Schleswig-HolsteinKita-Qualitätsmanagement wird digitaler

Qualitätssicherung ist bei der Betreuung und Förderung von Kindern wichtig. Kitas in Schleswig-Holstein erhalten nun ein Webtool an die Hand, um diese zu digitalisieren.
(Bildquelle: Sensvector/stock.adobe.com)
Das Kindertagesförderungsgesetz, kurz KiTaG, sieht ein Qualitätsmanagementverfahren in den schleswig-holsteinischen Kitas vor, das die Einrichtungen weiterentwickeln und ihre Qualität verbessern soll. Derzeit erfolgen aber viele Prozesse noch in Papierform, heißt es in einer Pressemeldung der Landesregierung. Um einen digitalen Prozess für Qualitätsmanagement zu entwickeln und zu etablieren, braucht es Zeit – diese ist insbesondere in kleinen Kitas knapp. Zudem müssen Detaillösungen für das jeweilige Qualitätsmanagement eigenständig und individuell erarbeitet werden, was nicht zu den pädagogischen Kernaufgaben der Einrichtungen zählt.
Land fördert Kooperation
Aus diesem Grund wurde nun eine vom Land geförderte Kooperation gestartet, um Kindertagesstätten beim Aufbau und Betrieb eines Qualitätsmanagementverfahrens zu unterstützen: Im Rahmen des Landesprogramms Offene Innovation haben sich der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein und der IT-Dienstleister Viakom aus Flensburg-Handewitt zusammengetan. In dem gemeinsamen Projekt wird die Anwendung „KiQuiP 2.0 – Kita-Qualität im Prozess“ entwickelt, um Kitas bei ihrem Qualitätsmanagement zu unterstützen. Das Vorhaben ist von einer Fachjury ausgewählt worden und wird vom Land mit mehr als 70.000 Euro gefördert. Insgesamt beläuft sich die Förderung für Projekte aus dem Landesprogramm Offene Innovation auf rund 1,6 Millionen Euro.
Nachnutzung vorgesehen
KiQuiP 2.0 ist Open-Source-basiert und als Webanwendung einfach zugänglich. Die Anwendung kann Kindertageseinrichtungen auf Open-Source-Basis beim effektiven Aufbau und Betrieb eines Qualitätsmanagementverfahrens unterstützen, Übersicht über die gesetzlichen Anforderungen und Änderungen geben sowie wichtige Änderungen an das Qualitätsmanagement zentral einspielen. In der Ausbildung für so genannte Qualitätsmanagementbeauftragte wird durch Nutzung von KiQuiP 2.0 ein sehr praxisnaher Ansatz ermöglicht, da direkt am später genutzten System gelernt werden kann. Der gesamte Prozess wird vom DigitalHub.SH begleitet. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen im Sinne der Nachnutzung auch anderen Verwaltungen und gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt werden. „Die Digitalisierung im öffentlichen Sektor ist von entscheidender Bedeutung, um eine effizientere Verwaltung und besseren Bürgerservice zu ermöglichen. „Mithilfe von Open-Source-Software sind öffentliche Verwaltungen und gemeinnützige Organisationen in der Lage, flexibler und eigenständiger zu handeln“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.
Advertorial: Wie Verwaltungen mit KI schneller zu besseren Abläufen kommen
[05.08.2026] Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Prozesse in Verwaltungen zu verbessern. Sie erstellt zum Beispiel Prozessmodelle und zeigt auf, wie Abläufe optimiert werden können. Ein Beispiel ist die PICTURE-Prozessplattform. Sie demonstriert, wie KI in der Praxis funktioniert und welche Grenzen es gibt. mehr...
Gewerbewesen: Neue Empfängerbehörden
[05.08.2026] Mit Inkrafttreten der XGewerbeordnung 1.7 werden die Behörden für Geldwäscheprävention als neue Empfänger für die automatisierte Datenübermittlung von Gewerbemeldungen aufgenommen. mehr...
ITEBO / KDO: VOIS|FSW für gemeinsamen Kunden
[03.08.2026] Den Mehrwert einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit konnten die IT-Dienstleister ITEBO und KDO jetzt erfolgreich unter Beweis stellen. Sie haben in einem gemeinsamen Projekt bei der Fahrerlaubnisbehörde eines Kunden die Software VOIS|FSW eingeführt. mehr...
Umweltverwaltung: Strukturierte Prozesse
[27.07.2026] Mit ProUMWELT stellt das Unternehmen Prosoz eine Fachanwendung vor, die kommunale Umweltbehörden bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse unterstützt. mehr...
Braunschweig: Digital zum Bewohnerparkausweis
[22.07.2026] Die Stadt Braunschweig erweitert ihr Angebot an digitalen Dienstleistungen um den Bewohnerparkausweis. Dieser wird künftig nur noch in digitaler Form ausgegeben. mehr...
Bremen: Bauantrag wird digital
[13.07.2026] Seit Anfang Juli können in Bremen Bauvorlagen lediglich online eingereicht werden. Die bisherige Wahlmöglichkeit zwischen elektronischer und Papierform entfällt. Analog eingereichte Anträge werden künftig zurückgeschickt. mehr...
Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital
[09.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...
Meldewesen: Fit für die digitale Welt
[02.07.2026] Die zunehmende Bedeutung digitaler Identitäten für verwaltungsinterne Vorgänge ist nur eine der Herausforderungen, auf die das Meldewesen Antworten finden muss. Auch den Themen Sicherheit und Resilienz gilt es, künftig verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen. mehr...
Magdeburg: Standesamt digitalisiert Terminvergabe
[01.07.2026] Künftige Brautpaare können ihren Wunschtermin zur Eheschließung jetzt online beim Standesamt der Stadt Magdeburg reservieren. Die neuen digitalen Trau- und Terminkalender können zudem für weitere Anliegen genutzt werden. mehr...
Mainz: Kita-App für alle
[01.07.2026] In Mainz wird die Care Kita-App in allen städtischen Kindertagesstätten ausgerollt. Bis zum Start des neuen Kita-Jahres 2026/2027 werden alle städtischen Kitas an die Anwendung angebunden. mehr...
Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen
[08.06.2026] Aachen und Düsseldorf testen ab Juli den digitalen Kombiantrag im Bund-Länder-Projekt Schneller Gründen. Er soll Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung verbinden, doppelte Dateneingaben vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen. mehr...
Personalabrechnung: Belastbare Strukturen
[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...
Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen
[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...
Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft
[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...
Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone
[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...



















