Samstag, 16. Mai 2026

PforzheimBürgerGIS beantwortet Fragen

[05.03.2021] Ein BürgerGIS in Eigenregie bietet jetzt die Stadt Pforzheim an. Im responsiven Design beantwortet die Online-Anwendung mit interaktiven und themenbasierten Karten unterschiedlichste geodatenbasierte Fragestellungen.
Abteilungsleiterin Friederike Kafka vom Vermessungs- und Liegenschaftsamt klickt sich durch das neue Pforzheimer BürgerGIS.

Abteilungsleiterin Friederike Kafka vom Vermessungs- und Liegenschaftsamt klickt sich durch das neue Pforzheimer BürgerGIS.

(Bildquelle: Stadt Pforzheim, Stefan Baust)

Flurstücke rund um die Uhr standortunabhängig heraussuchen, den zuständigen Schornsteinfeger ermitteln und direkt anrufen, Kitas in der Nähe der künftigen Wohnung ausfindig machen oder Plätze für Jugendliche und kulturelle Einrichtungen von unterwegs aus finden – für derartige Fragestellungen kann in der Stadt Pforzheim jetzt ein BürgerGIS genutzt werden. Wie die Kommune in Baden-Württemberg mitteilt, handelt es sich bei der umfangreichen, geodatenbasierten Online-Anwendung um ein Angebot des Vermessungs- und Liegenschaftsamts. „Unser neues BürgerGIS steht für eine serviceorientierte und kundenfreundliche Verwaltung“, erklärt Pforzheims Bürgermeisterin Sibylle Schüssler. „Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen, können ab sofort, wenn sie es wünschen, zahlreiche Fragestellungen im Bereich Geodaten deutlich selbstständiger lösen als bisher. Viele werden diese Unabhängigkeit sehr schätzen.“ Zeit- und ortsunabhängig soll das neue Geo-Informationssystem (GIS) Antworten liefern. Auch aktuelle Themen wie Gefahrenwarnungen etwa bei Sturm, Hochwasser oder Kampfmittelräumungen, Hinweise auf Bauarbeiten, Straßensperrungen oder öffentliche Veranstaltungen sollen in Zukunft in Echtzeit Eingang in die Anwendung finden. „Mit unserem BürgerGIS vereinfachen wir den Zugriff auf viele Informationen. Die Darstellung in Form von interaktiven und themenbasierten Karten hat einen echten Mehrwert“, sagt Friederike Kafka, Abteilungsleiterin beim Vermessungs- und Liegenschaftsamt. „Zum Start des BürgerGIS bieten wir Lösungen für mehr als 20 konkrete Fragestellungen an. Dieses Angebot wollen wir weiter ausbauen und unseren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen.“

Betrieb in Eigenregie

Für den Pforzheimer Digitalisierungsbeauftragten Kevin Lindauer ist das BürgerGIS ein Beispiel dafür, wie digitale Projekte optimal umgesetzt werden: „Geobasierte Daten bilden die Grundlage für zahlreiche Anwendungsbereiche einer Smart City. Mit dem BürgerGIS machen wir diese Daten und die daraus entstehenden digitalen Services für die Öffentlichkeit zugänglich und gehen damit einen wichtigen Schritt in Richtung Open Data.“ Wie die Stadt weiter berichtet, basiert das BürgerGIS auf der der Software ArcGIS des Anbieters ESRI Inc. Die Installation und Administration übernehme die Abteilung Geodatenverarbeitung des städtischen Vermessungs- und Liegenschaftsamts, ebenso die redaktionelle Aufbereitung von Informationen und Inhalten aus anderen Ämtern und Eigenbetrieben. Die Server werden von der städtischen Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik bereitgestellt. Die Stadt Pforzheim betreibe ihr BürgerGIS also vollständig in Eigenregie. Angeboten wird die Anwendung über eine stadteigene Website. Als browserbasierte Lösung sei das BürgerGIS damit unabhängig vom Betriebssystem, Updates durch die Nutzenden seien nicht nötig. Ein responsives Design soll außerdem für die bestmögliche Anpassung an das jeweilige Endgerät sorgen. Interaktive Karten zum Klicken, Zoomen und Navigieren sollen vielfältige thematische Ansichten ermöglichen und schnell Orientierung bieten. Auch stehen Werkzeuge innerhalb der App zur Verfügung, etwa Adresssuchen. Sie liefern laut der Stadt zu jedem Eintrag Hintergrund- und weiterreichende Informationen wie Kontaktmöglichkeiten. Dabei greife die Anwendung nicht auf Daten von Google oder OpenStreetMap zurück, sondern auf städtisches Kartenmaterial. Die Software unterstützt eine Sprachausgabe ihrer Inhalte, die Navigation sei zudem vollständig barrierefrei. Weiterhin sind die digital bereitgestellten Informationen auch direkt bei den städtischen Dienststellen verfügbar.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geodaten-Management
Hand mit einem Smartphone auf dem die interaktive Denkmalkarte zu sehen ist vor Lübecks Altstadt

Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben

[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...

eine Zeichnung zeigt eine überflutete Straße bei Regen und viele menschen, die mit Schirm unterwegs sind

Berlin: Hochwasser im Blick

[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. 
 mehr...

RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima

[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...

Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner

Augsburg: Straßenraum in 3D

[07.04.2026] 
Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...

eine Reihe von Personen steht vor einer Wand

Mainz: WebGIS wird modernisiert

[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...

Screenshot des Sozial-Dashboards.

Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt

[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...

Screenshot digitaler Zwilling Rhein-kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt

[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...

Screenshot aus der WebGIS-Anwendung, in der Mitte eine in Gelb und Blau gehaltene Luftaufnahme eines Siedlungsgebiets, rechts und links Panels mit Eintellungen und Legende.

Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI

[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...

Blick auf das Landratsamt Dingolfing-Landau von oben.

Kreis Dingolfing-Landau: Erfolgreicher GIS-Start mit allen Kommunen

[23.02.2026] Der Kreis Dingolfing-Landau hat mit seinen Gemeinden die Grundlage für ein gemeinsames Geo-Informationssystem (GIS) geschaffen. Die bayerischen Kommunen sind dafür auf das webbasierte RIWA GIS-Zentrum (RGZ) umgestiegen. Dabei sorgten individuell konfigurierte Starterpakete für eine reibungslose Einführung in den Verwaltungen. mehr...

Screenshot einer Stadtansicht von Mosbach in NOKmaps.

Neckar-Odenwald-Kreis: Neues Bürger-GIS NOKmaps

[20.02.2026] Unter NOKmaps bietet der Neckar-Odenwald-Kreis den Bürgerinnen und Bürgern ein neues Geo-Informationssystem an. Sie finden hier unter anderem vorbereitete interaktive Karten zu unterschiedlichen Themen, dreidimensionale Ansichten und Auswertungswerkzeuge, die sie kostenfrei nutzen können. mehr...

Screenshot Digitaler Zwilling Haar

Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert

[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...

3D-Stadtmodell der Stadt Weinheim

Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell

[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...

Screenshot des Calwer GIS-Portals.

Kreis Calw: Neues Geoportal mit Terratwin

[29.01.2026] Um komplexe Daten transparent und einfach zugänglich zu machen, hat das Landratsamt Calw sein Geo-Informationssystem (GIS) auf die Plattform Terratwin umgestellt. Die Lösung des gleichnamigen Anbieters ist auf allen Endgeräten und somit auch mobil nutzbar. mehr...

Screenshot des Wiesbadener Baustellenmelders.

Wiesbaden: Digitaler Zwilling mit Baustellenüberblick

[13.01.2026] Wiesbaden hat den Digitalen Zwilling der Stadt um den Baustellenmelder ergänzt. Somit erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen rund um aktuelle und geplante Baustellen über eine zentrale Plattform. mehr...

Braunschweig, städtischer Platz mit historischen Bauten aus der Froschperspektive

Braunschweig: Warum heißt die Straße so?

[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...