NiedersachsenIT-Sicherheitszentrum für Kommunen

Ein SOC und eine Ausweitung des Aegis-Schutzschirmes sollen für mehr IT-Sicherheit in Niedersachsens Kommunalverwaltungen sorgen.
(Bildquelle: daryl22996/123rf.com)
Die öffentliche Verwaltung sieht sich einer wachsenden Bedrohung durch Cyber-Angriffe ausgesetzt. Viele Angriffe auf digitale Infrastrukturen erfolgen inzwischen professionell und gezielt und können Verwaltungen, aber auch Wirtschaftsbetriebe oder andere Organisationen innerhalb kurzer Zeit lahmlegen. Das Land Niedersachsen investiert nun in Lizenzen für Aegis, einen KI-unterstützten Schutzschirm gegen Cyber-Angriffe, sowie in den Aufbau eines kommunalen Security Operations Centers (SOC). Das SOC soll dazu beitragen, Sicherheitsvorfälle schneller zu erkennen und besser darauf zu reagieren (wir berichteten).
Starker Zusammenschluss
Mit der Bereitstellung des SOC auf kommunaler Ebene wurden die IT-Dienstleister GovConnect, Hannoversche Informationstechnologien (hannIT), ITEBO, Kommunale Dienste Göttingen (KDG) und der Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) beaufragt. Damit soll den niedersächsischen Kommunen laut KDO zeitnah ein gemeinsames Schutzangebot zur Verfügung stehen. Die fünf kommunalen IT-Dienstleister bereiten unter dem Namen Komm2IT derzeit ihren Zusammenschluss vor (wir berichteten).
Schutzschirm für Land und Kommunen
Mit dem Projekt Aegis will die Landesregierung einen möglichst flächendeckenden Schutz gegen Cyber-Angriffe aufbauen und in die föderale Cyber-Sicherheitsarchitektur integrieren (wir berichteten). Die Infrastruktur umfasst nach Angaben der KDO leistungsfähige Mechanismen, die mögliche Sicherheitsvorfälle beschleunigt, automatisiert und mithilfe maschinellen Lernens erkennen und abwehren sollen. Ein wesentlicher Bestandteil ist der automatisierte Austausch zuvor vereinbarter sicherheitsrelevanter Informationen. Auffälligkeiten bei einem Mitglied des Verbunds können damit schnell an die übrigen Beteiligten gemeldet werden, sodass diese ihre Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen können. Die Sicherheitsinfrastruktur soll neben der unmittelbaren Landesverwaltung schrittweise auch den niedersächsischen Kommunen zur Verfügung gestellt werden.
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