GewerbewesenBewacherregister wird konkret

Daten der von ihnen verwalteten Bewachungsbetriebe und deren Personal müssen Kommunen künftig an ein zentrales Bewacherregister melden.
(Bildquelle: Fotolia@Bits and Splits)
Die gewerbsmäßige Bewachung von Leben oder Eigentum fremder Personen – das so genannte Bewachungsgewerbe – wird zukünftig stärker reglementiert und überwacht. Ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sieht vor, dass Behörden ab dem 1. August bis zum 15. September dieses Jahres die Daten der von ihnen verwalteten Gewerbetreibenden, Erlaubnisse und Gewerbebetriebe in ein zentrales Bewacherregister einbringen. Das angestellte Bewachungspersonal ist voraussichtlich ab dem 1. November 2018 zu melden. Nach Prüfung und Verifizierung der Daten soll das Register dann zum 1. Januar 2019 starten.
Wie das Unternehmen EDV Ermtraud meldet, hat das BMWi zur Umsetzung eine komplexe Vorlage bereitgestellt. Für die Erstbefüllung des Bewacherregisters benötigen die Behörden nach Angaben des Herstellers jedoch eine praktische Handlungsanleitung, die den unterschiedlichen kommunalen Gegebenheiten Rechnung trägt.
So ist die Zuständigkeit zur Umsetzung des Registers bundesweit auf verschiedenen Ebenen angesiedelt: In einigen Bundesländern, etwa in Rheinland-Pfalz, sind die Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden zuständig, in anderen die Kreisverwaltungen und kreisfreien Städte – so beispielsweise in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Damit variiere die Zahl der zu meldenden Bewachungsbetriebe erheblich. Während kleinere Städte möglicherweise nur einzelne Bewachungsbetriebe verwalten, muss eine Kreisordnungsbehörde je nach Region möglicherweise eine größere zweistellige Anzahl Betriebe melden.
Auch die Anzahl der ab November dieses Jahres zu meldenden Bewacherpersonen variiert laut EDV Ermtraud gravierend: Während ein Betrieb in einer kleineren Stadt mit nur wenig Personal Festzelte bewacht, beschäftigen Unternehmen in der Nähe von Stadien oder Event-Zentren eventuell hunderte Mitarbeiter. Entsprechend hoch sei der Aufwand, die Meldedaten aus Software-Systemen oder händischen Akten zu extrahieren, für das jeweilige Übermittlungsformat aufzubereiten und schließlich zu übermitteln.
Als Fachverfahrenshersteller im Gewerbe- und Erlaubniswesen ist das Unternehmen EDV Ermtraud nach eigenen Angaben optimal mit allen Behörden bis hin zu den zuständigen Ministerien vernetzt und mit den relevanten Daten vertraut. Der Anbieter führt organisatorische Analysen durch, leistet produktneutrales Consulting und bietet Software-Lösungen zur Umsetzung an. Das könne die Kommunen bei der Umsetzung des Bewacherregisters erheblich entlasten.
Bremen: Vorreiter bei der digitalen Baugenehmigung
[14.10.2026] Seit Juli 2026 können Bauanträge in der Stadtgemeinde Bremen ausschließlich digital eingereicht werden. Auch die Bearbeitung und Bescheidung erfolgen vollständig elektronisch. Damit setzt Bremen bereits um, was der Bund bis 2028 als verbindlichen Regelweg etablieren will. mehr...
Stuttgart: BIM stadtweit auf Kurs bringen
[12.10.2026] Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart baut den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) weiter aus. Neben neuen Projekten stehen dabei gemeinsame Standards, eine bessere Datenqualität und eine stadtweite IT-Architektur für digitale Bauwerksdaten im Fokus. mehr...
Lübeck: Finanzwesen aus einer Hand
[12.10.2026] Die Hansestadt Lübeck hat sich für ein Finanzsoftware-Paket von Komm.ONE entschieden. Der IT-Dienstleister aus Baden-Württemberg übernimmt auch Betrieb und Support. Das Einführungsprojekt für die SAP-basierten Anwendungen startete am 1. Oktober 2026. mehr...
ekom21 / GovConnect: Kooperation bei Ordnungswidrigkeiten
[06.10.2026] Die kommunalen IT-Dienstleister ekom21 und GovConnect wollen bei der Digitalisierung von Ordnungswidrigkeitenverfahren enger zusammenarbeiten. Ziel ist ein gemeinsames, cloudfähiges und sicheres Produktportfolio. mehr...
Smart Country Convention: S-Public Services verbindet digitale Verwaltungsprozesse
[05.10.2026] S-Public Services zeigt auf der Smart Country Convention Lösungen, die digitale Anträge, interne Bearbeitung und Bezahlung miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungen PublicForms und PublicFlow sowie verschiedene digitale Bezahlverfahren. mehr...
Detmold: Ohne Papier zur Baugenehmigung
[30.09.2026] Ab Anfang Oktober müssen Bauanträge bei der Stadt Detmold digital eingereicht werden. Das Bauportal.NRW und die Kommunikationsplattform ELAN Classic sollen von der Antragstellung über den Austausch bis zur Bearbeitung einen medienbruchfreien Ablauf ermöglichen. mehr...
Friedhofsverwaltung: Stimmiges Gesamtkonzept
[29.09.2026] Selbst Friedhöfe sind von der Digitalisierung betroffen. Moderne, webbasierte Software hilft Friedhofsverwaltungen, ihre Aufgaben besser zu organisieren. Zudem schafft sie für Angehörige mehr Verlässlichkeit in einem sensiblen Umfeld. mehr...
Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen
[21.09.2026] Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen. mehr...
Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb
[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...
Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt
[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...
Gewerbewesen: Praxisbewährte Lösungen statt Schlagworte
[08.09.2026] Die Modernisierung und Vereinfachung von Gründungsverfahren ist aktuell ein großes Thema und wird im Rahmen des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ derzeit in neun Pilotkommunen erprobt. Dabei sind die Voraussetzungen zur schnellen Unternehmensgründung längst vorhanden und die digitalen Prozesse werden bereits intensiv genutzt. Darauf weist jetzt das Unternehmen EDV Ermtraud hin. mehr...
Kreis Dachau: Bilanz nach Systemwechsel
[07.09.2026] Seit Anfang 2025 arbeitet das Sozialamt des Landkreises Dachau mit dem Fachverfahren LÄMMkom LISSA. Nach mehr als einem Jahr im Echtbetrieb zieht der Landkreis Bilanz und berichtet von Verbesserungen bei Struktur, Auszahlungen und Auswertungen. mehr...
Nolis: Ganztagsbetreuung digital organisieren
[02.09.2026] Neben dem Ausbau der Betreuungsangebote für Grundschulkinder rückt auch deren Organisation zunehmend in den Fokus. Eine Lösung für die digitale Anmeldung und Platzvergabe bietet das Unternehmen Nolis mit seiner Software NOLIS | Schulkind, die jetzt bei den ersten Kommunen im Einsatz ist. mehr...
Mannheim: Gewerbemeldungen ohne Medienbruch
[01.09.2026] Mannheim bietet Gewerbean-, -ab- und -ummeldungen ab sofort vollständig online an. Die Anträge fließen ohne Medienbruch in das Fachverfahren der Gewerbebehörde und sollen dadurch schneller bearbeitet werden. mehr...
Vogelsbergkreis: Erfolgsfaktor Teamarbeit
[28.08.2026] Die Finanzsoftware des Vogelsbergkreises war fast drei Jahrzehnte lang im Einsatz. Nun wurde auf ein modernes Verfahren umgestellt. Trotz der Komplexität verlief die Einführung ohne ungeplante Ausfälle des Produktivsystems. mehr...



















