Donnerstag, 8. Januar 2026

Smart VillageAuszeichnung für smartes Martinfeld

[17.11.2023] Nicht nur Metropolen können smart sein, sondern auch kleine, ländliche Gemeinden. Dies zeigt das Beispiel von Martinfeld in Thüringen. Das Modelldorf wurde beim Wettbewerb „Digitale Orte im Land der Ideen 2023“ Sieger in der Kategorie „Smarte Kommune“.
Jan Bose

Jan Bose, Gründer und Geschäftsführer von Alpha-Omega Technology, erhielt den Preis des Innovationswettbewerbs „Digitale Orte im Land der Ideen“ für das Projekt SMARTinfeld.

(Bildquelle: Alpha-Omega Technology)

In Martinfeld im thüringischen Eichsfeld setzt das ortsansässige Unternehmen Alpha-Omega Technology – zusammen mit der Gemeinde – Projekte für ein sensorbasiertes Internet of Things (IoT) unter realistischen Bedingungen um. So wird aus dem 640-Einwohner-Ort Martinfeld im Thüringischen Eichsfeld SMARTinfeld. Dort werde erlebbar, wie IoT-Lösungen für eine ganze Gemeinde funktionieren und das Dorfleben nachhaltig zukunftsfähig gestalten können, berichtet Alpha-Omega.
Nun wurde SMARTinfeld als einer von fünf Gewinnern im Innovationswettbewerb „Digitale Orte im Land der Ideen 2023“ ausgezeichnet. Den Preis erhielt der Modellort als bestes Digitalprojekt in der Kategorie „Smarte Kommune“. Unter den Anwendungen in dem Ort finden sich eine intelligente Straßenbeleuchtung, die Messung der Temperatur auf Fahrbahnen, des Feinstaubgehalts in der Luft und der Feuchtigkeit im Boden, Verkehrszählung oder ein IoT-Wetterstationspark. Sie alle basieren auf der reichweitenstarken Funktechnologie LoRaWAN und Open Source Software.
Der Wettbewerb für das digitale Leben im ländlichen Raum wird ausgerichtet vom Telekommunikationsunternehmen Deutsche Glasfaser (DG) und gehört zur Plattform „Land der Ideen“, die von Partnern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft getragen wird. Die nun erfolgte Auszeichnung zeige die nationale Bedeutung der lokalen Projekte, so Alpha-Omega.

Innovation und ländliche Lebensweise zusammenbringen

Häufig sind Smart-City-Projekte auf städtische Umgebungen beschränkt – und berücksichtigen dadurch nicht die besonderen Bedürfnisse ländlicher Gemeinden. Dies war ein Grund zum Start des innovativen Vorhabens in Martinfeld. Das Projekt gebe Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen, mit denen der ländliche Raum bei der Digitalisierung konfrontiert ist und sei Vorlage für die Digitalisierung weiterer kleiner Kommunen. Dies sei ein enormer Mehrwert, weil in anderen Kommunen nicht erst Pilotprojekte umgesetzt werden müssen, erklärt der Alpha-Omega-Geschäftsführer Jan Bose. Es könnten einfach aus den IoT-Lösungen in SMARTinfeld die geeigneten ausgewählt und in der eigenen Gemeinde angepasst werden. Dies spare Zeit, Personal und Kosten.
Der Modellort Martinfeld wird kontinuierlich weiterentwickelt: Alpha-Omega Technology testet und optimiert in Zusammenarbeit mit der Gemeinde regelmäßig neue sensorbasierte IoT-Anwendungen für den ländlichen Raum. In den nächsten Monaten soll ein Monitoring den Energieverbrauch im Ort in den Fokus rücken; dieses soll in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Netzbetreiber durchgeführt werden.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...

Das Scan-Fahrzeug zur Ahndung von Falschparkern steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Scan-Fahrzeug: Mannheim verlängert Testphase

[01.12.2025] Die in Mannheim durchgeführte Testphase eines Scan-Fahrzeugs zur Ahndung von Falschparkern wird verlängert. Während der Erprobung zeigte sich Nachbesserungsbedarf bei der Kartierung des Scan-Gebiets. Entsprechende Anpassungen wurden direkt vorgenommen. Wie sie sich auswirken, soll die verlängerte Testphase zeigen. mehr...

Nahaufnahme der Reinigungsvorrichtung einer Straßenkehrmaschine.

Taufkirchen: Sensorik für Winter- und Kehrdienst

[01.12.2025] Dank Internet-of-Things-Sensorik kann der Winterdienst des Taufkirchener Bauhofs effizienter geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Die Gemeinde ist von den Vorteilen überzeugt und möchte diese nun auch bei der Straßenreinigung nutzen. mehr...

Mehrere Personen stehen auf einer Brücke über einem Bachlauf, eine der Personen hält ein Tablet in der Hand.

Arnsberg: Hochwassermonitoring gestartet

[25.11.2025] Arnsberg hat an mehreren Bachläufen im Stadtgebiet neue Pegelstandsensoren installiert, die in Echtzeit ermitteln, wie sich die Wasserstände entwickeln. Die Daten sollen im nächsten Schritt mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage soll wiederum ein lokales Frühwarnsystem entstehen. mehr...

Screenshot des Aachener Mobilitätsdashboards.

Aachen: Überarbeitetes Mobilitätsdashboard

[24.11.2025] Das Aachener Mobilitätsdashboard bietet einen schnellen und einfachen Überblick über das aktuelle Verkehrsgeschehen in der Stadt. Ein neues Design und neue Technologie sollen die Plattform jetzt noch leistungsfähiger machen. mehr...

Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht auf einer Straße in einer Stadt.

Schwalm-Eder-Kreis: Verkehrsdaten in Echtzeit

[19.11.2025] Eine urbane Datenplattform soll es dem Schwalm-Eder-Kreis künftig ermöglichen, schneller auf Verkehrsprobleme zu reagieren. Dazu integriert die Plattform Echtzeit-Verkehrsdaten eines externen Anbieters, sodass beispielsweise die Einsatzrouten für Rettungskräfte optimiert werden können. Das Projekt wird im Programm Starke Heimat Hessen gefördert. mehr...

Mehrere Personen sitzen an einem Projekttisch zusammen, hinter ihnen ist eine Deutschlandkarte mit Markierungen zu sehen.

Smart City: Interaktive Wissenschaftslandkarte

[17.11.2025] Eine interaktive Wissenschaftslandkarte macht nun sichtbar, wer in Deutschland zu smarten Städten und Gemeinden forscht. Die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) haben die zugrunde liegenden Daten über eine bundesweite Abfrage erhoben. mehr...

Das Scan-Fahrzeug steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Mannheim: Scan-Fahrzeug im Testbetrieb

[17.11.2025] Mannheim ist eine von vier Kommunen, in denen das vom Land Baden-Württemberg getragene Pilotvorhaben zu Scan-Fahrzeugen praktisch erprobt werden soll. Die Stadt ist nun als erste in den Testbetrieb gestartet. mehr...