Samstag, 7. Februar 2026

Bitkom-UmfrageAmbivalente Haltung zu Digitaler Identität

[20.06.2022] Eine Umfrage des Bitkom zeigt, dass die Mehrheit hierzulande persönliche Dokumente digital mitführen will. Gleichzeitig gab es Bedenken zur Sicherheit und Bedienbarkeit einer Digital-Wallet-Lösung. Eine Bitkom-Studie zu Digitalen Identitäten wiederum zeigt Best Practices in vier europäischen Ländern.

Der Branchenverband Bitkom ließ eine repräsentative telefonische Befragung zum Thema digitale Identität durchführen. Dabei gab die Mehrheit der rund 1.000 Befragten an, künftig gerne aufs klassische Portemonnaie verzichten und wichtige persönliche Dokumente wie Ausweise lieber digital mitführen zu wollen. Sechs von zehn Bundesbürgern (60 Prozent) können sich vorstellen, dazu eine so genannte Digital Identity Wallet auf ihr Smartphone zu laden. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Brieftasche, in der die Identitätsnachweise und -karten digital gespeichert und abrufbar sind.
Trotz des Interesses steht ein gutes Drittel (35 Prozent) der Befragten der ID-Wallet skeptisch gegenüber, so der Bitkom. Dabei geht es vor allem um Aspekte des Vertrauens und der Sicherheit, wie die Befragung zeigte. 63 Prozent derjenigen, welche die Wallet nicht nutzen wollen, sind besorgt, dass Dritte ihre Daten missbrauchen könnten. 57 Prozent haben Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und 53 Prozent machen sich Sorgen um den Datenschutz der Anwendung. Auch die praktische Anwendung sorge für Vorbehalte, berichtet der Bitkom. 30 Prozent derjenigen, die eine ID-Wallet nicht nutzen wollen, haben Angst, etwas falsch zu machen. 24 Prozent besitzen nach eigener Einschätzung kein geeignetes Gerät, etwa ein technisch aktuelles Smartphone. 20 Prozent kennen sich ihrer Ansicht nach zu wenig mit digitalen Dingen aus.
Wie Digitale Identitäten in anderen Staaten erfolgreich angewendet werden, ist Gegenstand einer Studie von KPMG, die ebenfalls im Auftrag des Bitkom erfolgte. Dabei wird die Umsetzung in Frankreich, Italien, Dänemark und Österreich verglichen. Der Bitkom setzt sich unter anderem für die europaweite Harmonisierung der Regulierung beim Thema Digitale Identitäten und einen funktionierenden Wettbewerb für nutzerfreundliche Lösungen ein und hat dazu ein Positionspapier veröffentlicht.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Digitale Identität
Vektorgrafik einer Hand, die ein Dokument, abgebildet auf einem Tablet, unterschreibt.
bericht

Digitale Signatur: Nadelöhr der Transformation

[15.01.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung steht und fällt mit der elektronischen Signatur, denn nur sie vermeidet Medienbrüche. Dabei müssen die eingesetzten Lösungen hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllen. mehr...

Mehrere jüngere Personen sind in einem Besprechungsraum mit einer Projektarbeit befasst.
bericht

EUDI-Wallet: Pilot Dresden

[14.01.2026] Die Stadt Dresden fungiert als Pilot für die EUDI-Wallet. Ziel ist es, die technische Umsetzbarkeit zu testen, Übertragbarkeit und Skalierbarkeit zu prüfen sowie eine fundierte Blaupause für weitere Anwendungen und andere Kommunen zu entwickeln. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.
bericht

Advertorial: Registermodernisierung trifft EUDI-Wallet

[11.12.2025] Eine moderne, digitale Verwaltung braucht sichere und effiziente Werkzeuge, um Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen ein reibungsloses Verwaltungserlebnis zu ermöglichen. Mit der Registermodernisierung und der Einführung der EUDI-Wallet stehen zwei wegweisende Bausteine bereit, die Verwaltungsvorgänge flexibler, vertrauenswürdiger und nutzerfreundlicher gestalten. mehr...

Person am Laptop tippt in die Luft, an der Stelle des Zeigefingers ist ein Log-In-Icon abgebildet.

Digitale Identifizierung: Governikus führt AusweisIDent alleine weiter

[02.12.2025] Governikus führt die eID-Lösung AusweisIDent künftig eigenverantwortlich online fort. Die Lösung nutzt die Online-Ausweisfunktion und schafft so auch Anschlussfähigkeit an die kommende europäische EUDI-Wallet. mehr...

Sechs Personen vor einem Aufsteller zum Start des Pilotprojekts zur EUDI-Wallet in Dresden

Dresden: Pilot für elektronische Brieftasche

[11.09.2025] Sachsens Landeshauptstadt Dresden testet als erste Kommune Deutschlands, wie die EUDI-Wallet künftig praktisch funktionieren soll. Die Dresdnerinnen und Dresdner können mitgestalten, was mit der Wallet möglich werden soll. mehr...

interview

Interview: Es muss nicht kompliziert sein

[18.06.2025] Die Registermodernisierung entpuppt sich als neues komplexes Mammutprojekt der Verwaltungsdigitalisierung. Marc Behrens, Software- und IT-Systemarchitekt bei der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg (KDO), hat einen einfachen Gegenvorschlag: die BundID. mehr...

Wiesbaden: BundID bekannter machen

[28.05.2025] Die Stadt Wiesbaden hat erste Verwaltungsdienste an die BundID angeschlossen und erweitert das Angebot sukzessive. Um Bürgerinnen und Bürger von der BundID zu überzeugen, stellt die Stadt umfangreiche Informationen und einen fiktiven, humoristisch gefärbten „Antrag auf Passierschein A38“ zur Verfügung. mehr...

Schwerin: Nutzerkonto wird auf BundID umgestellt

[22.11.2024] Da die MV-Nutzerkonten Ende Januar 2025 deaktiviert werden, sind Schwerinerinnen und Schweriner aufgerufen, eine Neuanmeldung mit der BundID vorzunehmen. mehr...

Rathaus Stadt Wiesbaden

Wiesbaden: Videoident stößt auf positives Echo

[31.10.2024] Wer sich in Wiesbaden an- oder ummelden will, kann dazu seit etwa einem Jahr ein Videoident-Verfahren nutzen. Der neue Service ist bereits in der Pilotphase auf großes Interesse gestoßen. mehr...

Darmstadt: Pilotprojekt zum digitalen Schülerausweis

[05.08.2024] Am Berufsschulzentrum Nord in Darmstadt wird im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts ein digitaler Schülerausweis auf dem Smartphone getestet. mehr...

Claus Hartherz

Interview: eID einfach und sicher prüfen

[22.07.2024] Zur Überprüfung digitaler Identitäten steht seit Kurzem die Open Digital Identity Solution (ODIS) des IT-Dienstleisters adesso zur Verfügung. Was die Lösung auszeichnet, erklärt Claus Hartherz, Business Development Executive Digitale Identitäten bei adesso, im Interview mit Kommune21. mehr...

eGovernment Monitor 2024 ermittelt im Vergleich zum Vorjahr einen substanziellen Anstieg an eID-Nutzenden.

eGovernment Monitor 2024: Immer mehr Menschen nutzen eID

[12.07.2024] In allen Bevölkerungsgruppen nutzen immer mehr Menschen die eID des Personalausweises. Das geht aus einer Vorabveröffentlichung des eGovernment Monitors 2024 hervor, bei der insbesondere die Nutzung und Akzeptanz staatlicher digitaler Identitäten ermittelt wurden. 
 mehr...

Aachen: Umstellung auf BundID

[01.07.2024] In Nordrhein-Westfalen tritt die vom Bundesinnenministerium betriebene BundID an Stelle des bisherigen landesspezifischen Nutzerkontos Servicekonto.NRW. Davon sind auch Kommunen betroffen. Aachen hat bereits umgestellt. mehr...

Mit der EUDI-Wallet digitale Dienste bequem nutzen.

eIDAS 2.0: Digitale Brieftasche

[24.06.2024] Mit der Novellierung der eIDAS-Verordnung treibt die EU die Digitalisierung weiter voran: Eine digitale Brieftasche, welche die elektronische Identität der Bürgerinnen und Bürger trägt, soll ab 2026 verfügbar sein. mehr...

Ceyoniq: Siegeln und Signieren mit FP Sign

[13.06.2024] Elektronisches Siegeln und Signieren soll bald auch mit der Informationsplattform Ceyoniq nscale möglich sein. Dazu will der Software-Anbieter den Technologie-Stack von FP Digital in seine Informationsplattform einbinden. mehr...