Nordrhein-WestfalenKommunen melden ihre Baustellen digital

NRW will mit Straßenbaustellen künftig schneller vorankommen und Umleitungschaos vermeiden.
(Bildquelle: Sebastian Göbel/pixelio.de)
In Nordrhein-Westfalen soll die Baustellenkoordination einheitlicher und digitaler werden: Alle Kommunen und andere Baulastträger sollen ihre Baustellen künftig digital melden. Schon jetzt gibt es mit dem System Traffic Information Center (TIC Kommunal) eine landeseigene digitale Plattform zur Baustellenkoordination, über die Baustellen gemeldet werden können. Derzeit nutzen neben der Autobahngesellschaft des Bundes und dem Land Nordrhein-Westfalen bisher 155 Kommunen und Kreise die webbasierte Lösung – nur etwas mehr als ein Drittel.
Bisher beruhte die Teilnahme auf Freiwilligkeit. Um eine einheitliche, vollständige und aktuelle Datengrundlage zu verkehrlich relevanten Baustellen zu schaffen und damit die regionsübergreifende Koordination zu erleichtern, soll die Nutzung einer Baustellenkoordinierungsplattform ab 1. Januar 2027 verbindlich werden. Dies soll im Straßen- und Wegegesetz Nordrhein-Westfalen (StrWG NRW) verankert werden.
Die Landesverkehrszentrale unterstützt Kommunen, die TIC Kommunal nutzen, durch Schulungen und kostenfreien First-Level-Support. Kommunen können aber auch bereits eingesetzte Lösungen nutzen, sofern diese die Daten an NRW.Mobidrom übermitteln. Im Idealfall tragen Kommunen, Kreise und Baulastträger die geplanten Baustellen und mögliche Umleitungsstrecken frühzeitig bei TIC Kommunal ein. Die Daten fließen dann zugleich in die Landesverkehrszentrale und zur Landesagentur für Mobilitätsdaten, NRW.Mobidrom, wo sie zu einem landesweiten Lagebild zusammengeführt werden.
Dieses umfassende Lagebild nutzt Kommunen wie Verkehrsteilnehmenden. Zum einen gleicht das System neue Eingaben automatisch mit schon gemeldeten Maßnahmen ab und zeigt Überschneidungen und potenzielle Konflikte. Kommunale Behörden können diese Hinweise nutzen, um Zeitpläne und Verkehrsführungen anzupassen oder um Maßnahmen zu bündeln – auch über Verwaltungsgrenzen hinweg. Zudem werden Baustelleninformationen auch über die Mobilithek des Bundes bereitgestellt und von Navigationsdiensten, Verkehrsinformationsanbietern und Medien weiterverbreitet.
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