Dienstag, 29. September 2026

LübeckDenkmäler interaktiv erleben

[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus.
Hand mit einem Smartphone auf dem die interaktive Denkmalkarte zu sehen ist vor Lübecks Altstadt

Ein neues digitales Angebot macht die vielfältige Denkmallandschaft der Hansestadt Lübeck interaktiv erlebbar.

(Bildquelle: Hansestadt Lübeck)

Das Holstentor, die großen Backsteinkirchen oder das historische Rathaus vor Augen zählen zu den bekanntesten Denkmälern Lübecks. Doch das kulturelle Erbe der Hansestadt reicht weit darüber hinaus. Auch Industrieanlagen, Brücken, Skulpturen, Bauten der Moderne oder Gebäude des täglichen Wohnens erzählen ein Stück Geschichte – und gehören vielerorts längst zum geschützten Bestand der Stadt. Mit einer neuen interaktiven Denkmalkarte macht Lübeck diese Vielfalt nun digital erlebbar und eröffnet damit neue Zugänge zur Baukultur.

Dirk Rieger, Leiter des Bereichs Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck, betont die Bedeutung des neuen Angebots: „Als digitales Informations- und Vermittlungsinstrument verbindet die Denkmalkarte aktuelle Technologien mit denkmalpflegerischem Wissen und eröffnet somit einen niederschwelligen Zugang zur vielfältigen Denkmallandschaft der Stadt.“

Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, bietet die Karte nicht nur eine geografische Übersicht über geschützte Objekte, sondern auch vertiefende Informationen zu Entstehung, architektonischen Besonderheiten und historischer Einordnung. Das ermögliche es, bekannte Orte neu zu entdecken und bislang wenig beachtete Bauwerke erstmals bewusst wahrzunehmen.

Jan Eggert, zuständig für die Entwicklung und Pflege der Denkmalliste sowie die Denkmaldaten im Geo-Informationssystem der Hansestadt Lübeck, sieht in der Karte vor allem eine Einladung zum Perspektivwechsel. Hinter vertrauten Fassaden, Straßenzügen und Gebäuden verbergen sich oftmals Geschichten, die erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.

Die interaktive Denkmalkarte zeigt somit eindrucksvoll, dass der verantwortungsvolle Umgang mit dem baulichen Erbe weit mehr ist als Bewahrung allein. Sie dient zugleich als Orientierung für zukünftige Entwicklungen – im Spannungsfeld von Tradition, Innovation und urbaner Identität.





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