BraunschweigUpdate für den Digitalen Basiszwilling

Digitaler Basiszwilling der Stadt Braunschweig zeigt jetzt auch Kühle Orte an.
(Bildquelle: Stadt Braunschweig)
Die Stadt Braunschweig hat ihren Digitalen Basiszwilling um zahlreiche Funktionen und Datengrundlagen erweitert, insbesondere im Bereich Umwelt und Klimaanpassung. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, zählen zu den neuen Diensten etwa eine Karte der Kühlen Orte sowie der Hitzebetroffenheitsindex (HBI).
Erstere zeige neben Grün- und Wasserflächen auch schattige Wege und Sitzgelegenheiten sowie Trinkbrunnen. Die Karte der Kühlen Orte unterstütze somit insbesondere während sommerlicher Hitzeperioden bei der Suche nach angenehmen Aufenthaltsorten im Stadtgebiet. Der Hitzebetroffenheitsindex wiederum macht sichtbar, welche Bereiche Braunschweigs besonders von sommerlicher Hitze betroffen sind. Grundlage ist eine GIS-gestützte Analyse verschiedener Einflussfaktoren wie Versiegelungsgrad, Oberflächentemperatur, Bevölkerungsdichte und Grünvolumen. Die Ergebnisse können dabei helfen, Hitzeschwerpunkte zu identifizieren und Maßnahmen zur Klimaanpassung gezielt zu unterstützen.
Erweitert wurde zudem die Zeitreihe von Luftbildern. Ergänzend stehen nun Satellitendaten aus dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus sowie der US-Raumfahrtbehörde NASA zur Verfügung. Nutzende können dadurch zusätzliche Informationen zur Entwicklung von Vegetation, Oberflächentemperaturen, Versiegelungsgraden und weiteren Umweltindikatoren abrufen.
Ein weiteres Highlight im aktualisierten Digitalen Basiszwilling ist nach Angaben der Stadtverwaltung das hochauflösende 3D-Modell der Alten Waage. Das historische Gebäude wurde mit einer Drohnenbefliegung photogrammetrisch erfasst und mit einer Detailgenauigkeit im Zentimeterbereich digital nachgebaut. Solche Modelle ermöglichen nicht nur eine besonders realitätsnahe Darstellung, sondern leisten auch einen Beitrag zur digitalen Dokumentation und Sicherung historischer und denkmalgeschützter Bauwerke. Ähnliche Integrationen lassen sich auch für die Beurteilung von Bauvorhaben und Wettbewerbsbeiträgen mit entsprechender Datengrundlage umsetzen.
Neben den neuen Datenangeboten wurde die Oberfläche nutzerfreundlicher und moderner gestaltet. Verschiedene Fachzwillinge, darunter auch der Solarzwilling, werden jetzt in einer gemeinsamen Anwendung zusammengeführt. Neue Tools ermöglichen zudem das direkte Messen von Flächen und Strecken innerhalb der 3D-Ansicht. Der Digitale Basiszwilling der Stadt Braunschweig wird kontinuierlich weiterentwickelt und als zentrale Plattform für die Visualisierung und Erkundung städtischer Daten ausgebaut.
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