Sonntag, 12. April 2026

HessenBeteiligungsprozess geglückt

[18.12.2020] Ein positives Resümee zieht Digitalministerin Kristina Sinemus zum Beteiligungsprozess zur Strategiefortschreibung Digitales Hessen. Mehr als 700 Bürger haben sich konstruktiv eingebracht.

Die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus hat nun ein positives Resümee zum öffentlichen Beteiligungsprozess der Strategiefortschreibung Digitales Hessen gezogen. Von Juli bis Dezember 2020 konnten sich Bürger und Verbände, Interessengruppen und wissenschaftliche Institutionen an der neuen Digitalstrategie der hessischen Landesregierung beteiligen (wir berichteten). Ministerin Sinemus berichtet: „Bei unserer virtuellen Strategiekonferenz und den Online-Themenforen haben rund 700 Hessen über die digitale Zukunft in unserem Land diskutiert und ihre Anregungen in die Fortschreibung der Digitalstrategie in Hessen eingebracht. Auch eine Vielzahl von Impulsen über die Web-Seite und Beiträge auf unserer Beteiligungsplattform zeigen mir, dass ganz viel Neugier auf die Zukunft, aber natürlich auch viele Erwartungen und Sorgen bestehen. Vor allem wurden viele kluge Ideen und Lösungsansätze in die Gestaltung der Digitalisierung in Hessen eingebracht.“ Auch Verbände und Wissenschaft haben in rund 25 Stellungnahmen wertvolle Hinweise zu den Bedarfen und Zukunftsthemen in Wirtschaft und Gesellschaft gegeben, so der Bericht aus Hessen.

Mehrwert nutzen

„Die Digitalisierung hat mit der Corona-Pandemie einen deutlichen Schub bekommen. Wir wollen diese Dynamik verstärken und den großen Mehrwert digitaler Technologien für mehr Lebensqualität und Wirtschaftskraft in Hessen nutzen“, hob Sinemus hervor. „Dabei liegen mir die digitale Innovationsfähigkeit in unserem Land ebenso am Herzen wie der Erhalt von Beschäftigung, Wertschöpfung und Nachhaltigkeit, die Stärkung digitaler Kompetenzen und lebenswerte, zukunftsfähige Kommunen. Der Mensch im Mittelpunkt, unser Leitmotiv für den Strategieprozess, hat sich durch den ganzen Dialog gezogen und so gezeigt: Digitale Teilhabe wird in Hessen schon jetzt gelebt.“
Das Digitalministerium hatte hierzu laut eigener Angabe erstmals Veranstaltungen und Beteiligungswege für die Strategiefortschreibung komplett in den virtuellen Raum übersetzt und so auf eine noch breitere, digitale Basis gestellt. So hätten sowohl über eine Web-Seite als auch im Fachdialog auf einer webbasierten Beteiligungsplattform Fragen und Anregungen eingebracht werden können.

Grundlage für neue Strategie

Bei der am 27. August 2020 gesendeten Auftaktkonferenz sowie in sieben virtuellen Themenforen zu Handlungsfeldern wie Wirtschaft und Arbeit 4.0, digitale Kompetenzen, Wissenschaft und Verantwortung oder digitale Verwaltung konnten Interessierte strategische Impulse beisteuern. Am 8. Dezember schloss die Veranstaltungsreihe mit dem Themenforum „Smarte Städte und Regionen“.
Die Ergebnisse des Beratungsprozesses sollen jetzt als Grundlage für die Formulierung der neuen Strategie Digitales Hessen dienen. „Wir werden die vielfältigen Perspektiven, Anregungen und Bedürfnisse aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft abwägen und zusammendenken, um unsere Digitalstrategie so lebensnah, handlungsorientiert und verantwortungsbewusst wie möglich weiterzuentwickeln. Wir wollen eine Digitalisierung für Hessen, die den Menschen und unserem Land dient“, kündigt Digitalministerin Sinemus an. In den kommenden Monaten soll die Digitalstrategie fortgeschrieben und im Frühjahr im Kabinett verabschiedet werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: E-Partizipation
Screenshot der Radspur-App im App-Store.

Kirchenlamitz: Radspur-App liefert Daten aus der Praxis

[20.03.2026] Mit welcher Frequenz Radwege genutzt werden und ob es auf den Strecken Verbesserungsbedarfe gibt, will die Stadt Kirchenlamitz mithilfe einer App herausfinden. Ist die Anwendung auf dem Smartphone installiert und aktiviert, kann sie anonymisiert GPS- und Erschütterungsdaten erfassen. Auch können die Nutzerinnen und Nutzer über die App auf Gefahrenstellen oder Hindernisse hinweisen. mehr...

Die drei Stadtoberhäupter stehen zum Foto versammelt, OB Hetjes hält einen Laptop in den Händen auf dessen Bildschirm das Beteiligungsportal Seid Dabei eingeblendet ist.

Bad Homburg v. d. Höhe / Friedrichsdorf / Wehrheim: Gemeinsame Beteiligungsplattform

[19.03.2026] Mit Seid Dabei haben Bad Homburg v. d. Höhe, Friedrichsdorf und Wehrheim eine gemeinsame Beteiligungsplattform gestartet, auf der jede Kommune zwar einen eigenen Bereich verwaltet, die technische Infrastruktur aber mit den anderen teilt. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, im Hintergrund sind Aussteller des eGo-Saar und von Gerda BürKI zu sehen.
bericht

Gersheim: Mehr Service mit Gerda

[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Maptable versammelt und bearbeiten eine Stadtkarte.
bericht

E-Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen

[26.02.2026] Analoge Beteiligungsformate sprechen nur eine begrenzte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern an. Fügen Kommunen digitale Partizipationsangebote planvoll hinzu, erreichen sie mehr Zielgruppen. Wichtig ist die intelligente Kombination der beiden Ansätze. mehr...

ein Laptop auf dessen Display die Website zur Beteiligungsplattform der Stadt Darmstadt aufgerufen ist

Darmstadt: Digitalstrategie mitgestalten

[25.02.2026] Mit einer neuen Digitalstrategie will die Stadt Darmstadt wichtige Weichen für die Zukunft ihrer digitalen Verwaltung und Services stellen. In die finale Fassung sollen auch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen. mehr...

Blau-Grün-Weißes Logo von Beteiligung NRW mit verschiedenen farbigen Quadraten und kommunikationsbezogenen Icons (Stift, Monitor, Sprechblase usw.)

Nordrhein-Westfalen: Viel Zuspruch für Beteiligung NRW

[24.02.2026] Vier Jahre nach dem Start hat sich die digitale Plattform Beteiligung NRW etabliert: Mehr als 264 Kommunen und Behörden nutzen das vom Land finanzierte Portal, über das bislang rund 23.000 Verfahren abgewickelt und etwa 26 Millionen Seitenaufrufe verzeichnet wurden. mehr...

Screenshot des Dashboards zur lokalen E-Partizipation mit eingeblendeter Werkzeugleiste.

Studie: Erfolgsfaktoren lokaler E-Partizipation

[23.02.2026] Eine Studie gibt erstmals einen Überblick darüber, welche digitalen Beteiligungsformate Kommunen nutzen, welche Ziele sie damit verfolgen und wie erfolgreich diese Maßnahmen sind. Es zeigen sich unter anderem strukturelle Unterschiede zwischen Großstädten, kleineren Städten sowie Gemeinden in Ost- und Westdeutschland. Fast alle Kommunen wollen mit der E-Partizipation politische Entscheidungsprozesse transparenter gestalten. mehr...

Vektorgrafik, die eine Person zeigt, die am Desktop-Rechner eine Umfrage zu Spielplätzen beantwortet.
bericht

E-Partizipation: Leichter Einstieg

[20.02.2026] Das MeldooPLUS-Modul Bürgerbeteiligung bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in die digitale Partizipation. Vor allem kleineren Kommunen erlaubt es das Modul, erste Online-Umfragen umzusetzen und zu verstetigen. mehr...

Screenshot von Klimaanpassung Haarburg

Hamburg: Bürgerbeteiligung mit offener Lizenz

[19.02.2026] Hamburg startet als erste Stadt die standardisierte Veröffentlichung von Bürgerbeiträgen unter einer Open-Data-Lizenz. Die neue Funktion kommt erstmals beim Beteiligungsverfahren „Klimaanpassung Harburg“ zum Einsatz. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Datentisch versammelt, auf dem ein Stadtplan zu sehen ist.

Halle (Saale): Kartenbasierte Bürgerbeteiligung

[12.02.2026] Die Stadt Halle (Saale) führt nun die erste interaktive, digitale Bürgerbeteiligung über die 3D-Software HAL-Plan durch. Bis zum 13. März stehen hier interaktive Themenkarten zum geplanten neuen Flächennutzungsplan der Kommune zur Verfügung. Dank eines sogenannten Storymoduls können die Rückmeldungen dazu direkt in die Karten eingetragen werden. mehr...

Mehrere Personen sitzen im Rahmen einer Veranstaltung zusammen und stimmen per Handzeichen über etwas ab.

Offenbach: Neue Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten

[04.02.2026] Die Offenbacher Mitreden-Plattform wartet mit neuen Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten auf. Eine Vorhabenliste zeigt nun aktuelle städtische Projekte und gegebenenfalls die Beteiligungsmöglichkeiten an. Auch können die Bürgerinnen und Bürger eigene Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt einreichen. mehr...

Ein durchsichtiges Sparschwein steht auf zahlreichen 50-Euro-Scheinen.

MACH: Digital unterstützter Bürgerhaushalt

[15.01.2026] Mit einer Plattform unterstützt das Unternehmen MACH Kommunen bei der Durchführung von Bürgerhaushalten. Die Plattform ist eng mit der MACH Finanzsoftware verzahnt. Der Bürgerhaushalt wird somit nicht als isoliertes Beteiligungsprojekt umgesetzt, sondern direkt in die bestehende Haushalts- und Finanzplanung integriert. mehr...

Screenshot der Startseite von themen.buergerinnenkonzil.de.

Konstanz: Themen für Bürgerrat vorschlagen

[06.01.2026] Über eine Onlineplattform können die Konstanzerinnen und Konstanzer jetzt solche Themen vorschlagen, die ihrer Meinung nach ein Bürgerrat aufgreifen sollte. Spruchreif wird ein Vorschlag dann, wenn für ihn 800 Unterschriften außerhalb der Plattform gesammelt werden können. mehr...

Die Pforzheimer Innenstadt. Im Vordergrund hebt eine Hand ein Handy, im Hintergrund ist eine Informationsstele zu sehen

Pforzheim: App-Gestaltung mit Bürgern

[17.12.2025] In die Entwicklung von Stadt-App und Informationsstelen bezieht die Stadt Pforzheim die Bevölkerung ein. Die Online-Beteiligung läuft noch bis 31. Januar. mehr...

Screenshot der Startseite von Talbeteiligung.de.
bericht

Wuppertal: Offen und lernbereit

[15.12.2025] Die Stadt Wuppertal geht neue Wege in der E-Partizipation mit dem Ziel, eine lernende Verwaltung zu schaffen, die mit jedem Beteiligungsprozess besser wird. Im Zentrum der Wuppertaler Beteiligungslandschaft steht die Plattform talbeteiligung.de. mehr...