Donnerstag, 25. Juni 2026

HildesheimSmart City wird sichtbar

[19.01.2023] Im Jahr 2023 will Hildesheim die ersten Smart-City-Vorhaben umsetzen. Zur Früherkennung von Hochwasser will die Stadt beispielsweise ein LoRaWAN nutzen. Auch sollen die Hildesheim-App erweitert und eine Entwicklungskooperation für eine Urbane Datenplattform angestoßen werden. Die Stadtwerke Hildesheim treiben den Prozess mit voran.
In Hildesheim wurden die Smart-City-Projekte für das Jahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt.

In Hildesheim wurden die Smart-City-Projekte für das Jahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt.

v.l.: Mustafa Sancar, Vorstand der Stadtwerke AG und stellvertretender Vorsitzender des Smart City Board; Svenja Fuhrich, Stadt Hildesheim, Fachbereichsleitung für Fachkräfte, Smart City und Beteiligungen; Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer

(Bildquelle: Stadt Hildesheim)

Hildesheim will im Jahr 2023 erste Smart-City-Leuchtturmprojekte umsetzen. „Wir sind noch in der Strategiephase, die planmäßig bis Mitte des Jahres läuft. Trotzdem wollen wir mit den ersten Projekten Smart City jetzt in die Praxis holen und für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar machen“, erklärt Oberbürgermeister Ingo Meyer. „Die jetzt avisierten Projekte folgen vor allem drei klaren Kriterien: Sie schaffen einen spürbaren Nutzen, sind innovativ, bringen durch modellhaftes Ausprobieren und Testen einen Erkenntnisgewinn für unser weiteres Vorgehen und schaffen eine entsprechende Breitenwirkung durch Kooperation mit möglichst vielen Menschen und lokalen Playern.“ „Vor allem aber ist es ein Lernprozess, um herauszufinden, wie die Smart City Hildesheim der Zukunft aussehen kann“, ergänzt Svenja Fuhrich, Fachbereichsleiterin für Fachkräfte, Smart City und Beteiligungen bei der Stadt. „Deshalb ist auch die angestrebte wissenschaftliche Begleitung des gesamten Vorhabens durch ein unabhängiges Forschungsinstitut enorm wichtig.“

Projekte für 2023

Wie die Stadt in Niedersachsen mitteilt, wird zum einen das Thema Hochwasser in den Blick genommen. In einem Pilotprojekt mit dem in Lemgo beheimateten Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB-INA sollen fortlaufend Messwerte zu Pegelstand, Bodenfeuchte und Mikroklima über ein LoRaWAN in den relevanten Gebieten der Stadt gesammelt und in einer Datenkarte visualisiert werden. „Wir haben hier ein Problem mit Hochwasser, das wir nur gemeinsam mit anderen Kommunen und dem Land angehen können“, erklärt Svenja Fuhrich. „Daher ist es wichtig, zusätzliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie wir das Thema Hochwasser und Mikroklima in Hildesheim noch besser steuern können, um diese Ergebnisse dann auch in Kooperation mit anderen Kommunen zu verwenden und hierdurch einen zusätzlichen Nutzen für den Katastrophenschutz zu erzeugen.“
In einem anderen Projekt sollen Bildungskurse und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Smart City ausgerichtet werden. Die Themen reichen nach Angaben der Stadt von der App-Entwicklung über Sensorik und die technische Vernetzung bis hin zu Robotik, 3D-Druck oder den Umgang mit Daten. Weitere für 2023 geplante Projekte seien ein Augmented-Reality-Spielplatz an einem Aktivspielplatz, eine Entwicklungskooperation Urbane Datenplattform, ein Gründungsökosystem, die Digitale Stadtgesellschaft sowie die Erweiterung der Hildesheim-App.

Ereignisreiches und spannendes Jahr

„Es wird ein ereignisreiches und spannendes Jahr werden für die Smart City Hildesheim“, sagt Mustafa Sancar, Vorstand der Stadtwerke und stellvertretender Vorsitzender des Smart City Board. „Das ganze Team um das Modellprojekt ist motiviert, die Themen buchstäblich nach draußen und auf die Straße zu bringen. Da steckt unheimlich viel Kraft und Willen dahinter. Ein Dank geht hier vorrangig an Svenja Fuhrich und ihr gesamtes Team. Wir als EVI werden die Smart-City-Bewegung mit unseren digitalen Plattformen, dem digitalen Zwilling als Energiedatenplattform für Hildesheim sowie der Hildesheim-App maßgeblich mit vorantreiben und unseren Beitrag zum Transformations- und Digitalisierungsprozess Hildesheims leisten. Ich bin gespannt, welche Bilanz wir ziehen, wenn wir uns in einem Jahr die Ergebnisse anschauen.“
Hildesheim wurde im Sommer 2021 als eine von 28 Kommunen vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zur Modellkommune Smart Cities berufen. Für fünf Jahre stehen der Stadt laut eigenen Angaben insgesamt 17,5 Millionen Euro an Projektmitteln zur Verfügung.





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