Schwalm-Eder-KreisFrühwarnsystem für Starkregen

Förderbescheid übergeben: Schwalm-Eder-Kreis kann ein KI-gestütztes Starkregen- und Hochwasserfrühwarnsystem aufbauen.
v.l.: Kreisbeigeordnete Anna-Maria Bischof, Prof. Dr. Kristina Sinemus, Staatsministerin für Digitales und Innovation; Gerhard Reuter, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, Schwalm-Eder-Kreis: Vize-Landrat Jürgen Kaufmann; Dominik Leyh, MdL; Dirk Siebert, Fachbereichsleiter Digitalisierung; Matthias Poppitz, Fachbereich Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen
(Bildquelle: Stephan Bürger / Kreisverwaltung Schwalm-Eder)
Förderbescheid übergeben: Schwalm-Eder-Kreis kann ein KI-gestütztes Starkregen- und Hochwasserfrühwarnsystem aufbauen.
v.l.: Kreisbeigeordnete Anna-Maria Bischof, Prof. Dr. Kristina Sinemus, Staatsministerin für Digitales und Innovation; Gerhard Reuter, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, Schwalm-Eder-Kreis: Vize-Landrat Jürgen Kaufmann; Dominik Leyh, MdL; Dirk Siebert, Fachbereichsleiter Digitalisierung; Matthias Poppitz, Fachbereich Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen
(Bildquelle: Stephan Bürger / Kreisverwaltung Schwalm-Eder)
Der Schwalm-Eder-Kreis will ein KI-gestütztes Starkregen- und Hochwasserfrühwarnsystem einrichten. Dafür erhält der Landkreis 1,62 Millionen Euro aus dem hessischen Förderprogramm „Starke Heimat Hessen“. Digitalministerin Kristina Sinemus hat den Förderbescheid an den Ersten Kreisbeigeordneten Jürgen Kaufmann übergeben, wie das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation mitteilt.
Messwerte in Echtzeit
Geplant sind rund 140 Wasserstands-, 40 Bodenfeuchte- und 50 Niederschlagssensoren. Sie sollen ihre Messwerte in Echtzeit an die bereits vorhandene Datenplattform des Landkreises übertragen. Dort werden Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturdaten zusammengeführt. Auf dieser Grundlage sollen unter anderem Wasserstände und Niederschlagsmengen bewertet werden. Auch mögliche Auswirkungen auf Verkehrswege, kritische Infrastrukturen und die Einsatzlogistik sollen in die Gefahrenbewertung einfließen. Behörden und Einsatzkräfte erhalten Zugriff auf interaktive Karten, Warnstufen und Prognosen. Für Bürgerinnen und Bürger ist ein Dashboard mit ortsbezogenen Informationen, Warnungen und Handlungsempfehlungen vorgesehen.
Urbane Datenplattform weiterentwickelt
„Wir setzen mit diesem Projekt unseren im letzten Jahr begonnen Weg fort, wir entwickeln unsere Offene Urbane Datenplattform als Datendrehscheibe weiter“, sagt Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. Das System solle einerseits Bürgerinnen und Bürger ortsbezogen informieren und andererseits Behörden und Einsatzkräfte dabei unterstützen, in Krisenlagen schnell und fundiert zu handeln. Bei dem Projekt greift der Schwalm-Eder-Kreis auf Erfahrungen aus Eschborn im Main-Taunus-Kreis zurück.
Das Land Hessen fördert seit 2021 Starkregenfrühwarnsysteme in Kommunen. Einschließlich der 2026 neu bewilligten Projekte sollen solche Systeme künftig rund 57 Prozent der Landesfläche abdecken. Nach Angaben des Digitalministeriums profitieren damit rund 62 Prozent der hessischen Bevölkerung. Warnsysteme gibt es aktuell oder künftig in 14 der 26 Landkreise sowie in drei der fünf kreisfreien Städte.
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