Freitag, 10. April 2026

PotsdamEhe und Wohnsitz digital anmelden

[26.06.2025] Die Stadt Potsdam hat neue Bürgerservices gestartet: Wohnsitzwechsel und Eheschließungen können ab sofort online angemeldet werden. Das erspart den Potsdamerinnen und Potsdamern Behördengänge.
zwei Männer eine Frau vor einem Stehtisch

Potsdam hat mit „Ehe digital“ und der elektronischen Wohnsitzanmeldung zwei neue Onlinedienste freigeschaltet.

(Bildquelle: LHP/ Juliane Grimm)

Als erste Kommune im Land Brandenburg führt die Landeshauptstadt die elektronische Wohnsitzanmeldung ein. „Die Fortschritte in der Verwaltungsdigitalisierung erleichtern den Potsdamerinnen und Potsdamern das Leben spürbar. Durch die neuen Onlinedienste entfallen Terminvereinbarungen, Wege und Wartezeiten. Das entlastet sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch die Verwaltung selbst. Dem Ziel, im Bürgerservicecenter fristgerecht Termine anbieten zu können, kommen wir so einen großen Schritt näher: Fast 14.700 Menschen ziehen pro Jahr in oder nach Potsdam um und müssen das dem Bürgerservice melden. Eine Terminvereinbarung beim Bürgerservicecenter ist dafür nun nicht mehr erforderlich,“ erklärt Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit.

Entwickelt hat den Onlinedienst die Freie und Hansestadt Hamburg (wir berichteten) und ihn nach dem Einer-für-Alle-Prinzip auch anderen Bundesländern zur Verfügung gestellt. Voraussetzung für die Nutzung sind ein Personalausweis oder eine eID-Karte mit aktivierter Online-Ausweisfunktion mit PIN, ein NFC-fähiges Smartphone oder ein Kartenlesegerät, ein BundID-Nutzerkonto, die AusweisApp sowie die Wohnungsgeberbestätigung.

Eine besondere Erleichterung bei der elektronischen Wohnsitzanmeldung ist laut der Stadt Potsdam, dass die Bürgerinnen und Bürger den Wohnort auf dem Personalausweis oder Reisepass selbst ändern können. Das schließt auch Daten auf dem elektronischen Speicher- und Verarbeitungsmedium des Personalausweises ein.

Ehe digital

Ebenfalls neu ist in Potsdam der Onlinedienst „Ehe digital“. Wie die brandenburgische Landeshauptstadt mitteilt, können Bürgerinnen und Bürger damit ihre Eheschließung anmelden sowie Ehefähigkeitszeugnisse, Nachbeurkundungen für im Ausland geschlossene Ehen beantragen. Voraussetzung für die Nutzung sind ein Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion, ein BundID-Nutzerkonto sowie die AusweisApp. Die Paare können ihre persönlichen Daten eingeben, notwendige Nachweise hochladen und das Standesamt online über ihre Heiratsabsicht informieren. Das Standesamt prüft die Unterlagen und meldet sich bei Rückfragen oder zur Terminvereinbarung. Trotz der digitalen Vorbereitung bleibt ein persönlicher Besuch im Standesamt für die finale Prüfung der Ehevoraussetzungen und natürlich für die Eheschließung am Hochzeitstag weiterhin gesetzlich erforderlich.

Der Onlinedienst „Ehe digital“ basiert auf einer bundesweiten Lösung, die in Zusammenarbeit mit mehreren Bundesländern – darunter Bremen und Hessen – entwickelt wurde. Brigitte Meier dazu: „Allen, die dazu beigetragen haben, dass wir die neuen Dienste auch in Potsdam anbieten können, gilt mein großer Dank: meinen Kolleginnen und Kollegen aus meinem Geschäftsbereich, die sich so engagiert dafür eingesetzt haben. Ich danke auch der Freien und Hansestadt Hamburg, die uns die zügige Inbetriebnahme ermöglicht hat, dem Ministerium der Justiz und für Digitalisierung und dem Ministerium des Innern und für Kommunales für die Unterstützung unserer Initiative.“

Mit den beiden neuen Dienstleistungen sind über das Bürgerserviceportal mittlerweile 66 Angebote verfügbar, mit denen die Verwaltung das Onlinezugangsgesetz umsetzt. Wie die Stadt Potsdam weiter berichtet, soll zeitnah auch das Bauantragsverfahren mit dem Virtuellen Bauamt digital abgewickelt werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bürgerservice

Saarbrücken: Meldoo in der Zwischenbilanz

[10.04.2026] Die Stadt Saarbrücken hat eine Zwischenbilanz ein Jahr nach der Einführung des Mängelmelders Meldoo gezogen. Rund 22.400 Hinweise wurden bislang erfasst. Zudem wurde das Angebot mit dem DIGITAL-Award 2026 ausgezeichnet. mehr...

Eine Gruppe von Personen sitzt wartend auf Stühlen
bericht

Terminmanagement: Den Bürgerkontakt steuern

[07.04.2026] Die Online-Terminvergabe ist ein Schlüsselkriterium im Smart City Index des Bitkom. Denn eine Smart City beginnt mit dem Bürgerkontakt: Der digitale Reifegrad misst sich auch daran, ob die digitalen Angebote gut zugänglich sind. mehr...

Wohngeld: Erfurt ist Pionier für Online-Antrag

[02.04.2026] Als erste Thüringer Kommune hat die Landeshauptstadt Erfurt den Online-Wohngeldantrag gestartet. Unterstützung kam vom Digitalministerium. mehr...

Großzügiger urbaner Platz ohne Menschen und Autos, aber mit Sonnenlicht und Baumschatten.

DIGITAL-Award: Mängelmelder Meldoo überzeugt

[30.03.2026] Für ihren Mängelmelder Meldoo ist die Stadt Saarbrücken jetzt mit dem DIGITAL-Award 2026 ausgezeichnet worden. Der Preis geht schon zum zweiten Mal in die saarländische Landeshauptstadt: 2025 wurde das Projekt Virtuelles Bürgeramt gewürdigt. mehr...

"Ganz Mannheim in deiner Hand" - Logo der Mannheimer City App, hochgehaltenes Handy mit der App und im Hintergrund ein städtischer Platz mit historischem Turm.

Mannheim: Großes Interesse an der City-App

[30.03.2026] Zur Jahreswende wurde die Mannheimer City-App öffentlich vorgestellt – nun wurde sie schon zehntausend Mal heruntergeladen. Neben News, Veranstaltungstipps und Informationen über „nützliche Orte“ bietet die Anwendung auch eine Abkürzung zur Verwaltung: Viele digitale Angebote der Stadt sind direkt per Smartphone nutzbar. mehr...

Tisch mit Konstruktionszeichnung, Tablet und gelbem Bauhelm, im Hintergrund ist eine Baustelle zu sehen.

Wiesbaden: Serviceoffensive der Bauaufsicht

[24.03.2026] Die Bauaufsicht der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden hat ihre Prozesse beschleunigt und zieht eine positive Bilanz für das Jahr 2025. mehr...

Rathausplatz Kiel

Kiel: Neue Verwaltungsdienste online

[23.03.2026] Kiel bietet drei häufig nachgefragte Verwaltungsleistungen aus verschiedenen Bereichen ab sofort online an. Bei der Fahrzeugzulassung sieht sich die Stadt als Vorreiter: Sie ist eine der wenigen, die über ein Stufe-4-fähiges iKfz-Portal und das entsprechende Fachverfahren verfügt. mehr...

handy in Hand zeigt Nordhorn SuperApp

Nordhorn: SuperApp gestartet

[19.03.2026] In der SuperApp der Stadt Nordhorn finden Bürgerinnen und Bürger digitale Angebote künftig gebündelt. Mit einer NutzerID kann digital bestellt, gebucht und bezahlt werden. Ein KI-Agent gehört ebenfalls zur Architektur mehr...

Werbung für den Nutzerklimatest 2026

Nutzerklima-Test 2026: Bürger bewerten digitale Services

[12.03.2026] Wie nutzerfreundlich ist die digitale Verwaltung wirklich? Bürgerinnen und Bürger können es jetzt bewerten. Ziel ist es, ein systematisches, vergleichbares Stimmungsbild zu erhalten – und damit konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen. mehr...

Vektorgrafik einer Frau mit Laptop in der Hand, im Hintergrund ist ein Kalender zu sehen.

Oldenburg: Neues Terminvergabesystem

[02.03.2026] Oldenburg führt in den Bürgerbüros und der Führerscheinstelle das Online-Terminvergabesystem VOIS/TEVIS ein. Es handelt sich um eine Maßnahme der Oldenburger Digitalisierungsstrategie, wonach der Bürgerservice der Stadt schrittweise vereinheitlich werden soll. mehr...

Eine Frau und ein Mann stehen mit einem zugebundenen Rollkoffer vor der Glasfront des "Bürgerservicecenters der Landeshauptstadt Potsdam".

Potsdam: Bürgerservice unterwegs

[27.02.2026] In Potsdam können Bürgerinnen und Bürger städtische Dienstleistungen künftig auch außerhalb des Rathauses nutzen. Ein mobiler Bürgerservice, der im Jahresverlauf an verschiedenen belebten Orten angeboten wird, soll den Zugang zur digitalen Verwaltung niedrigschwellig für alle erreichbar machen. mehr...

Osnabrück: Bürger bewerten digitale Services

[25.02.2026] Ein bundesweiter Nutzerklima-Test will ein Stimmungsbild zur Nutzerfreundlichkeit der digitalen Angebote von Verwaltungen einfangen. Mit dabei ist unter anderem die Stadt Osnabrück. mehr...

Marburg: GoDonu erweitert eGovSAD

[18.02.2026] Kommunen lernen bei Online-Diensten voneinander und von den Bürgern. Dies steckt hinter dem interkommunalen Projekt GoDonu, welches eine Fortführung von eGovSAD darstellt, das aktuell von 100 Städten und Landkreisen genutzt wird. mehr...

Bürgerterminal im Jobcenter Dresden in Betrieb genommen

Dresden: Bürgerterminal fürs Jobcenter

[12.02.2026] Das Jobcenter Dresden hat ein neues Bürgerterminal in Betrieb genommen. Nach Authentifizierung via BundID können Leistungen des Jobcenters sowie von Stadt und Freistaat Sachsen genutzt werden. mehr...

Frankfurt-Pass im Kartenformat und auf dem Smartphone

Frankfurt: Frankfurt-Pass wird digital

[06.02.2026] Der Sozialpass der Stadt Frankfurt ermöglicht Personen mit geringem Einkommen den Zugang zu Kultur- und Freizeitangeboten. Nun wird er digitaler: Der Pass selbst ist per App aufrufbar, aber auch die Beantragung kann jetzt online erfolgen. mehr...