Dienstag, 26. Mai 2026

BremenKI-Assistenz für Behördendienste

[25.02.2026] Der Bremer Senat stellt 500.000 Euro für einen KI-Assistenten im Serviceportal bereit. Die Anwendung soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig verlässlich durch Verwaltungsleistungen führen und den Zugang zu digitalen Angeboten gezielt erleichtern.
Frau in einem hellen Büro starrt mit genervtem Gesichtsausdruck auf einen Computerbildschirm

Undurchdringlicher Antragsdschungel? In Bremen soll ein KI-Assistent entstehen, der Antragstellenden bei der Bearbeitung ihrer Anliegen hilft.

(Bildquelle: dragoscondrea/123rf.com)

Die Freie Hansestadt Bremen beginnt mit der Planungsphase für einen neuen digitalen Assistenten für ihr Serviceportal. Für das Vorhaben hat der Senat gestern (24. Februar 2026) 500.000 Euro aus dem Investitionssofortprogramm beschlossen. Der KI-Assistent soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen schrittweise durch Verwaltungsverfahren führen und offene Fragen klären – und damit den Zugang zu Online-Leistungen deutlich erleichtern, heißt es in einer Pressemeldung des Finanzsenats. Es sei vorgesehen, die KI fest in das Serviceportal zu integrieren – dort auffindbar, wo die meisten Nutzerinnen und Nutzer in die Verwaltungsverfahren einsteigen. Dabei habe die Lösung ausschließlich auf geprüfte Informationen der Verwaltung Zugriff.

Entlastung für alle

Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen wird es durch den Assistenten erleichtert, den richtigen Antrag zu finden und ihn vollständig mit allen erforderlichen Unterlagen abzugeben. „Das zeigt, wie KI dabei helfen kann, die öffentliche Verwaltung digitaler und noch bürgernäher zu gestalten“, sagt Bremens Finanzsenator Björn Fecker. Auch die Beschäftigten in der Verwaltung profitierten: Für sie reduziere sich der Arbeitsaufwand, wenn Anträge vollständig abgegeben werden und Rückfragen entfallen. „Dieses Potenzial von KI für den gegenseitigen Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltung wollen wir zielgenau heben“, betont Fecker.

Klärung wichtiger Fragen

Darüber hinaus kann der KI-Assistent gezielte Auskünfte erteilen, etwa zu Gebühren, erwarteten Bearbeitungszeiten, Zuständigkeiten und Ähnlichem. Er unterstützt aber auch bei komplexeren Anliegen: So kann er dazu beitragen, Antragsvoraussetzungen und Antragsberechtigung zu klären oder auf fehlende oder widersprüchliche Angaben hinweisen. In der Umsetzung liegt der Schwerpunkt laut der Pressemeldung zunächst auf Leistungen mit hoher Nachfrage und relevanter Online-Nutzung. Perspektivisch sei eine Ausweitung auf weitere Leistungen vorgesehen. Die Lösung wird barrierefrei konzipiert; im Projektverlauf soll außerdem geprüft werden, in welchem Umfang mehrsprachige Unterstützung – vor allem für stark nachgefragte Leistungen – umsetzbar ist.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Hannover_Hanni_icon

Hannover: Digitale Kontaktwege erweitert

[11.05.2026] Hannovers Chatbot Hanni ist jetzt auch per Telefon und WhatsApp erreichbar. Damit erweitert die niedersächsische Landeshauptstadt ihre digitalen Kontaktwege und sorgt für mehr Service und Zugänglichkeit. mehr...

Vor einer Hecke stehen verschiedene Mülltonnen

Kreis Leer: Voicebot Hainz berät zur Müllabfuhr

[08.05.2026] Über einen neuen telefonischen Service verfügt jetzt der Abfallwirtschaftsbetrieb im Kreis Leer: Voicebot Hainz berät Kunden künftig rund um die Uhr zu Abfallarten, Abfuhrterminen, Annahmestellen oder Öffnungszeiten. mehr...

mit punkten durchzogenes Gehirn vor Laptop-Bildschirm

Initiative #MyAI: Aktionsmonat für kommunale KI

[05.05.2026] Viele Verwaltungen arbeiten gerade an ähnlichen Fragen: Wie lässt sich KI verantwortungsvoll einführen? Wie gelingt der Schritt vom Piloten in den Alltag? Im Aktionsmonat Mai wollen rund 25 Städte und Gemeinden unter dem Hashtag #MyAI2026 genau das sichtbar machen. 
 mehr...

Fliegende Euro-Banknoten vor dem Himmelshintergrund. Geld fliegt in der Luft. 500 Euro in Farbe. 3D-Darstellung
bericht

Förderwesen: Mittel automatisiert beantragen

[04.05.2026] Jährlich bleiben mehrere Millionen Euro an Fördermitteln ungenutzt. Das liegt zum einen an der komplexen, teils unübersichtlichen Förderlandschaft, zum anderen am hohen administrativen Aufwand, der mit dem Abruf von Fördermitteln verbunden ist. Der Einsatz digitaler Lösungen kann hier Abhilfe schaffen. mehr...

Zwei Personen sitzen vor einem Bildschirm auf dem die SMARD-Gov-Plattform zu sehen ist

Prosoz: Workshop zum Projekt SMARD-Gov

[24.04.2026] Einen Online-Workshop zum datenschutzkonformen Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung veranstaltet das Unternehmen Prosoz. Hintergrund ist das Forschungsprojekt SMARD-Gov. mehr...

Das Wohngeld Plus soll Bürger von hohen Energiekosten und gestiegenen Mieten entlasten.

Tübingen: KI für Wohngeld im Test

[23.04.2026] In Tübingen können sich Studierende beim Ausfüllen des Wohngeldantrags jetzt KI-Unterstützung holen. Die Testphase läuft noch bis 1. Mai. Denkbar sind perspektivisch eine Übertragung auf weitere Anträge für soziale Leistungen sowie eine Nachnutzung durch andere Kommunen. mehr...

Prosoz / Intric: KI für sensible Bürgerdaten

[23.04.2026] Prosoz und Intric pilotieren gemeinsam eine souveräne KI-Infrastruktur in deutschen Kommunalverwaltungen. Der Pilot umfasst die KI-gestützte Transkription und Dokumentation in Fachbereichen mit sensiblen Bürgerdaten in mehreren deutschen Städten. mehr...

Gruppenfoto

Prozessautomatisierung: 17 Kommunen pilotieren KI

[22.04.2026] Mit dem Agentic AI Hub etabliert das BMDS eine Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung und jungen KI-Firmen. Im Rahmen des bundesweiten Pilotprojekts sollen administrative Routinen in technische Prototypen übersetzt und von KI-Systemen abgearbeitet werden - in ganz unterschiedlichen Bereichen. mehr...

Landtagsabgeordneter Felix Locke, Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring, Landrat Ben Schwarz in der Digitalen Bürgerwabe

Kreis Roth: Start für die Digitale Bürgerwabe

[22.04.2026] Künstliche Intelligenz unterstützt Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Roth künftig bei Behördengängen. Die Digitale Bürgerwabe verbindet elektronische Verwaltung und Vor-Ort-Service und hilft etwa beim Ausfüllen von Formularen. Eingesetzt wird der Prototyp zunächst für den Antrag auf Wohngeld. mehr...

Eine Person im hält ein Smartphone in der Hand, daneben ist symbolhaft ein Chatbot mit Sprechblasen abgebildet.

Smart CJM: Intelligente Terminbuchung

[22.04.2026] Ein KI-gestütztes Customer-Journey-Management für die öffentliche Verwaltung hat jetzt das Unternehmen Smart CJM mit seiner neuen Plattform Smart NexCX im Angebot. Im Zusammenspiel mit der Komponente Smart Connect AI soll sie Kommunen unter anderem eine effiziente Terminplanung ermöglichen. mehr...

Oberhausen: Innovative Zusammenarbeit für KI

[20.04.2026] Die Stadt Oberhausen hat gemeinsam mit anderen Kommunen und IT-Dienstleistern eine Kooperationsgemeinschaft für KI-Lösungen aufgebaut. Für das Projekt KommI wurde die Stadt jetzt vom Land Nordrhein-Westfalen mit dem Preis für innovative interkommunale Zusammenarbeit gewürdigt. mehr...

Eine Person tippt auf einer Tastatur.

Schwentinental: Planungs-KI von Dataport

[20.04.2026] Der IT-Dienstleister Dataport hat eine Planungs-KI für die Stadt Schwentinental entwickelt. Finanzielle Unterstützung kam vom Land Schleswig-Holstein im Rahmen des Programms Offene Innovation. mehr...

Nahaufnahme eines Telefons auf einem Schreibtisch, männlcihe Hände halten den Hörer fest und tippen auf Tastenfeld.

Nürnberg: Ruft! Uns! An!

[17.04.2026] Die Stadt Nürnberg ist gerade damit befasst, einen KI-gestützten Voicebot einzuführen, der rund um die Uhr Auskünfte zu Verwaltungsleistungen erteilen soll. Bürgerinnen und Bürger wirkten mit: In einer Probephase wurden Rückmeldungen gesammelt und umgesetzt und der Bot weiter trainiert. mehr...

KI-Voicebot Sonny fängt eine Mülltonne mit dem Kabel eines Telefons als Lasso ein

SYNQONY: Voicebot für die Abfallwirtschaft

[13.04.2026] Einen KI-Voicebot für die kommunale Abfallwirtschaft hat das Unternehmen SYNQONY entwickelt. Derzeit wird der digitale Abfallberater Qonny in einem Pilotprojekt mit dem Kreis Leer getestet. mehr...

Hände tippen auf Computer-Keyboard (leicht unscharf), davor gerenderter Kopfumriss aus helltürkisen Punkten und Linien

Niederrhein: Interkommunal zu KI

[09.04.2026] Fünf Niederrhein-Kommunen haben gemeinsam einen datenschutzkonformen KI-Assistenten zur internen Nutzung beschafft. Die Nachnutzung durch weitere Kommunen ist möglich. mehr...