Montag, 28. September 2026

LSIBayern-CERT wird „Trusted Introducer“

[05.09.2022] Das am Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) betriebene Bayern-CERT gehört nun zum Netzwerk „Trusted Introducer“. Die Mitgliedschaft in dem europäischen Netzwerk erlaubt den Austausch mit anderen professionellen IT-Sicherheitsexperten über Cyber-Gefahren.

Als erstes CERT eines Bundeslandes ist das am bayerischen Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) angesiedelte Bayern-CERT beim internationalen IT-Sicherheitsnetzwerk „Trusted Introducer“ akkreditiert worden. Das teilt das Finanzministerium des Freistaats mit. Damit könne das Computersicherheits-Team aus Bayern nun mit anderen IT-Sicherheitsexperten Informationen über Cyber-Gefahren und deren Bekämpfung austauschen.
LSI-Präsident Daniel Kleffel sagte, die Akkreditierung des seit über 15 Jahren bestehenden Bayern-CERT habe auch dazu beigetragen, eingeübte Prozesse neu zu durchdenken und noch besser zu modellieren. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker betonte, dass Bayern mit der Akkreditierung zeige, dass Bundesländer schlagkräftige IT-Sicherheitsstrukturen aufbauen und zur Stärkung der Cyber-Sicherheit in Deutschland beitragen könnten. Die kürzlich vorgestellte Cybersicherheitsstrategie des Bundes vernachlässige dieses Potenzial und müsse „stark nachgebessert“ werden, so Füracker.

Austausch stärkt die Cyber-Abwehr

Das Netzwerk „Trusted Introducer“ ist ein Zusammenschluss von IT-Sicherheitsexperten auf internationaler Ebene. Ziel sei eine engere und bessere Zusammenarbeit der Teams, die auf technisch höchstem Niveau mit ständigem Blick auf die Monitoringsysteme in den jeweiligen IT-Infrastrukturen Cyber-Angriffe abwehren.
Voraussetzung für eine Akkreditierung als „Trusted Introducer“ ist laut der Pressemeldung des bayerischen Finanzministeriums eine vorherige Mitgliedschaft mit dem Status „gelistet“. Die Dokumente des Anwärters werden dann von der Dachorganisation GEANT auditiert. Die erfolgreiche Akkreditierung bietet vollständigen Zugriff auf alle von den Mitgliedern untereinander veröffentlichten und klassifizierten Informationen. Durch den Informationsaustausch zu aktuellen Cyber-Bedrohungen sollen sowohl die Reaktionsfähigkeit als auch die allgemeine Sicherheitslage deutlich verbessert werden.

Unterstützung für Kommunen

Mit dem LSI hatte Bayern als erstes Bundesland eine eigenständige IT-Sicherheitsbehörde gegründet. Eine der Kernaufgaben sind der Schutz und die Gefahrenabwehr für staatliche IT-Systeme. Dabei arbeitet das LSI auch mit dem BSI zusammen. Als kompetente Institution berät und unterstützt das LSI Kommunen und öffentliche Betreiber kritischer Infrastrukturen, so das Finanzministerium. Bei regionalen IT-Sicherheitskonferenzen, Informationsveranstaltungen und individuellen Beratungsterminen sensibilisieren die IT-Sicherheitsexperten des LSI insbesondere Kommunen zu bestehenden Risiken der digitalen Welt bei der Ausübung ihrer Verwaltungstätigkeit. Die Zahl der LSI-Mitarbeiter soll von derzeit etwa 115 auf 200 erhöht werden.





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