Donnerstag, 29. Oktober 2026

Kreis PaderbornSystematisches Prozessmanagement

[17.07.2025] Um Wissen in der Verwaltung zu halten und deren Abläufe zu optimieren, hat der Kreis Paderborn ein professionelles Prozessmanagement eingeführt. Für den Projekterfolg waren eine aktive interne Kommunikation und die Unterstützung durch den Verwaltungsvorstand entscheidend.
Sechs Personen stehen nebeneinander vor einer Hauswand, zwischen Hauswand und Personengruppe ist das Logo der Picture GmbH zu sehen.

Der Start ins professionelle Prozessmanagement war im Kreis Paderborn Teamarbeit.

(Bildquelle: Picture GmbH)

Ein systematisches Prozessmanagement hat der Kreis Paderborn eingeführt. Picture hat die nordrhein-westfälische Kommune auf diesem Weg begleitet. Wie das Unternehmen berichtet, wollte Paderborn durch professionell dokumentierte und optimierte Abläufe Wissen sichern, Ressourcen sparen, die Mitarbeitenden entlasten und die Dienstleistungsqualität für Bürgerinnen und Bürger verbessern. Um dies zu erreichen, haben der Kreis und die Picture-Expertinnen und -Experten rund 18 Monate lang Prozesse analysiert und optimiert. Zunächst sei in praxisnahen Workshops ein zentrales Prozessregister aufgebaut und ausgewertet worden. Auf dieser Basis haben die Projektbeteiligten dann ausgewählte Prozesse modelliert und gezielt optimiert. Für die dauerhafte Verankerung des Prozessmanagements seien in der Picture-Prozessplattform individuelle Konfigurationen und technische Workflows eingerichtet worden. Auch habe man zentrale Personengruppen innerhalb der Kreisverwaltung im Prozessmanagement befähigt. Im Ergebnis verfüge der Landkreis nun mit einem qualitätsgesicherten Prozessregister und individuell eingerichteten technischen Voraussetzungen über eine stabile Basis im Prozessmanagement.

Für den Projekterfolg war die aktive interne Kommunikation in der Kreisverwaltung wichtig, heißt es in der Picture-Meldung. „Wir haben regelmäßig offene Informationsveranstaltungen organisiert und mit gezielten Aktionen wie einem verwaltungsweiten Gewinnspiel das Interesse am Prozessmanagement geweckt“, bestätigt Claudia Beverungen, Leiterin des Amts Zentrale Dienste. „So konnten wir viele Mitarbeitende für das Thema begeistern.“ Ebenso entscheidend war die Unterstützung der Führungsebene, wie Prozessmanager Lukas Höber betont: „Die positive Haltung und das Engagement des Verwaltungsvorstands haben das Projekt maßgeblich ermöglicht. Ohne diesen Rückhalt wäre der erfolgreiche Verlauf so nicht denkbar gewesen.“

Ein positives Fazit zieht auch Laura Sophie Weich, Beraterin bei Picture: „Das Projektteam des Kreises Paderborn war äußerst engagiert und brachte bereits viele Vorkenntnisse mit. Diese Voraussetzungen haben eine effektive Zusammenarbeit ermöglicht.“

In internen Schulungen werden im Kreis Paderborn weitere Mitarbeitende für die Prozessmodellierung qualifiziert, teilt Picture mit. Auch wolle die Verwaltung das Thema Prozessmanagement in interkommunaler Zusammenarbeit weiter vorantreiben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
bericht

Registermodernisierung: Was Kommunen jetzt tun sollten

[28.10.2026] Die Registermodernisierung nimmt Fahrt auf. Was Kommunen bereits jetzt vorbereiten können, welche Erfahrungen erste Pilotprojekte liefern und wie gemeinsame IT-Lösungen die Umsetzung erleichtern sollen, diskutierten Experten im Webinar „Kommune21 im Gespräch“. mehr...

bericht

Darmstadt: Leuchtturmpolitik ist beendet

[26.10.2026] Ein massiver Ausfall des E-Mail-Systems hat in Darmstadt die Schwachstellen einer über Jahre gewachsenen IT-Infrastruktur offengelegt. Im Interview mit Kommune21 sprechen Oberbürgermeister Hanno Benz und Digitalisierungsdezernent Holger Klötzner über die Konsequenzen, welche die Stadt aus dem Vorfall zieht. mehr...

Handshake zu viert

Registermodernisierung: Gemeinsam zum cloudbasierten Register

[22.10.2026] AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport wollen eine gemeinsame Plattform für Register-as-a-Service entwickeln und betreiben. Cloudbasierte Dienste und standardisierte Adapter sollen den Anschluss von Registern an die Infrastruktur der Registermodernisierung vereinfachen. mehr...

Modernes Konzept für technischen Support mit Touchscreen-Oberfläche, die verschiedene Kommunikationssymbole anzeigt, sowie einem Headset für Kundenservice-Lösungen.

Böblingen: IT-Support teilweise ausgelagert

[13.10.2026] Die Stadt Böblingen hat die Erstannahme von IT-Störungen und Anwenderanfragen an den IT-Dienstleister enthus vergeben. Damit will die Verwaltung ihre IT-Abteilung entlasten und Kosten sparen. Die Bearbeitung der Störungen und die Verantwortung für die Fachverfahren bleiben bei der Stadt. mehr...

bericht

Cloud-Infrastruktur: Souveräne Smart City

[07.10.2026] Smarter, vernetzter, bürgerfreundlicher und trotzdem digital souverän. Städte und Gemeinden müssen sich modernisieren und gleichzeitig die Herrschaft über ihre digitale Zukunft behalten. Eine standardisierte und interoperable Cloud-Architektur hilft dabei. mehr...

Grünlich ausgeleuchteter Gang in einem Rechenzentrum, Mann mit Arbeitsweste und Tablet aus Untersicht aufgenommen
bericht

RPM Technical Solutions: Rechenzentren modernisieren – bei laufendem Betrieb

[06.10.2026] Rechenzentren müssen technisch up to date sein, um Performance und Sicherheit zu gewährleisten. Sie im Live-Betrieb ohne Ausfälle umzubauen, ist anspruchsvoll. Der Rechenzentrumsspezialist RPM Technical Solutions erläutert in einem Fachbeitrag, wie worauf es dabei ankommt. mehr...

Hand mit Holzsteinchen, auf denen Icons für Aktenordner und Pfeile aufgedruckt sind

KDN sozial: Registermodernisierung einfach erklärt

[01.10.2026] Die Registermodernisierung gilt als Basis für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung. Doch was ändert sich dadurch eigentlich für die Hersteller und Anwender von Fachverfahren? Ein Informationsangebot von KDN.sozial erläutert die wichtigen Basics. mehr...

Ausschnitt eines Computer-Keyboards, bei dem die Return-Taste die Aufschrift "Open Source" trägt.

ZenDiS: openDesk-Partnerprogramm startet

[24.09.2026] Die Nachfrage nach der digital souveränen Office- und Kollaborationssuite openDesk ist hoch. Das ZenDiS, das die Lösung seit 2024 weiterentwickelt, reagiert darauf mit neuen Bezugswegen: Erstmals können neben öffentlichen IT-Dienstleistern auch privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister eigene openDesk-Enterprise-Angebote aufbauen. mehr...

Das passende Vorgehensmodell zu wählen

Hessen: Land fördert Low Code für Kommunen

[17.09.2026] Der Main-Kinzig-Kreis will die Open-Source-Plattform Limbas für den Einsatz in Kommunalverwaltungen weiterentwickeln. Das Land Hessen unterstützt das Projekt OSLOCO-Hessen mit rund 1,3 Millionen Euro. Verwaltungen sollen damit eigene Anwendungen ohne spezielle Programmierkenntnisse erstellen können. mehr...

Abgedunkelter Saal mit Holzvertäfelung, Blick über Zushcauerköpfe aufs Podium, wo man eine grüße Projektion und verschiedene Flaggen sieht.

Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau

[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...

Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...