentlicher WLAN-Netzwerke hin. Das WiFi4EU-Förderprogramm werde zu wenig genutzt: Rund 1.500 Gemeinden hätten bisher noch keinen Gebrauch von der Möglichkeit gemacht, sich die Einrichtung öffentlicher kostenloser WLAN-Hotspots fördern zu lassen. Dabei habe sich die EU bemüht, das gesamte Verfahren möglichst unbürokratisch zu gestalten: Interessierte Kommunen könnten einfach einen Antrag über eine Website stellen, mit der Förderzusage erhielten sie einen Gutschein über 15.000 Euro. Damit könnten kostenlose WLAN-Hotspots an Orten von öffentlichem Interesse installiert werden, etwa in Rathäusern, Bibliotheken, Museen, Parks und anderen kommunalen Einrichtungen. Dazu müsse der Gutschein an ein beauftragtes Unternehmen gegeben werden, welches diesen dann bei der EU zur Rückerstattung der Kosten einreiche. 120 Millionen Euro habe die Europäische Union für dieses Projekt seit 2018 zur Verfügung gestellt – doch mehr als ein Sechstel sei bis heute nicht abgerufen worden. In weiteren gut 300 Ortschaften seien bereits bewilligte Gutscheine bislang nicht eingesetzt worden. Dabei dränge die Zeit, denn die Fristen für die Gemeinden laufen ab Anfang 2022 aus. Frei zugängliche WLAN-Hotspots seien ein effizienter Bürgerservice und gleichzeitig ein wichtiges Marketing-Instrument im Tourismus. Und gerade in Gebieten mit schlechtem Datenempfang bieten diese Hotspots oftmals die einzige Möglichkeit, mobiles Internet zu nutzen, erläuterte der MeinHotspot-Geschäftsführer Felix Schönfelder. Um Sicherheit und Datenschutz müssten sich Gemeinden, die ein spezialisiertes Unternehmen wie meinHotSpot beauftragten, keine Sorgen machen: Mithilfe von Firewalls, Updates und Sicherheitsanpassungen könne rasch auf neue potenzielle Gefahren, aber auch auf geänderte gesetzliche Bestimmungen reagiert werden.





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