DarmstadtStädtische IT ist zu alt

In Darmstadt waren mehrere Ämter und Behörden über Tage nicht per E-Mail erreichbar.
(Bildquelle: pitinan/123rf.com)
„Aufgrund einer technischen Störung funktioniert das städtische E-Mail-System nicht, mehrere Bereiche der Stadtverwaltung sind betroffen.“ Das war Ende Juni auf der Website und den Social-Media-Kanälen der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu lesen.
Wie die Stadtverwaltung berichtet, konnte die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter und Abteilungen nach zwei Tagen wieder hergestellt werden und das städtische E-Mail-System GroupWise läuft seitdem weitgehend stabil. „Der Ausfall hat aber deutlich gemacht, was seit Längerem bekannt ist: Unter den bisherigen Bedingungen kann und wird es nicht weitergehen“, so Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz.
Hintergrund: Das von Darmstadt genutzte E-Mail-System GroupWise wird in der freien Wirtschaft und in anderen Kommunen praktisch nicht mehr eingesetzt – es gilt bereits seit über einem Jahrzehnt als veraltet. Hinzu kommt, dass das System über kein tragfähiges Lösch- und Archivierungskonzept verfügt. „Der Speicher musste deshalb immer wieder erweitert werden – ein fehleranfälliges Vorgehen, das in der bestehenden Systemwelt nur mit erheblichem Aufwand umzusetzen ist“, erläutert Benz.
Wie die Stadtverwaltung weiter meldet, reicht das Problem aber darüber hinaus – die städtische IT-Infrastruktur sei insgesamt veraltet. Auf diesen Umstand habe er seit seinem Amtsantritt im Juni 2023 immer wieder hingewiesen, betont Oberbürgermeister Benz. „Das Gesamtsystem der städtischen IT ist schlicht zu komplex geworden, um in dieser Form verlässlich weiterbetrieben zu werden“, erläutert der OB. Getan habe sich bislang jedoch wenig bis nichts. Im Zuge des Ausfalls habe er nun per Organisationsverfügung die Verantwortung für das E-Mail-System und das Projekt „Einführung Microsoft 365“ neu geregelt, erklärt Benz. Beides werde nun organisatorisch dem Dezernat des Oberbürgermeisters zugeordnet.
Zudem wurde nach Angaben der Stadt Darmstadt eine Task-Force eingesetzt, mit dem Ziel, die Verantwortung für die Einführung von Microsoft 365 und die überfällige Ablösung von GroupWise an einen stadtnahen Dienstleister zu übertragen. Der Task-Force gehören neben dem Oberbürgermeister und dem Ordnungsdezernenten auch die Leiter der Ämter für Informationstechnologie (IT), Interne Dienste und Kommunikation sowie der Geschäftsführer der Digitalstadt GmbH an. „Wir ziehen so die notwendigen Konsequenzen, ordnen Verantwortung neu und modernisieren die städtische IT jetzt auch mit dem gebotenen Nachdruck“, betont Oberbürgermeister Hanno Benz.
ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone
[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. mehr...
Hanau: Tablets im Einsatz
[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...
Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen
[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...
GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf
[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...
Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen
[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...
Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient
[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. mehr...
Interview: Zwischen Praxis und Politik
[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...
Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt
[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...
Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran
[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...
Green IT: Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Digitalisierung
[08.04.2026] Angesichts der komplexen Aufgaben, denen sich der öffentliche Sektor in seiner digitalen Transformation gegenübersieht, haben Umweltaspekte oft eher niedrige Priorität. Klare Ziele und konkrete, einfache Maßnahmen helfen, Nachhaltigkeitsziele in digitale Strategien zu integrieren. mehr...
Ennepe-Ruhr-Kreis: Prozessmanagement kommt voran
[08.04.2026] Ergebnisse des interkommunalen Projekts zum Prozessmanagement im Ennepe-Ruhr-Kreis sind ein umfassendes Prozessregister, abgestimmte Standards und ein belastbares Netzwerk. Nun startet das Projekt in die nächste Phase. mehr...
Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform
[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...
Besuchersteuerung: Zeitgemäßer Bürgerservice
[27.03.2026] Die IKT-Ost hat eine neue Lösung zur Termin- und Besuchersteuerung eingeführt. Der IT-Träger für zwei Landkreise und eine Stadt setzt dabei auf eine einheitliche Software für alle Kommunen. Profiteure sind Verwaltungen und Bürger. mehr...
Büdelsdorf: Digitales Zielmanagementsystem
[06.03.2026] Die Stadt Büdelsdorf hat ein digitales Zielmanagementsystem eingerichtet. Es soll eine gezielte Steuerung, Wirksamkeitsmessung und Auswertung wichtiger Kennzahlen seitens der Stadt ermöglichen. mehr...




















