JenaPlattform für städtische Daten
Die urbane Datenplattform WISSENsAllmende Jena geht an den Start. Das Projekt zielt darauf ab, Daten aus verschiedenen städtischen Bereichen zu sammeln, zu analysieren und zu nutzen, um das Stadtleben für Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern. Mit dem Start der Datenplattform erreiche das Smart-City-Projekt „Jena digitalisiert, lernt und teilt. Unsere Stadt schafft und nutzt WISSEN“ einen bedeutenden Meilenstein, heißt es vom Fraunhofer-Institut FOKUS, das als Projektpartner zentrale Komponenten der digitalen Infrastruktur entwickelt hat.
Im Smart-City-Projekt Jena soll ein Datenraum entstehen, in dem das volle Potenzial der städtischen Daten gehoben werden kann. Dafür hat die Stadt eine zentrale digitale Infrastruktur geschaffen, die auf Basis der Open Source Software Piveau gemeinsam mit Fraunhofer FOKUS weiterentwickelt wurde. „Die Dateninfrastruktur ist in einem umfassenden und weitblickenden Ansatz so gestaltet, dass sich vielfältige Daten problemlos integrieren und zur Verfügung stellen lassen. So gibt es die Möglichkeit, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere Datenbestände als Anwendungsfälle in die Plattform eingepflegt werden“, erklärt Dorothea Prell, Gesamtprojektleiterin Smart City Jena.
Datensicherheit im Fokus
Die Plattform soll nicht nur das Verständnis für städtische Prozesse vertiefen, sondern auch die Fähigkeit der Stadtverwaltung stärken, schnell auf die Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern zu reagieren, sagt Benjamin Koppe, Dezernent für Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice bei der Stadt. Im Rahmen der Veröffentlichung von Daten arbeitet die Stadt Jena mit verschiedenen Fachleuten wie auch Fraunhofer IDMT zusammen, um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleistet. Datensätze, die persönliche Informationen enthalten, dürfen nur verfügbar gemacht werden, wenn sie ausreichend aggregiert und anonymisiert werden. Dazu sollen im Smart-City-Projekt umfangreiche fachliche, inhaltliche und technische Vorkehrungen getroffen werden.
Die Datenplattform geht zunächst mit Daten von Umweltsensoren, zur Bevölkerungsentwicklung, zu den Bäumen im öffentlichen Raum sowie mit allen Informationen aus dem bisherigen Open-Data-Portal an den Start. Künftig sollen weitere Anwendungsfälle, zum Beispiel zu öffentlichem Nahverkehr, Veranstaltungen, Luftqualität oder städtischen Haushalts- und Controlling-Daten, auf der urbanen Datenplattform abrufbar sein.
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