Freitag, 12. Juni 2026

AusländerwesenMinden setzt auf VERA

[30.05.2025] Der Wechsel auf die Software VOIS|VERA hat in der Ausländerbehörde der Stadt Minden für deutliche Arbeitserleichterungen gesorgt. Obwohl an einigen Stellen noch Optimierungsbedarf herrscht, ist die Stadt mit dem Umstieg mehr als zufrieden.
Der Mindener Marktplatz, umgeben von historischen Gebäuden.

Stadt Minden: Wechsel zu VOIS|VERA brachte viele Verbesserungen mit sich.

(Bildquelle: Sina Ettmer/stock.adobe.com)

Der Bereich Bürgerdienste der Stadt Minden ist unter anderem verantwortlich für das Ausländerwesen, einschließlich Einbürgerung, das Meldewesen und die komplette Abwicklung der Wahlen. Das Team kümmert sich um die Belange von rund 85.000 Einwohnern. Diese Verantwortung erfordert eine moderne und effiziente Verwaltung – insbesondere in der Ausländerbehörde, die rund 14.000 ausländische Staatsangehörige betreut.

Ein gutes Verfahren zur Bearbeitung von Verflichtungserklärungen ist daher für den Alltag in der Ausländerverwaltung unerlässlich. Die Entscheidung der Kommune, hierfür die Lösung VOIS|VERA zu implementieren, basierte nicht nur auf den positiven Erfahrungen mit den vorherigen Produkten des Anbieters Kommunix, sondern auch auf dem langfristigen Ziel, eine nahtlose und effiziente Lösung zu etablieren. Die Stadt Minden hatte bereits zuvor gute Erfahrungen mit der Software VISITVIS gemacht, doch die bevorstehende Abkündigung der Plattform machte eine Umstellung notwendig. Dank der vorherigen Erfahrungen mit dem Hersteller Kommunix sowie anderen VOIS-Produkten war es für die Verantwortlichen nur folgerichtig, VOIS|VERA als neue Lösung zu wählen.

Die Einführung verlief insgesamt sehr positiv. Den größten Aufwand verursachte dabei die Altdatenmigration, da die Daten aus dem alten System VISITVIS eins zu eins in das neue System übertragen werden mussten. Diese Herausforderung konnte jedoch erfolgreich gemeistert werden, sodass der Umstieg reibungslos vonstatten ging. Das gesamte Umstellungsprojekt nahm etwa drei Monate in Anspruch.

Deutlich verbessertes Arbeitsumfeld

Zu Beginn stellte die Umstellung des Look and Feel für viele Kolleginnen und Kollegen eine große Umgewöhnung dar. Sie waren die alte Benutzeroberfläche gewohnt, und der Wechsel zu einem neuen System erfordert immer eine gewisse Eingewöhnungszeit. Weitere Herausforderungen traten bei den Druckereinstellungen auf, die anfangs nicht optimal funktionierten. Auch die praktische Umsetzung der Arbeitsabläufe musste teilweise angepasst werden. Weiteres Verbesserungspotenzial besteht aus Sicht der Stadt Minden hinsichtlich der Bonitätsprüfung sowie der elektronischen Aktenführung. Hier gibt es noch Optimierungsbedarf, um die Arbeit weiter zu erleichtern und noch effizienter zu gestalten.

Trotz dieser Herausforderungen sind die Verantwortlichen insgesamt sehr zufrieden mit dem Wechsel zu VOIS|VERA. Die Software hat der Mindener Ausländerbehörde nicht nur viele Prozesse erleichtert, sondern auch das Arbeitsumfeld der Beschäftigten deutlich verbessert. Als einen der größten Vorteile, den der Wechsel auf VOIS|VERA mit sich brachte, bezeichnet die Stadt die Teilerfassung. War es im alten System nicht möglich, unvollständige Vorgänge zu speichern und später weiter zu bearbeiten, können unvollständige Vorgänge nun einfach zwischengespeichert werden. Das bedeutet eine enorme Zeitersparnis, steigert die Effizienz und spart wertvolle Ressourcen. 

Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die verbesserte Prozessübersicht. Die Software bietet den Mitarbeitenden eine klare Struktur und Übersichtlichkeit der Arbeitsabläufe, was das tägliche Arbeiten deutlich erleichtert. Die Kollegen finden die Arbeitsschritte jetzt deutlich verständlicher und können sich schneller in den Prozessen zurechtfinden. 

Mitarbeiter frühzeitig einbeziehen

Anderen Kommunen empfiehlt die Stadt Minden, frühzeitig alle betroffenen Kollegen in den Prozess der Einführung einer neuen Software einzubeziehen – denn deren Erfahrungen und Rückmeldungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung und den langfristigen Erfolg.

Großes Potenzial für die Zukunft besteht aus Sicht der Stadtverwaltung zudem in der weiteren Integration von Schnittstellen, um eine tatsächlich medienbruchfreie Arbeitsweise zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist in Minden geplant, auch das Ausländerdaten Verwaltungs- und Informationssystem VOIS|ADVIS sowie die Lösung VOIS|MESO für das Meldewesen einzuführen, um die Effizienz weiter zu steigern und alle Verwaltungsprozesse nahtlos zu verknüpfen.

Die Entscheidung, auf VOIS|VERA zu setzen, war für die Stadt Minden ein Schritt in die richtige Richtung. Es zeigt sich, dass eine moderne, gut durchdachte Softwarelösung die Arbeit der Verwaltung erheblich erleichtert.

Daniel Schollmeyer ist Bereichsleiter Bürgerdienste bei der Stadt Minden.




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren

Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen

[08.06.2026] Aachen und Düsseldorf testen ab Juli den digitalen Kombiantrag im Bund-Länder-Projekt Schneller Gründen. Er soll Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung verbinden, doppelte Dateneingaben vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen. mehr...

bericht

Personalabrechnung: Belastbare Strukturen

[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...

Dom Luftaufnahme Fulda Domplatz Innenstadt

Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen

[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...

eine Frau schiebt eine Restabfalltonne auf die Straße

Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft

[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...

Auf einem Smartphone ist eine digitale G´Hundemarke zu sehen, im Hintergrund ist verschwommen ein Hundesgesicht erkennbar
bericht

Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone

[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...

Räumfahrzeug auf einer verschneiten Straße in einer Stadt

Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten

[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...

Kita
bericht

Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten

[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...

Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Eine lächelnde Frau hält ein Tablet in der Hand, im Hintergrund ist ein Großraumbüro zu sehen.

AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler

[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...

Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...