Mittwoch, 24. Juni 2026

Nordrhein-WestfalenKI-Assistenzen für Schulleitungen

[24.06.2026] Weniger Bürokratie und dafür mehr Zeit für guten Unterricht: Mit Künstlicher Intelligenz und schlankeren Verfahren will das Land Nordrhein-Westfalen seine Schulen konkret entlasten. Vier KI-Assistenzen helfen bei Schulrecht, Elternkommunikation, Medienarbeit und sprachsensiblem Unterricht.
Abfotografierter Bildschirm mit Schriftzug "Gemini" und einigen Code-Zeilen in Pixelschriftart

Künstliche Intelligenz soll keine Schulleitung oder Lehrkraft ersetzen – aber entlasten und so mehr Zeit für Schülerinnen und Schüler schaffen, betonte Schulministerin Feller.

(Bildquelle: Land NRW / Josua Dunst)

Das Schulministerium Nordrhein-Westfalen bringt die Unterstützung und Entlastung von Schulen weiter voran. Mit neuen KI-Assistenzen, digitalen Vereinfachungen und dem Abbau bürokratischer Verfahren sollen Schulleitungen und Lehrkräfte unterstützt werden, damit sie mehr Zeit für ihre eigentlichen Kernaufgaben gewinnen: guten Unterricht, individuelle Förderung und eine moderne Schulentwicklung.
Insgesamt vier neue KI-Assistenzen hat das Schulministerium freigeschaltet, die speziell Schulleitungen und Lehrkräfte bei wiederkehrenden organisatorischen und schulrechtlichen Aufgaben unterstützen und entlasten sollen. Sie stehen ab sofort online auf der Website Lehren und Lernen in der digitalen Welt kostenfrei zur Verfügung. Die Assistenzen laufen in den Zugängen der Schulen für den länderübergreifenden AIS.Chat, die über das Medieninstitut der Länder FWU zur Verfügung gestellt werden.

Assistenzen für viele Anwendungsfälle

Eine Assistenz Schulrechtsfragen unterstützt Schulleitungen und Lehrkräfte bei rechtlichen Fragen auf Grundlage der geltenden Vorschriften und Erlasse – beispielsweise, wenn es darum geht, Ordnungsmaßnahmen vorzubereiten oder rechtlich sensible Schreiben zu formulieren. Die Assistenz zur Elternkommunikation hilft dabei, Elternabende oder Elterngespräche vorzubereiten, liefert Textbausteine und unterstützt Mehrsprachigkeit. Weitere KI-Assistenzen zur Medienarbeit oder zum sprachsensiblen Unterricht sollen Schulen bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützen. Sie helfen beispielsweise dabei, den Stand der Digitalisierung an der Schule zu analysieren, das Medienkonzept weiterzuentwickeln oder sprachsensiblen Unterricht systematisch in der Schulentwicklung zu verankern. Zudem können sie Lehrmaterial analysieren und sprachsensibel aufbereiten, damit Aufgaben verständlicher werden und fachliches Lernen erleichtert wird. Dieses Angebot soll schrittweise um Lösungen für weitere Anwendungsfälle ergänzt werden.

Feedback aus der Praxis

Begleitend baut das Land auch digitale Fortbildungsangebote weiter aus. Geplant sind unter anderem Fortbildungen zu datengestützter Qualitätsentwicklung, zum Einsatz von KI-Assistenzen im Schulalltag sowie zur Nutzung von Schülerfeedback.

Das Schulministerium setzt außerdem seine Initiative zum Bürokratieabbau fort und bringt Maßnahmen auf den Weg, um Schulen im Alltag spürbar zu entlasten. Geplant sind beispielsweise die Zusammenführung der bisherigen vier Einstellungsportale zu einem neuen zentralen Portal, digitalisierte Verwaltungsverfahren zur Staatsprüfung der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie die automatisierte Erstellung von fälschungssicheren Schulbescheinigungen. Um Entlastungspotenziale direkt aus der Praxis aufzunehmen, hatte das Schulministerium auch Rückmeldungen von Schulleitungen gesammelt und aufgenommen.





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