Montag, 8. Juni 2026

Baden-WürttembergChatbot telli macht Schule

[20.10.2025] Mit telli steht in Baden-Württemberg nun ein speziell für den schulischen Einsatz entwickelter Chatbot zur Verfügung. Er unterstützt Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung und Schülerinnen und Schüler im Schulalltag. Der digitale Assistent soll kontinuierlich verbessert und erweitert werden.
Ein humanoider Roboter steht inmitten eines Klassenzimmers, umgeben von Kindern.

Der virtuell verfügbare Chatbot kann auch im unterrichtlichen Kontext oder zu schulorganisatorischen Zwecken eingesetzt werden.

(Bildquelle: yourapechkin/123rf.com)

In Baden-Württemberg können nun alle Schulen den auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Chatbot telli nutzen. Wie das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport mitteilt, steht er über die digitale Bildungsplattform SCHULE@BW zur Verfügung. In der Startversion wartet der speziell für den schulischen Einsatz entwickelte Bot mit Chat, Dialogpartner, Lernszenario und Assistenten auf, sodass die Nutzer möglichst vielfältig interagieren können. Es können dabei unterschiedliche Large Language Models genutzt werden.

Telli könne sowohl zur Unterrichtsvorbereitung als auch im unterrichtlichen Kontext oder zu schulorganisatorischen Zwecken eingesetzt werden. Lehrkräfte können mit telli beispielsweise Materialien oder verschiedene Personas für den Unterricht erstellen, erklärt das Ministerium. Auch können sie Schülerinnen und Schüler etwa durch differenzierte Schwierigkeitsgrade bei Aufgaben oder Übersetzungen individualisierter unterstützen. Darüber hinaus können an dem Modell die Chancen, Risiken und Grenzen des KI-Einsatzes mit den Lernenden reflektiert werden. Die Nutzung erfolge über den Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen (VIDIS). Die Eingaben werden laut Ministerium nicht zum Training der Sprachmodelle genutzt.

Keine fertige Lösung

Bei telli handelt es sich um ein Teilprojekt des länderübergreifenden Digitalpakt-Vorhabens AIS (Adaptives Intelligentes System), berichtet das Ministerium. Entwickelt habe es das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU). Es sei so konzipiert, dass es an die Bedürfnisse der Länder angepasst werden kann. Die Entwicklung von telli werde außerdem kontinuierlich durch eine pädagogische Fachgruppe mit Lehrkräften aus den verschiedenen Bundesländern begleitet.

In Baden-Württemberg gehe der Bot mit einer schlanken Ausstattung an den Start. Ziel sei es, gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern sowie deren Feedback, das Angebot kontinuierlich zu verbessern und zu erweitern. Es handle sich also nicht um eine fertige Lösung, sondern um eine Grundversion, die über die Zeit von einer hohen Nutzerzahl und entsprechender Weiterentwicklung profitieren soll. 

Für die Nutzung stehen auch verschiedene Support- und Unterstützungsangebote zur Verfügung. Das Servicecenter Schulverwaltung sei wie bei allen Bausteinen der Digitalen Bildungsplattform der erste Ansprechpartner. Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) bietet Fortbildungen zum Thema KI an.

telli unterstützt vielseitig

„Wir geben den Schulen mit telli ein Instrument an die Hand, das sie einerseits bei ihren täglichen Aufgaben entlastet, anderseits aber auch den datenschutzkonformen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht ermöglicht“, sagt Sandra Boser, Staatssekretärin im Kultusministerium Baden-Württemberg. „Damit gewährleisten wir den notwendigen Zugang zu einer wichtigen Technologie und den kritisch-konstruktiven Umgang damit im schulischen Lernumfeld.“ Schulleitungen können den Bot über das Beantragungs(BEA)-Tool in SCHULE@BW aktivieren.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
bericht

Worms: 27 Schulen, eine Plattform

[03.06.2026] Mit einer zentral verwalteten Netzwerkplattform hat die Stadt Worms die Grundlage für digitalen Unterricht an 27 Schulen geschaffen – unabhängig von Schulform, Gebäudealter oder individuellen Voraussetzungen. Gemeinsam mit ihren Partnern konnte die Kommune eine leistungsfähige und datenschutzkonforme Infrastruktur aufbauen. mehr...

eine Gruppe von Personen steht vor einem Gebäude

Schleswig-Holstein: Alle Schulen am Netz

[02.06.2026] Erfolgreicher Abschluss des Projekts „Schulen ans Netz“: Als erstes Flächenland in der Bundesrepublik hat Schleswig-Holstein alle seine öffentlichen Schulen an das Glasfasernetz angebunden. mehr...

Chatbots kommen vermehrt im öffentlichen Sektor zum Einsatz.

Berlin: AIS.chat unterstützt beim Lernen

[26.05.2026] In Berlins öffentlichen Schulen kann jetzt mit dem Chatbot AIS.chat gearbeitet werden. Die datenschutzkonforme KI-Lösung unterstützt Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung und soll Schülern neue Zugänge zu Unterrichtsthemen eröffnen. mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Composite: Hand greift nach einem Cloud-Icon, blauer Hintergrund
bericht

Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365

[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...

Kind vor Tablet_ telli in Bremen
bericht

Bremen: Pionier für telli

[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...

Schulranzen mit daran angelehntem Tablet, im Hintergrund eine grübe Kreidetafel.

Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware

[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...

Klassenzimmer-Kulisse: Eine Frau mit langen Locken (Maria Borelli) beugt sich über den Schultisch von zwei Grundschülern, die vor einem Laptop sitzen.

Berlin: Schnelles Internet für alle Schulen

[13.04.2026] In Berlin verfügen alle öffentlichen Schulen nun über schnelles Internet. Möglich wurde das durch ein vom ITDZ koordiniertes landesweites Programm. Mit einer Reform des Schulgesetzes sichert der Senat die weitere digitale Schulentwicklung rechtlich stärker ab. mehr...

auf einem stilisierten Laptop stehen Schultische und -bänke
bericht

Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools

[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...

Pressekonferenz in einer Schule zur Einführung von telli in Thüringen

Thüringen: KI verstehen mit telli

[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...

Das Lern-Management-System itslearning soll bald für alle baden-württembergischen Schulen verfügbar sein.

Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?

[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...

Collage eines jungen Schülers in Schwarz-Weiß, der einen Rucksack und eine Lupe hält, vor einem Notebook-Bildschirm, isoliert auf farbigem Hintergrund.
bericht

Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff

[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem digitalen Monitor versammelt, auf dem der Aachener Konzept-O-Mat präsentiert wird.

Aachen: Automat für Medienkonzepte

[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...

Aufsicht auf einen Schultisch, man sieht einen Laptop und eine Computermaus, auf der eine Kinderhand ruht.

Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen

[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...

Stadtrat Nürnberg

Nürnberg: Schul-IT als Daueraufgabe

[16.03.2026] Im Rahmen der IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ wurden in den vergangenen neun Jahren zahlreiche Erfolge erzielt. Diese hat das Referat für Schule und Sport jetzt in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. mehr...