Dienstag, 7. Juli 2026

Ennepe-Ruhr-KreisProzessmanagement kommt voran

[08.04.2026] Ergebnisse des interkommunalen Projekts zum Prozessmanagement im Ennepe-Ruhr-Kreis sind ein umfassendes Prozessregister, abgestimmte Standards und ein belastbares Netzwerk. Nun startet das Projekt in die nächste Phase.
Die Verknüpfung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen bildet die Grundlage für datengeschriebene Entscheidungen.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis wird das Prozessmanagement interkommunal aufgebaut - inklusive Prozesslandkarten.

(Bildquelle: tam/Fotolia.com)

Seit März 2025 bauen der Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Städte Gevelsberg, Hattingen, Sprockhövel, Wetter und Witten ihr Prozessmanagement gemeinsam auf (wir berichteten). Begleitet werden sie dabei vom Münsteraner Unternehmen Picture. Das Projekt PzM@ERK zeigt laut Picture, wie Verwaltungen interkommunal tragfähige Strukturen schaffen und zugleich konkrete Verbesserungen für ihre eigene Praxis erzielen. Ein Jahr nach dem Start seien ein umfassendes Prozessregister, abgestimmte Standards und ein belastbares Netzwerk vorhanden.

Ein zentraler Meilenstein ist der arbeitsteilige Aufbau von zwei Prozessregistern: eines für die fünf Städte und eines für den Ennepe-Ruhr-Kreis. Mit jeweils rund 1.400 bis 1.500 Prozesssteckbriefen schaffen die Register eine belastbare Grundlage, um Prozesse systematisch zu priorisieren, zu vertiefen und für Optimierungs- sowie Digitalisierungsprojekte vorzubereiten, heißt es in der Meldung von Picture. Gemeinsam definierte Modellierungsstandards sorgten dabei für eine einheitliche Sprache und erleichterten die verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit.

Wie wirksam diese Zusammenarbeit bereits ist, zeigte die erste gemeinsame Prozesswerkstatt, die im November 2025 in Schwelm stattfand. Eingeladen waren neben den Projektmitgliedern auch Expertinnen und Experten aus dem Personalbereich, die in ihren Verwaltungen für den Onboarding-Prozess verantwortlich sind.

Bemerkenswertes Tempo

Das Tempo im ersten Projektjahr ist bemerkenswert, erläutert Sabrina Giangreco, Senior-Beraterin bei Picture und Projektleiterin von PzM@ERK. Die Register stünden, Standards seien gesetzt, und vor allem arbeiten die Beteiligten schon aktiv miteinander an konkreten Prozessen. Gerade die Prozesswerkstatt zeige, warum interkommunale Zusammenarbeit so wertvoll ist: Verwaltungen lernen voneinander, nehmen praxistaugliche Lösungen mit und entwickeln ihre Abläufe schneller weiter.

Zusätzlich haben die Teilnehmenden jeweils eine Prozesslandkarte aufgebaut. Sie schafft Transparenz über die Prozesslandschaft der Verwaltungen und erleichtert die Orientierung, heißt es in der Pressemeldung von Picture. Ein weiterer Erfolgsfaktor sei der Rückhalt aus der Führungsebene: In Informationsveranstaltungen wurde Prozessmanagement als Antwort auf zentrale Herausforderungen wie Wissensverlust, Effizienzdruck und Digitalisierung eingeordnet.

2026 geht PzM@ERK in die nächste Phase. Geplant sind nach Angaben von Picture weitere Werkstätten, Methodenworkshops und eine individuelle Standortbestimmung für jede Verwaltung. So werde die interkommunale Zusammenarbeit weiter vertieft mit dem Ziel, Erfahrungen systematisch zu teilen, Prozesse schneller weiterzuentwickeln und die Handlungsfähigkeit im Prozessmanagement in allen Partnerverwaltungen zu verbessern.





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