ThüringenLand unterstützt Kommunen intensiv

Das Land Thüringen biete Unterstützung bei der kommunalen Digitalisierung, sagt Landes-CIO Milen Starke.
(Bildquelle: TSK / Andreas Pöcking)
In seinem aktuellen Prüfbericht kritisiert der Thüringer Rechnungshof, dass die Verwaltungsdigitalisierung in den Kommunen des Landes zu langsam vorankomme und noch nicht den gesetzlich vorgegebenen Standards entspreche. Der Bericht spricht von einem „erheblichen Verzug bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen“. Dazu meldet sich das Ministerium für Digitales und Infrastruktur (TMDI) nun zu Wort. „Wir haben das Problem erkannt und auf dieser Basis die Digitalstrategie Smart State konzipiert“, wird Digitalstaatssekretärin und Landes-CIO Milen Starke zitiert. „Wir haben den Austausch mit den kommunalen Spitzenverbänden intensiviert und unterstützen die Kommunen bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungen. Ich übernehme den Vorsitz des Standardisierungsboards im IT-Planungsrat und werde mich in dieser Funktion intensiv für eine stärkere Unterstützung der kommunalen Digitalisierung einsetzen.“
Zentralisierte Steuerung, intensiver Austausch
Mit den Maßnahmen aus der Digitalstrategie (wir berichteten) werde die Steuerung der Digitalisierung zentralisiert und vereinheitlicht, so Starke. Das Thüringer Digitalministerium definiert klare Standards und unterstützt Kommunen, indem Basisdienste zentral bereitgestellt und finanziert werden. Aktuell erfolgt gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister KIV Thüringen ein Pilotprojekt, in dessen Rahmen die IT der Kommune Vacha in die Thüringer Verwaltungscloud migriert wird. Im wieder einberufenen kommunalen Beirat E-Government gebe es einen intensiven Austausch mit den Kommunen zur Verwaltungsdigitalisierung, so das TMDI. Ein im TMDI angesiedeltes Team Kommunalberatung unterstütze zudem die Kommunen bei der OZG-Umsetzung. Mittlerweile hätten sich eine Austauschplattform und diverse Workshop-Gruppen zwischen dem Land und der kommunalen Ebene etabliert, die eine transparente und gleichberechtige Kommunikation sowie gemeinsame E-Government-Projekte ermöglichten, so Starke.
Bund und Land helfen beim Roll-out in Kommunen
Milen Starke verweist außerdem auf Erfolge der jüngsten Zusammenarbeit. So sei das Projekt zur elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) innerhalb von nur wenigen Monaten umgesetzt worden. Derzeit nutzen 100 von rund 180 Thüringer Kommunen diesen Online-Dienst (wir berichteten). Die im Februar 2026 geschlossene Kooperationsvereinbarung des Landes mit dem Bund, die vorsieht, Thüringen als Praxis- und Erprobungsraum für eine beschleunigte Verwaltungsdigitalisierung zu nutzen, sei ein weiterer wichtiger Schritt, um die Kommunen bei der Digitalisierung zu unterstützen. „Bund und Land übernehmen gemeinsam den standardisierten Roll-out von ausgewählten Online-Diensten in Thüringer Kommunen. Das umfasst die technische Integration, die Organisation in den Kommunen sowie die Begleitung bis zur Betriebsfähigkeit.“
Verwaltungsdigitalisierung: Lehren für die Zukunft ziehen
[12.03.2026] In 25 Jahren Verwaltungsdigitalisierung mangelte es nicht an ehrgeizigen Zielen. Diese wurden aber trotz der nötigen finanziellen Ressourcen häufig verfehlt. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit können Lehren für aktuelle Projekte gezogen werden. mehr...
Hochsauerlandkreis: Weichenstellung für die Zukunft
[11.03.2026] Im Hochsauerlandkreis will ein neuer Ausschuss für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung für Zukunftsfähigkeit sorgen. In der Auftaktsitzung befassten sich die Ausschussmitglieder intensiv mit dem aktuellen Stand der Verwaltungsdigitalisierung und dem Ausbau der Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur. mehr...
Digitalisierung: Wiens sozialer Auftrag
[10.03.2026] Technologie soll Freiheit schaffen – nicht einengen, sagt Nikolaus Reisel. Kommune21 sprach mit dem Head of Platform der Stadt Wien über digitalen Humanismus, offene Standards und den Einsatz von KI in der Verwaltung der österreichischen Hauptstadt. mehr...
Hessen: Standardbefreiung online beantragen
[09.03.2026] Hessens Kommunen sollen die Möglichkeit haben, neue Wege der Aufgabenerfüllung zu erproben. Die so genannte Standardbefreiung erlaubt es kommunalen Körperschaften, von landesrechtlichen Regelungen abzuweichen, um Abläufe zu modernisieren und Bürokratie abzubauen. Dazu gibt es jetzt einen unkomplizierten Online-Antrag. mehr...
Spitzenverbände: Kommunale Handlungsfähigkeit sichern
[06.03.2026] Die kommunalen Spitzenverbände warnen vor der Handlungsunfähigkeit von Städten, Landkreisen und Gemeinden. Bund und Länder müssten dringend Maßnahmen ergreifen, sollen die kommunalen Haushalte nicht vollständig kollabieren. mehr...
NExT/DigitalService: Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung
[05.03.2026] Eine gemeinsame Veröffentlichung von NExT und dem DigitalService des Bundes zeigt Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Effekte und eine echte Digitalrendite entstehen vor allem durch die gezielte Modernisierung der Verwaltungsstrukturen. mehr...
DStGB: Praxisnaher Rahmen für Parkraumkontrolle
[02.03.2026] Die Kommunalen Spitzenverbände äußerten sich bei einer Anhörung im Bundestag zu geplanten Gesetzesänderungen, die auch die digitale Parkraumkontrolle betreffen. Sie fordern unter anderem eine praxisgerechte, flexible und technologieoffene Umsetzung ohne zusätzliche Bürokratie. mehr...
Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft
[23.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...
Thüringen: Digitalisierung auf Kurs
[17.02.2026] Platz vier im Bundesvergleich, Vorreiter bei digitaler Souveränität und Open Source sowie klare Pläne für 2026 – was hinter den Zahlen steckt und wo Thüringen bewusst andere Wege geht, erläutert Landes-CIO Milen Starke im Interview. mehr...
Frankfurt am Main: Neues Transformation Office
[16.02.2026] In Frankfurt am Main übernimmt nun das Transformation Office die Steuerung der Digitalisierungsvorhaben in der Verwaltung. Wurden die Projekte bislang überwiegend dezentral realisiert, sollen diese fortan beim Transformation Office gebündelt und so effizienter und wirkungsvoller umgesetzt werden. Das Office arbeitet mit allen Ämtern der Stadt zusammen. mehr...
Heidelberg / Hochschule Ludwigsburg: Theorie und Praxis verzahnen
[09.02.2026] Mit dem Ziel, die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben, haben die Stadt Heidelberg und die Hochschule Ludwigsburg jetzt eine Kooperation vereinbart. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, aus denen sich Best-Practice-Beispiele auch für andere Kommunen ableiten lassen. mehr...
Schleswig-Holstein: Konsequent digital
[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...
OZG-Leistungen: Schub für die digitale Verwaltung
[26.01.2026] Der Bund sowie Bayern und Hessen als Pilotländer erproben einen neuen Weg, um digitale Verwaltungsdienste überall anbieten zu können. Dabei finanziert der Bund Roll-in-Teams für die Kommunen, während sich die Länder verpflichten, bis Ende 2026 fünf Online-Dienste landesweit einzuführen. Das Verfahren soll auf andere Länder übertragen werden. mehr...
Deutscher Städtetag: Lüneburgs OB ist neue Vizepräsidentin
[26.01.2026] Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ist die neue Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages. Sie folgt auf Katja Dörner, die im Herbst 2025 nicht erneut zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde und somit auch aus dem Präsidium des DST ausgeschieden ist. mehr...






















