Dienstag, 19. Mai 2026

SaarlandAufbau von zentralem Open-Data-Portal

[19.05.2026] Das Saarland baut ein zentrales Open-Data-Portal für Verwaltungsdaten auf. Die Plattform soll Daten aus Land und Kommunen bündeln und damit Verwaltung, Forschung und Wirtschaft neue Möglichkeiten eröffnen.

Das Saarland plant ein zentrales Open-Data-Portal für Verwaltungsdaten.

(Bildquelle: wrightstudio/123rf)

Das Saarland plant ein zentrales Open-Data-Portal für Verwaltungsdaten. Die Plattform soll offene Daten der Landesverwaltung bündeln, strukturieren und öffentlich zugänglich machen. Wie das saarländische Wirtschaftsministerium mitteilt, übernimmt der IT-Dienstleister Materna die Umsetzung gemeinsam mit Hypertegrity und dem Fraunhofer-Institut FOKUS.

Über das Portal sollen künftig unter anderem Umweltdaten, Informationen zur Bevölkerungsentwicklung sowie Geodaten bereitstehen. Dazu zählen etwa Bebauungspläne, Mobilitätsdaten aus der Verkehrsinfrastruktur und Gesundheitsdaten. Auch Städte und Gemeinden sollen ihre Daten künftig über kommunale Unterseiten veröffentlichen können.

Mit dem Projekt will die Landesregierung den Zugang zu Verwaltungsdaten vereinfachen und deren Nachnutzung fördern. Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas erklärt: „Mit dem Open-Data-Portal schaffen wir einen zentralen Zugang zu offenen Daten aus der Landesverwaltung. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft können diese Daten künftig leichter finden und weiterverwenden.“

In den kommenden Monaten steht laut Ministerium die technische Einführung im Mittelpunkt. Das Portal soll zum Jahreswechsel 2026/2027 online gehen.

Grundlage des Projekts ist die Novelle des saarländischen E-Government-Gesetzes, die am 19. Juli 2024 in Kraft trat. Sie ermächtigt die Landesregierung, die Anforderungen für ein Open-Data-Portal per Verordnung festzulegen. Die entsprechende Open-Data-Verordnung verabschiedete das Kabinett am 5. Mai 2026. Sie soll in den nächsten Wochen in Kraft treten. Vorgesehen ist, dass öffentliche Einrichtungen ihre maschinenlesbaren und möglichst strukturierten Datenbestände grundsätzlich kostenlos veröffentlichen. Die Metadaten der saarländischen Datensätze sollen zudem automatisiert an übergeordnete Portale von Bund und EU übermittelt werden.





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