Dienstag, 13. Oktober 2026

ZeiterfassungAbläufe vereinfacht

[11.09.2019] In Holzgerlingen erfassen die Mitarbeiter des Bauhofs und des Rathauses ihre Arbeitszeiten mithilfe der Software AIDA. Gegenüber der papierbasierten Abwicklung bringt das enorme Erleichterungen für alle Beteiligten mit sich.
Mobile Arbeitszeiterfassung spart viel Aufwand.

Mobile Arbeitszeiterfassung spart viel Aufwand.

(Bildquelle: AIDA Orga)

Seit 2017 erfasst der Baubetriebshof im baden-württembergischen Holzgerlingen seine Arbeitsgänge papierlos über die Lösung AIDA von Anbieter AIDA Orga. Jeder Mitarbeiter verfügt über einen personalisierten Barcode-Scanner, über den er seine Arbeitszeit und seine Aufträge direkt bucht. Hierfür wurde ein Barcodebuch mit allen anfallenden Aufgaben angelegt. Am Ende eines Arbeitstags legen die Beschäftigten ihr Erfassungsgerät lediglich in die USB-Docking-Station. Die mobil erfassten Daten werden im AIDA-System automatisch verrechnet – unter Berücksichtigung von gesetzlichen Bestimmungen, tarifvertraglichen Vorgaben und bauhofinternen Regelungen. Jutta Appelrath von der Bauhofverwaltung erläutert: „Die Umstellungsphase von den Aufschrieben zur neuen, papierlosen Erfassung konnten wir dank der einfachen Anwendung von ursprünglich geplanten sechs Monaten problemlos auf drei Monate verkürzen.“ Vereinfacht hat sich auch die Übergabe der erfassten Daten an die Personalabteilung zur Zuschlagsberechnung. Mit wenigen Mausklicks ist die Auswertung aufrufbar. „Das System erlaubt uns, eine genaue Leistungserfassung durchzuführen. So sind wir nun in der Lage, detailliert darzustellen, wie sich die einzelnen Tätigkeiten, beispielsweise in der Grünpflege, aufteilen. Das dient der Planung ebenso wie der Kostenkontrolle und Auskunftsfähigkeit“, erklärt Baubetriebshofleiter Reiner Mikolaj. Auswertungen auf Knopfdruck Nachdem der Bauhof bereits seit 2007 mit AIDA seine Arbeitszeiten erfasst, folgte 2013 die Kernverwaltung im Rathaus. Derzeit nutzen circa 100 Mitarbeiter die Lösung für die Arbeitszeiterfassung. Die Buchungen werden dabei über einen berührungslosen Ausweis in Form eines Schlüsselanhängers an organisatorisch günstig montierten Terminals durchgeführt. Alle erfassten Zeiten werden vollautomatisch nach den in der Software hinterlegten Vorgaben berechnet. Seit Anfang 2019 erfolgt auch die Urlaubs- und Fehlzeitenplanung der übrigen rund 230 Mitarbeiter durch die Personalabteilung komplett über AIDA. So sind schnelle Auswertungen für die Verwaltungsführung auf Knopfdruck unter Berücksichtigung aller Mitarbeiter möglich. Das Eintragen der Fehlgründe erfolgt per Drag and Drop über die grafische Kalenderübersicht oder durch vollautomatische Verarbeitung genehmigter Fehlgründe aus dem virtuellen Personalbüro. Virtuelles Personalbüro vereinfacht Arbeitsabläufe Das webbasierte virtuelle Personalbüro, über das weitgehend alle Auskünfte und Anträge abgewickelt werden, besteht aus den Modulen Selbst- und Abteilungsauskunft sowie Workflow. Dies schafft erhebliche Zeitersparnis und vereinfacht die Arbeitsabläufe für die Personalverwaltung und die Beschäftigten. Über den Webbrowser stehen den Mitarbeitern verschiedene Funktionen zur Verfügung. Durch entsprechende Einstellungen im AIDA-Programm wird festgelegt, was jeder Einzelne nutzen und sehen darf. Über die Mitarbeiterauskunft können die Beschäftigten ohne zeitaufwendige Rückfragen, doppelte Eingaben oder Bearbeitungen ihre persönlichen Konten einsehen, beispielsweise zum Urlaubsstand, das Zeitkonto, den persönlichen Jahreskalender oder eine Übersicht, welcher Kollege im Haus ist. Den Vorgesetzten dient das virtuelle Personalbüro gleichzeitig als Auskunft über Buchungen und Konten ihrer Mitarbeiter sowie aller benötigten Auswertungen, die sonst auf herkömmlichem Wege von der Personalabteilung angefragt werden müssten, wie zum Beispiel Urlaubsstände, Überstundenentwicklung oder Zeitkontenstände von Abteilungen. Auch die Beantragung von Urlaub oder Dienstreisen erfolgt durch die Mitarbeiter direkt im virtuellen Personalbüro; ebenso die Bearbeitung der Anträge durch die Vorgesetzten. Das AIDA-Zeitwirtschaftsprogramm übernimmt die genehmigten Anträge vollautomatisch. Antragsteller und Vorgesetzte werden per E-Mail benachrichtigt. Das bedeutet eine enorme Erleichterung, Transparenz und Einsparung gegenüber einer herkömmlichen Abwicklung. Rathaus nutzt auch elektronische Zutrittslösung Die Stadt Holzgerlingen nutzt aber nicht nur eine Zeiterfassungssoftware, sondern auch die elektronische Zutrittslösung SALTO, welche AIDA Orga anbietet. Stand zu Beginn lediglich die Absicherung der Server-Räume im Holzgerlinger Rathaus und in den Schulen an, folgte zeitnah die Umsetzung auf das gesamte Rathaus. Nach und nach kamen weitere Einrichtungen hinzu. Während am Schönbuch-Gymnasium und der Stadthalle Holzgerlingen die Zugangstüren auf das elektronische Schließsystem umgerüstet wurde, wurden bei der DRK-Rettungswache, dem Feuerwehrgerätehaus, der Geschäftsstelle der Diakonie- und Sozialstation sowie dem Musikhaus und dem Heimatmuseum auch alle Innentüren elektronisch ausgerüstet. Hierbei kommen Schließzylinder und Leser zum Einsatz. Damit sind mit geringem Verkabelungsaufwand und ohne mechanische Schlüssel hochflexible Lösungen möglich. Zur optischen Unterscheidung der Berechtigungen nutzt die Stadt Holzgerlingen zwei unterschiedliche Transponderfarben für die Anwendungen Zeiterfassung/Zutrittskontrolle und zur reinen Zutrittsberechtigung. „Durch das virtuelle Netzwerk der Zutrittskomponenten von SALTO ist es uns möglich, auch nach Ausgabe der Transponder ohne großen Aufwand die Berechtigungen zu ändern oder diese komplett für den Zutritt zu sperren“, erklärt Holzgerlingens IT-Leiter Ralph Hanus. Eine Sperrung der Ausweise kann sofort nach Meldung erfolgen. Mittlerweile verwaltet die Stadt Holzgerlingen rund 230 Türen diverser Einrichtungen und hat 750 Transponder im Einsatz.

Sonia Welter ist bei der AIDA ORGA GmbH verantwortlich für Vertrieb und Marketing.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Rendering Hallenbad Zuffenhausen

Stuttgart: BIM stadtweit auf Kurs bringen

[12.10.2026] Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart baut den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) weiter aus. Neben neuen Projekten stehen dabei gemeinsame Standards, eine bessere Datenqualität und eine stadtweite IT-Architektur für digitale Bauwerksdaten im Fokus. mehr...

Gruppenfoto von Lennart Schaer, Patricia Pichottki (beide GovConnect) und Martin Kuban (ekom21).

ekom21 / GovConnect: Kooperation bei Ordnungswidrigkeiten

[06.10.2026] Die kommunalen IT-Dienstleister ekom21 und GovConnect wollen bei der Digitalisierung von Ordnungswidrigkeitenverfahren enger zusammenarbeiten. Ziel ist ein gemeinsames, cloudfähiges und sicheres Produktportfolio. mehr...

Smart Country Convention: S-Public Services verbindet digitale Verwaltungsprozesse

[05.10.2026] S-Public Services zeigt auf der Smart Country Convention Lösungen, die digitale Anträge, interne Bearbeitung und Bezahlung miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungen PublicForms und PublicFlow sowie verschiedene digitale Bezahlverfahren. mehr...

Gruppenfoto Team Bauordnung in Detmold

Detmold: Ohne Papier zur Baugenehmigung

[30.09.2026] Ab Anfang Oktober müssen Bauanträge bei der Stadt Detmold digital eingereicht werden. Das Bauportal.NRW und die Kommunikationsplattform ELAN Classic sollen von der Antragstellung über den Austausch bis zur Bearbeitung einen medienbruchfreien Ablauf ermöglichen. mehr...

bericht

Friedhofsverwaltung: Stimmiges Gesamtkonzept

[29.09.2026] Selbst Friedhöfe sind von der Digitalisierung betroffen. Moderne, webbasierte Software hilft Friedhofsverwaltungen, ihre Aufgaben besser zu organisieren. Zudem schafft sie für Angehörige mehr Verlässlichkeit in einem sensiblen Umfeld. mehr...

Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen

[21.09.2026] Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen. mehr...

Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb

[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...

Junge Frau im Auto sitzend präsentiert ihre Führerscheinkarte

Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt

[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...

Ein Geschäftsmann in Startposition vor einer Startlinie

Gewerbewesen: Praxisbewährte Lösungen statt Schlagworte

[08.09.2026] Die Modernisierung und Vereinfachung von Gründungsverfahren ist aktuell ein großes Thema und wird im Rahmen des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ derzeit in neun Pilotkommunen erprobt. Dabei sind die Voraussetzungen zur schnellen Unternehmensgründung längst vorhanden und die digitalen Prozesse werden bereits intensiv genutzt. Darauf weist jetzt das Unternehmen EDV Ermtraud hin. mehr...

Kreis Dachau: Bilanz nach Systemwechsel

[07.09.2026] Seit Anfang 2025 arbeitet das Sozialamt des Landkreises Dachau mit dem Fachverfahren LÄMMkom LISSA. Nach mehr als einem Jahr im Echtbetrieb zieht der Landkreis Bilanz und berichtet von Verbesserungen bei Struktur, Auszahlungen und Auswertungen. mehr...

Junge Grundschüler mit Lehrer bei Schreibübungen

Nolis: Ganztagsbetreuung digital organisieren

[02.09.2026] Neben dem Ausbau der Betreuungsangebote für Grundschulkinder rückt auch deren Organisation zunehmend in den Fokus. Eine Lösung für die digitale Anmeldung und Platzvergabe bietet das Unternehmen Nolis mit seiner Software NOLIS | Schulkind, die jetzt bei den ersten Kommunen im Einsatz ist. mehr...

Close-up auf papierbasiertes Formular zur Gewerbeanmeldung

Mannheim: Gewerbemeldungen ohne Medienbruch

[01.09.2026] Mannheim bietet Gewerbean-, -ab- und -ummeldungen ab sofort vollständig online an. Die Anträge fließen ohne Medienbruch in das Fachverfahren der Gewerbebehörde und sollen dadurch schneller bearbeitet werden. mehr...

bericht

Vogelsbergkreis: Erfolgsfaktor Teamarbeit

[28.08.2026] Die Finanzsoftware des Vogelsbergkreises war fast drei Jahrzehnte lang im Einsatz. Nun wurde auf ein modernes Verfahren umgestellt. Trotz der Komplexität verlief die Einführung ohne ungeplante Ausfälle des Produktivsystems. mehr...

Zwei Männer stehen vor einem Gebäude und blicken in die Kamera

Benediktbeuern: Einwohnermeldewesen migriert ins Rechenzentrum

[25.08.2026] Die Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern lässt ihre Einwohnermeldesoftware OK.EWO seit Ende August 2025 im AKDB-Rechenzentrum betreiben. Das entlastet den EDV-Verantwortlichen vor Ort: Die Verantwortung für Datenbank, Updates und Wartung liegt jetzt bei der AKDB. mehr...

Luftaufnahme von Konstanz
bericht

Konstanz: Kleine Lücken schließen

[17.08.2026] Die baden-württembergische Stadt Konstanz entwickelt digitale Anwendungen seit einigen Jahren selbst und setzt dabei auf Low Code. Der Schulterschluss mit anderen Kommunen ist der entscheidende Hebel. mehr...