OsnabrückDaten für nachhaltige Mobilitätsplanung

Eine der mobilen Zählstellen ist derzeit am Heger Tor in Osnabrück installiert.
(Bildquelle: Stadt Osnabrück)
Mit fünf mobilen Messstellen erhebt jetzt Osnabrück Daten zum Rad- und Fußverkehr im Stadtgebiet. Wie die niedersächsische Kommune mitteilt, will sie auf diese Weise den Alltagsverkehr von Radfahrenden und Fußgängern systematisch erfassen. Es könnte damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Ausbau der Infrastruktur oder die aktive Teilhabe an der Mobilitätswende entstehen. Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse zu einer klima- und bürgerfreundlicheren Stadtentwicklung beitragen.
Das Forschungsvorhaben Datensammlung Rad- und Fußverkehr (DSRF) ist auf zwei Jahre angelegt und kostet nach Angaben der Stadt insgesamt 219.100 Euro. Es werde zu 80 Porzent vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Rahmen des Förderprogramms Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme gefördert.
Die mobilen Messstellen stehen auf massiven, 1,4 mal 2 Meter großen Betonfundamenten, die Energieversorgung erfolgt über ein Solarpanel und einen Akku, beschreibt Osnabrück die Beschaffenheit der Stationen. Die eingesetzte Technik bestehe aus einer Kameraeinheit, die Bewegungsmuster erkennt – also die Anzahl und Richtung von Fußgängern und Radfahrenden. Eine personenbezogene Auswertung oder Speicherung von Bildmaterial finde nicht statt. Die Anlagen erheben die Daten anonymisiert und datenschutzkonform – und obendrein energieautark.
Die Zählstellen werden in fünf Erhebungsphasen für jeweils rund zwei Monate an wechselnden Standorten im Stadtgebiet eingesetzt. Der mobile Erfassungszeitraum läuft laut Osnabrück voraussichtlich bis Juli oder August 2026, sodass sich unterschiedliche Verkehrsschwerpunkte im Stadtgebiet erfassen und vergleichen lassen.
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