Sonntag, 6. September 2026

HessenSicherheitsprogramm für Kommunen

[10.01.2025] Hybride Bedrohungen und Cyberangriffe bleiben eine Herausforderung. Um die Cyberresilienz hessischer Kommunen zu stärken, wurde das Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit um Maßnahmen wie etwa Pentests und Incident Response Services erweitert.
Brustbild von Roman Poseck in dunklem Anzugjackett und violettem Schlips.

„Absolute Sicherheit kann es auch im digitalen Raum nicht geben, deshalb gilt es, die Cyberresilienz zu stärken", sagt Roman Poseck.

(Bildquelle: Paul Schneider/Hessische Staatskanzlei)

Das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz hat eine Meldung zur Lage der Cybersicherheit im vergangenen Jahr veröffentlicht. Insbesondere seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben hybride Bedrohungen zugenommen und auch 2024 blieb die Gefährdungslage weiterhin hoch. „Immer häufiger sind Kommunen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und kritische Infrastrukturen Cyberangriffen ausgesetzt. Da Staat, Gesellschaft und Wirtschaft auf das Funktionieren von Informationstechnik und die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit unserer Daten angewiesen sind, müssen wir wehrhafter werden und uns besser vor Angriffen schützen“, betont Innenminister Roman Poseck. Allerdings gebe es auch im digitalen Raum keine absolute Sicherheit – deshalb gelte es, die Cyberresilienz zu stärken, so der Minister.

Erweiterte Angebote für Kommunen

Das 2019 im Hessischen Innenministerium gegründete CyberCompetenceCenter (Hessen3C) bündelt Informationen hessischer und nationaler Cyberabwehr-Behörden und steht der Landesverwaltung, den Kommunen sowie Unternehmen im Bereich KRITIS beratend zur Seite. Um Kommunen künftig noch zielgerichteter zu unterstützen, wurde das Angebot mit dem Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit (AKC) erweitert – entsprechend der Bedarfe von Städten, Gemeinden und Landkreisen. Die Angebote des AKC wurden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Hessen3C und den Kommunalen Spitzenverbänden erarbeitet. So werden fortan zum besseren Schutz der IT-Systeme Pentests angeboten, bei denen ein Cyberangriff simuliert wird, um Schwachstellen aufzudecken. Ist eine Kommune von einem echten Cyberangriff betroffen, kann sie künftig die Dienste eines Incident Response Service Teams  in Anspruch nehmen (kostenlos für fünf Einsatztage). Für ein besseres Notfallmanagement können Kommunen zudem vor Ort Unterstützung beim Erstellen eines Business Continuity Managements erhalten. Darüber hinaus gibt es neue E-Learning-Module zur Mitarbeiterschulung.





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