Freitag, 20. März 2026

LeipzigVieles ist schon online möglich

[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an.
Finger tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund Bokeh-Effekte

Leizig stellt mehr als 300 Online-Services bereit und arbeitet auch an der End-to-End-Digitalisierung von Verwaltungsdiensten.

(Bildquelle: mikkiorso/123rf.com)

In Leipzig lassen sich viele Behördengänge bequem von zu Hause erledigen. Mehr als 300 Online-Services und -Formulare stehen den Leipzigerinnen und Leipzigern nach Angaben der Stadt derzeit im Serviceportal zur Verfügung. Insbesondere die elektronische Wohnsitzanmeldung wird demnach stark nachgefragt. Rund 2.600 Menschen haben ihren Wohnsitz seit deren Start im Oktober 2025 bereits online an- oder umgemeldet – ganz ohne persönliches Erscheinen im Bürgerbüro. Die elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) wurde im Rahmen der OZG-Umsetzung von der Freien und Hansestadt Hamburg nach dem Einer-für-Alle-Prinzip entwickelt, mittlerweile nutzen zahlreiche Meldebehörden in ganz Deutschland diesen Online-Dienst.

Auch das Wohngeld – eine weitere EfA-Leistung, hier war Schleswig-Holstein bei der Entwicklung federführend – kann in Leipzig online beantragt werden. Im Jahr 2025 wurden in der sächsischen Metropole über 8.100 Wohngeldanträge digital gestellt. Zu den weiteren Online-Diensten, die zur Verfügung stehen, gehört auch die nachträgliche Bestellung von Personenstandsurkunden für Hochzeiten, steuerliche Angelegenheiten, Nachlassregelungen oder andere Anliegen – die benötigte Urkunde kommt dann per Post nach Hause. Seit Anfang März 2026 ist außerdem die An- und Ummeldung zur Hundesteuer digital möglich.

Doch nicht nur für die Leipziger Bürgerinnen und Bürger soll es komfortabler werden, einen Antrag zu stellen: Die Stadt arbeitet daran, immer mehr Leistungen vollständig digital anzubieten. Ziel ist es, Anträge nicht nur online entgegenzunehmen, sondern sie komplett digital zu bearbeiten – ohne Ausdrucke, ohne Scannen, ohne Papier. Das spart Zeit und schont Ressourcen. In diesem Rahmen will die Stadt auch vom bisherigen Servicekonto für digitale Anträge – also dem notwendigen Nutzeraccount – auf die bundeseinheitlichen Nutzerkonten BundID (für Bürgerinnen und Bürger) und MUK – Mein Unternehmenskonto (für Unternehmen) umstellen.



Stichwörter: Bürgerservice, Leipzig, OZG


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