Dienstag, 29. September 2026

Keeper SecuritySichere Zugänge zur Bildungs-IT

[29.09.2026] Der Bildungsbereich ist stark von Cyber-Angriffen betroffen: Wertvolle Daten, viele Nutzerkonten und überlastete IT-Abteilungen begünstigen Datendiebstahl und Ransomware-Angriffe. Der Anbieter von Zugriffsmanagement-Lösungen Keeper Security gibt Praxistipps.
Aula einer Uni oder Schule mit vielen Menschen, Bewegungsunschärfe

Der Start eines neuen Semstesters oder Schuljahres bedeutet auch: Tausende neue digitale Identitäten, die sicher verwaltet werden müssen.

(Bildquelle: dotshock/123rf.com)

Nach der Sommerpause beginnt für die IT-Teams von Schulen und Hochschulen eine arbeitsintensive Phase: Tausende Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrkräfte und Beschäftigte werden neu in den Systemen angelegt und erhalten ihre Zugangsdaten. Gleichzeitig müssen zahlreiche Geräte, Anwendungen, Schnittstellen und KI-Agenten eingebunden werden. Fehlerhafte Konfigurationen, veraltete Berechtigungen und ungeschützte Zugangsdaten können dabei die Angriffsfläche vergrößern. Der Anbieter von Lösungen für Identitäts- und Zugriffsmanagement Keeper Security warnt deshalb vor erhöhten Cyber-Risiken und gibt Empfehlungen zur Absicherung menschlicher und technischer Identitäten.

Viele neue Zugänge, mehr Fehlerquellen

Zum Schul- und Semesterbeginn werden zahlreiche Konten eingerichtet, Zugangsdaten vergeben und neue Geräte sowie Anwendungen an die Netze angebunden. Erfolgen diese Arbeiten gleichzeitig und unter Zeitdruck, können nach Einschätzung von Keeper Fehlkonfigurationen und Sicherheitslücken entstehen. Bildungseinrichtungen verwalten zudem sensible Daten, darunter Angaben zu Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Beschäftigten sowie Finanz- und Forschungsdaten. Häufig wechselnde Nutzergruppen und zahlreiche Anwendungen von Drittanbietern vergrößerten die Angriffsfläche zusätzlich. Das Unternehmen warnt außerdem vor KI-gestützten Phishing-Angriffen und Deepfakes. Gefälschte Nachrichten könnten Mitteilungen von Schulträgern, Hochschulleitungen oder IT-Helpdesks inzwischen überzeugend nachahmen. In einer von Keeper angeführten Untersuchung gaben 41 Prozent der befragten Bildungseinrichtungen an, bereits Ziel KI-generierter Phishing-Versuche oder Desinformationskampagnen gewesen zu sein. Lediglich 26 Prozent der befragten Führungskräfte trauten sich demnach zu, solche Bedrohungen sicher zu erkennen.

Technische Identitäten im Blick behalten

Neben den Konten von Lernenden, Lehrenden und Beschäftigten rückt Keeper auch sogenannte nicht-menschliche Identitäten in den Mittelpunkt. Dazu zählen Servicekonten, API-Schlüssel, Maschinenzertifikate, Cloud-Identitäten sowie KI-Agenten und automatisierte Bots. Sie verbinden etwa Schulverwaltungs- und Lernsysteme, steuern Datensicherungen oder authentifizieren WLAN-Zugänge, Smartboards und technische Geräte. Bleiben veraltete Zugangsdaten, nicht mehr benötigte Token oder übermäßige Berechtigungen bestehen, können daraus weitere Angriffsmöglichkeiten entstehen.
„Der eigentliche blinde Fleck ist jedoch das riesige Ökosystem von maschinellen Identitäten“, sagte Keeper-Geschäftsführer und Mitgründer Darren Guccione. Nach Angaben des Unternehmens führen bislang nur wenige Schulen und Hochschulen ein vollständiges Verzeichnis dieser Zugänge. Mit jeder weiteren Cloud-Anwendung, Schnittstelle oder KI-Lösung könne ihre Zahl wachsen, ohne dass Zuständigkeiten, Berechtigungen und Laufzeiten durchgehend dokumentiert seien.

Konten und Berechtigungen bereinigen

Keeper empfiehlt Bildungseinrichtungen, für die Konten von Lernenden, Lehrenden und Beschäftigten eine Mehr-Faktor-Authentifizierung einzuführen und schwache, mehrfach verwendete oder gemeinsam genutzte Passwörter zu vermeiden. Vor Beginn des Schul- oder Studienjahrs sollten IT-Teams insbesondere Konten mit erweiterten Rechten kontrollieren. Zugänge ausgeschiedener Beschäftigter, nicht mehr benötigte Servicekonten und Berechtigungen ungenutzter Anwendungen seien zu entfernen. Darüber hinaus sollten die Einrichtungen alle technischen Identitäten erfassen und deren Zugangsdaten regelmäßig ändern. Wo möglich, könne dieser Vorgang automatisiert werden. Schulungen zur Erkennung von Phishing sollten nach Ansicht des Unternehmens stärker auf KI-generierte Nachrichten, gefälschte Stimmen und manipulierte Videos eingehen.





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