Sonntag, 5. Juli 2026

GelsenkirchenKI-Assistenz für den Bürgerservice

[01.07.2025] Ab dem kommenden Jahr will Gelsenkirchen mit der Künstlichen Intelligenz EMMA AI arbeiten. Höflich, halluzinationsfrei und rechtssicher soll sie dann Bürgerfragen in zunächst sechs Bereichen beantworten. Aktuell wird die KI auf ihren Live-Einsatz trainiert.
Vier Personen sitzen in einem Raum Publikum gegenüber, im Hintergrund ist EMMA AI auf einem Bildschirm zu sehen.

Im Wissenschaftspark Gelsenkirchen wurden die Ergebnisse des Pilotprojekts zum Einsatz der KI im Bürgerservice einer Kommune präsentiert.

v.l.: Laura Schuppert, Senior Vice President Product, Quality & Marketing, Evocenta; Simon Nowack, Stadtrat Gelsenkirchen, Vorstand für Wirtschaftsförderung, GELSENDIENSTE, Recht und Ordnung, Bürgerservice der Stadt Gelsenkirchen; Manfred vom Sondern, CIO Stadt Gelsenkirchen, Betriebsleiter gkd-el; Heiko Eich, Senior Vice President Applied AI, Evocenta

(Bildquelle: Evocenta)

EMMA AI telefoniert, chattet und mailt bald für den Gelsenkirchener Bürgerservice. Das kündigt das Unternehmen Evocenta an, welches die datenschutzkonforme, cloudbasierte Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt hat. Derzeit werde die KI für den Live-Einsatz in der nordrhein-westfälischen Stadt trainiert. Ab dem Jahr 2026 soll sie dann Bürgerfragen beantworten – höflich, halluzinationsfrei und rechtssicher. „Wir müssen stets sicherstellen, dass die KI nur Antworten gibt, die amtlich richtig sind“, sagt Manfred vom Sondern, CIO der Stadt Gelsenkirchen und Betriebsleiter des städtischen IT-Dienstleisters gkd-el. Die assoziativen Fähigkeiten der KI, die unter anderem für das Halluzinieren verantwortlich sind, kommen daher nicht bei den Antworten, sondern nur bei der Interpretation von Fragen zum Einsatz, erklärt Evocenta. Wie hilfreich sie dabei sein können, demonstriert Heiko Eich, Chief Development Officer des Unternehmens, am Beispiel des Untersuchungsberechtigungsscheins. Nur die wenigsten haben die korrekte Bezeichnung für „den Schein, den der Sohn für seinen Schülerjob braucht“ parat, aber die KI verstehe trotzdem, worum es geht.

Ab dem kommenden Jahr soll EMMA AI zunächst in sechs Bereichen einfache Fragen beantworten, kündigt Evocenta an. Bei der An- und Ummeldung des Wohnsitzes, Auskünften über die Steuer-ID, Meldebescheinigungen, der Beantragung von Personalausweisen, Reisepässen und Führungszeugnissen sowie rund um den bereits erwähnten Untersuchungsberechtigungsschein unterstütze die digitale Assistentin dann rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Weitere Anwendungsfälle seien angedacht. Die KI könnte beispielsweise für die Terminvergabe für das Standesamt oder die Ahnenforschung eingesetzt werden 

EMMA AI muss noch in die Systeme der Stadtverwaltung implementiert werden. Dabei soll die Lösung nicht exklusiv für Gelsenkirchen bleiben. Schon jetzt erarbeite die Stadt in einem anderen Projekt – Urban.KI –  gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule Standards für Kommunen in ganz Deutschland.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
2 Männer vor Bildschirm, die einen Startknopf drücken_KI_Chatbot_INGO-gestartet

St. Ingbert: Chatbot INGO gestartet

[02.07.2026] Bürgerinnen und Bürger in St. Ingbert können sich künftig auch an Chatbot INGO wenden. Rückmeldungen aus der Nutzung fließen in die Optimierung des Angebots ein. mehr...

cit intelliForm KIM

cit: KI für Low-Code-Plattform

[02.07.2026] Mit cit intelliForm KIM hat Anbieter cit seine Low-Code-Plattform um eine KI-Komponente erweitert. Sie soll den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, die Effizienz der Verwaltung steigern und die digitale Souveränität stärken. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Axians Infoma: Intelligente Prozessautomatisierung

[01.07.2026] Klare Regeln und menschliche Kontrolle sollen den Einsatz neuer KI-Agenten in Infoma Online absichern. Die digitalen Assistenten übernehmen vorbereitende Arbeitsschritte in der kommunalen Sachbearbeitung; zunächst bei Stundungen, Amtshilfeersuchen sowie der Bearbeitung von Bankverbindungen und SEPA-Mandaten. mehr...

Ansicht von Wolfsburg, Autistadt Museum

Wolfsburg: Mit KI Park die Zukunft im Blick

[30.06.2026] Die Stadt Wolfsburg und das KI-Innovationsnetzwerk KI Park haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel ist es unter anderem, passende Anwendungsfelder zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wolfsburg zu identifizieren. mehr...

Smart CJM: KI-Lösungen integriert

[30.06.2026] Die KI-gestützten mehrsprachigen Voicebots von neuraflow und Zaitgeist werden jetzt in die Plattform Smart NexCX von Smart CJM eingebunden. Bürgerinnen und Bürger können damit Termine bei ihrer Kommune telefonisch rund um die Uhr buchen. mehr...

Gruppenbild

Kreis Borken: KI-Assistent für Pflegeanträge

[29.06.2026] Der Kreis Borken hat im Agentic AI Hub des BMDS einen KI-Assistenten für Anträge auf Hilfe zur Pflege erprobt. In ausgewählten Arbeitsschritten sank die Bearbeitungszeit nach Angaben des Kreises um bis zu 35 Prozent. Nun soll die Lösung in den Echtbetrieb gehen. mehr...

Bildschirm_Stühle_Abschluss_Agentic_AI_Hub

Agentic AI Hub: München erprobt KI

[25.06.2026] Im Rahmen des Agentic AI Hub wurde in München ein funktionsfähiger, KI-basierter Prototyp entwickelt, der die Bearbeitung von Anträgen im Bereich Einbürgerung und Ausländerrecht deutlich beschleunigt. mehr...

Komm.ONE: Hackathon zu KI-Lösungen

[25.06.2026] Studierende haben beim Hackathon #CodeTheState KI-Lösungen für Herausforderungen in Kommunen entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, wie Städte, Gemeinden und Landkreise von neuen Ansätzen für Krisenschutz, Geodaten und digitale Verwaltungsprozesse profitieren könnten. mehr...

Luftaufnahme Stadt Trier

Trier/Mainz/Ludwigshafen/Koblenz: KI-Kooperation besiegelt

[24.06.2026] Damit nicht jede Verwaltung ihre eigenen Lösungen aufbauen muss, wollen die rheinland-pfälzischen Städte Mainz, Ludwigshafen, Trier und Koblenz bei der Entwicklung von KI-Anwendungen künftig eng zusammenarbeiten. mehr...

Montage mit Fiormenlogos und Laptop

Komm.ONE/neuraflow: KI-Ökosystem für Kommunen

[23.06.2026] Der IT-Dienstleister Komm.ONE und das GovTech-Unternehmen neuraflow bieten Kommunen in Baden-Württemberg ein KI-Ökosystem auf souveräner deutscher Cloud-Infrastruktur. Die Lösung soll Bürgerservice und interne Abläufe unterstützen und dabei Datenschutzvorgaben einhalten. mehr...

Fabasoft: Erweiterung um KI-Funktionen

[22.06.2026] Fabasoft Boards erweitert seine Plattform für digitales Sitzungsmanagement um neue KI-Funktionen. Die Software soll Verwaltungsräte und Führungsgremien bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Sitzungen entlasten und gleichzeitig hohe Anforderungen an Datenschutz und Compliance erfüllen. mehr...

Drei Männer vor einem Bildschirm_KI-Chatbot in Gütersloh vorgestellt

Gütersloh: Chatbot erweitert Service

[22.06.2026] Die Stadt Gütersloh hat ihr Serviceangebot für Bürgerinnen und Bürger um einen Chatbot erweitert. Der digitale Assistent gibt in mehr als 100 Sprachen barrierefrei Auskunft. Ein Avatar im Rathausfoyer soll den Service künftig erweitern. mehr...

Symbol_Chatbot_Stadt_Bingen_BIN_KI

Bingen: Beliebter Chatbot

[18.06.2026] Der Binger Chatbot BIN-KI erfreut sich großer Beliebtheit: Mehrere tausend Bürgeranfragen gingen seit Jahresbeginn ein, eine mehrsprachige Eingabe ist im Echtbetrieb und weitere Ausbauschritte befinden sich bereits in der Umsetzung. mehr...

Die pandemische Lage hat auch 2021 die Themen Datenschutz und Informationsfreiheit bestimmt.

Baden-Württemberg: Arbeitshilfen zu KI in der Verwaltung

[18.06.2026] Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Baden-Württemberg hat zwei neue Praxishilfen vorgelegt. Dabei geht es um KI-Transkription von Gemeinderatssitzungen sowie um den § 3a Landesdatenschutzgesetz zum KI-Einsatz in der Verwaltung. mehr...

URBAN.KI: Umfrage zum KI-Einsatz

[17.06.2026] Die KI-Initiative URBAN.KI hat eine Umfrage zum Einsatz von KI in Kommunen gestartet. Die Teilnahme ist bis zum 31. Juli möglich. mehr...