BayerneDörfer gesucht
Bayerische Gemeinden oder Gemeindeverbände aus Räumen mit besonderem Handlungsbedarf können sich jetzt bei der Bayerischen Staatsregierung als Modellkommune im Rahmen des Projekts eDorf bewerben. Laut dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE werden bis Ende 2016 je eine nord- und eine südbayerische Gemeinde als eDorf ausgewählt. Übergeordnetes Ziel des Vorhabens sei die Förderung der Digitalisierung im ländlichen Raum. „Die Versorgung ländlicher Räume kann durch digitale Angebote in vielerlei Hinsicht erheblich verbessert werden“, sagt Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. „Das betrifft den Handel, die medizinische Versorgung, aber auch Mobilitätslösungen. In der Konsequenz erhöht sich dadurch die Attraktivität der Gemeinden sowie die Lebensqualität der Einwohner.“ Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ergänzt: „Die Digitalisierung kann helfen, die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes zu steigern. In den Modelldörfern erproben wir die Möglichkeiten. Dabei geht es nicht um die Infrastruktur, sondern um einen Wettbewerb der Ideen und ganz konkret um die Frage, wie mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken den Herausforderungen ländlicher Räume begegnet werden kann.“ Gemeinden müssen dafür laut Fraunhofer IESE Digitalisierungsmaßnahmen aus mehreren Themenfeldern entwickeln. Denkbar seien beispielsweise die Bereiche Arbeiten, Handel, Energie, Lernen, Medizin, Mobilität, Pflege oder Wohnen. In Nordbayern stehe den Bewerbern mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ein kompetenter Partner zur Seite, in Südbayern mit der Technischen Hochschule Deggendorf. Als dritter Projektpartner bringt das Fraunhofer IESE technische und methodische Erkenntnisse aus dem rheinland-pfälzischen Projekt Digitale Dörfer (wir berichteten) in das Vorhaben ein.
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