Mittwoch, 22. April 2026

RosenheimUmfassende Cloud-Migration

[21.01.2026] Wie eine sichere, wirtschaftliche und souveräne Cloud-Einführung im öffentlichen Sektor gelingen kann, zeigt sich in Rosenheim. Schrittweise wurden hier Verwaltung, Stadtgesellschaften und Schulen datenschutzkonform auf Microsoft 365 migriert.
Blick auf das Rosenheimer Rathaus.

Mit der Cloud-Migration hat Rosenheim ein Projekt mit Signalwirkung für eine wirkungsvolle und zugleich verantwortungsvolle Digitalisierung umgesetzt.

(Bildquelle: Stadt Rosenheim)

In Rosenheim sind die Stadtverwaltung, die städtischen Gesellschaften und alle 15 kommunalen Schulen erfolgreich in die Microsoft-Cloud migriert worden. IT-Dienstleister conet hat das Vorhaben von der initialen Evaluation und Konzeption bis in die Umsetzung begleitet. Nun sorgt das Unternehmen laut eigenen Angaben für den laufenden Support, die Weiterentwicklung und die Betriebsunterstützung in der bayerischen Kommune.

Den angekündigten Ablauf des Hersteller-Supports für die On-Premise-Lösungen Windows 10 und Exchange von Microsoft beschreibt conet als Anstoß für Rosenheims Cloud-Migration. Die Stadt habe nach einer Folgelösung gesucht, die der Rosenheimer IT- und Digitalisierungsstrategie 2035 gerecht wird. Somit standen die Digitale Souveränität, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit im Fokus.

Conet habe daraufhin einen strukturierten Cloud-Readiness-Check durchgeführt. Der Dienstleister habe gemeinsam mit der Stadt die bestehende IT-Landschaft analysiert und fachliche, organisatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bewertet. Neben einer detaillierten Bestandsaufnahme zählten dazu unter anderem eine Gap-Analyse, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Gesamtkostenabschätzung, die Definition einer Cloud-Exit-Strategie sowie eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Im Ergebnis sei ein belastbares Zielbild für die Migration zu Microsoft 365 entstanden, das Cloud-Fähigkeit und Funktionalität, Kosten-Nutzen-Ratio, Datensouveränität, Informationssicherheit und Verwaltungsrealität von Beginn an angemessen in Einklang bringt.

Ergänzende Sicherheitsmechanismen

Nach der strategischen Entscheidung für die Microsoft-Cloud seien die Verwaltung, städtischen Gesellschaften und Schulen schrittweise migriert worden. Veraltete Windows-10- und Office-2016-Umgebungen wurden laut conet abgelöst, Clients auf Windows 11 aktualisiert und Microsoft 365 als zentrale Arbeitsplattform eingeführt. Insellösungen seien konsolidiert, ein zentrales Endpoint-Management etabliert und moderne Kollaborationsstrukturen mit Microsoft Teams, SharePoint und Exchange Online umgesetzt worden. Besondere Anforderungen ergaben sich bei der Einbindung der Schulen: Hier wurden Schüler- und Lehrerdaten datenschutzkonform integriert, digitale Klassenarbeitsräume automatisiert bereitgestellt und während der gesamten Umstellung der laufende Schulbetrieb zuverlässig gewährleistet, berichtet conet des Weiteren.

Um den Cloud-Betrieb nachhaltig abzusichern, ergänzen unabhängige Back-up-, Recovery- und Continuity-Lösungen in deutschen Rechenzentren die Sicherheitsmechanismen von Microsoft 365. Rollen- und Berechtigungskonzepte sowie Governance-Regeln runden die Lösung ab und ermöglichen eine nahtlose Integration in das übergreifende IT-Service-Management (ITSM). So könne die Plattform langfristig sicher bereitgestellt und erweitert werden. Parallel habe conet die IT-Mitarbeitenden der Stadt Rosenheim mittels Schulungen und Wissenstransfer weitergebildet, um den eigenständigen Betrieb, die Weiterentwicklung und eine zukünftige Skalierung der Umgebung sicherzustellen.

Projekt setzt Maßstäbe für andere Kommunen

Im Ergebnis profitieren die Verwaltungsmitarbeitenden von einer einheitlichen, modernen Arbeitsumgebung, während die Microsoft-Infrastruktur eine starke Basis für erweiterte digitale Bürgerdienste bietet. „Mit unserer erfolgreichen M365-Migration haben wir die bestmögliche Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit im Jetzt erreicht und sichern zugleich maximale Flexibilität für eine erfolgreiche Weiterentwicklung hin zu umfassender digitaler Souveränität für die Zukunft“, sagt Patricia Rebmann, Dezernentin des für Digitalisierung verantwortlichen Dezernats I der Stadtverwaltung Rosenheim. „conet hat uns dabei sowohl beratend als auch in der praktischen Umsetzung zuverlässig und mit hoher Qualität unterstützt und unser eigenes Fach-Know-how passend ergänzt und erweitert.“

Wie IT-Dienstleister conet mitteilt, handelt es sich bei dem Rosenheimer Projekt um eines der umfassendsten kommunalen Microsoft-365-Migrationsvorhaben in Bayern. Es sei somit ein praxisnahes Referenzmodell für eine sichere, wirtschaftliche und souveräne Cloud-Einführung im öffentlichen Sektor.





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