Montag, 27. Juli 2026

BundesratEntschließungsantrag zu ELFE

[25.09.2018] Ein Entschließungsantrag des Bundesrats fordert die Bundesregierung dazu auf, für die Nutzung der im Rahmen des Projekts ELFE entwickelten App die nötigen Gesetzesänderungen vorzubereiten. Eltern kämen dann künftig automatisch zu Geburtsurkunde, Eltern- sowie Kindergeld.
ELFE-App könnte jungen Eltern künftig automatisch zu Geburtsurkunde

ELFE-App könnte jungen Eltern künftig automatisch zu Geburtsurkunde, Eltern- und Kindergeld verhelfen.

(Bildquelle: candy1812 – Fotolia.com)

Die Verwaltungsprozesse rund um die Geburt eines Kindes zu vereinfachen und zu digitalisieren, ist Ziel des Projekts „Einfach Leistungen für Eltern“ (ELFE, wir berichteten). Im Rahmen des Projekts, das Gegenstand des Digitalisierungsprogramms der Freien Hansestadt Bremen sowie des Digitalisierungsprogramms des IT-Planungsrats ist (wir berichteten), haben die Stadt Bremen und ihr IT-Dienstleister Dataport eine App entwickelt, welche das gesamte Verwaltungsverfahren digitalisiert darstellt und Eltern künftig automatisch zu Geburtsurkunde, Eltern- und Kindergeld verhilft.
Damit der papierlose Antrag realisiert werden kann, muss der elektronischen Übermittlung der Geburtsurkunden zugestimmt werden. Zudem bedarf es beim Antrag auf Elterngeld eines alternativen Einkommensnachweises durch Zugriff auf Daten der elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen, der anlassbezogenen Auszahlung von Kindergeld sowie der Nutzung der Identifikationsnummer nach §139b AO. Die Mitwirkung der Eltern müsste dann lediglich aus einer Einwilligung oder Beauftragung zur Datenverarbeitung sowie der Mitteilung über Lebenssachverhalte bestehen, welche die Eltern selbst bestimmen – insbesondere Eltern- und Teilzeitwünsche.
Ende vergangener Woche hat der Bundesrat daher einen Entschließungsantrag eingebracht, mit dem die Bundesregierung dazu aufgefordert wird, die für den Einsatz von ELFE notwendigen Änderungen in den verschiedenen Fachgesetzen vorzubereiten. Zu den Unterstützern des Antrags zählt unter anderem der Freistaat Thüringen. „Während die technische Entwicklung sehr weit ist, sind auf rechtlichem Gebiet oftmals große Hindernisse zu überwinden. Auch für die Thüringer Eltern wünsche ich mir, dass sie von den Möglichkeiten einer digitalen Verwaltung profitieren“, erklärt dazu Thüringens CIO Hartmut Schubert. „Bis 2022 müssen deutsche Verwaltungen von der Kommune bis zum Bund alle Verwaltungsleistungen online zur Verfügung zu stellen. Das ELFE-Projekt kommt also auch den Thüringer Kommunen zugute.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Porträtaufnahme von Kristina Sinemus.

Hessen: Digitale Basis für finanzschwache Kommunen

[22.07.2026] Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt Hessen insbesondere finanzschwächere Kommunen bei der Einführung grundlegender Technologien für die Verwaltungsdigitalisierung. Damit soll die digitale Transformation auch in Kommunen mit engen finanziellen Spielräumen vorankommen. mehr...

Zahnräder_Hände
bericht

Digitalisierung: Taskforce eingerichtet

[16.07.2026] Niedersachsen versteht die Digitalisierung als ebenenübergreifende Aufgabe. Mit Rahmenwerk, strategischer Steuerung und operativer Unterstützung, gebündelt mit Standardisierung und konsequenter Kooperation, sind Land und Kommunen auf einem guten Weg. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Komm.ONE fordert neue Dynamik

[06.07.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll deutlich an Tempo gewinnen. Im Mittelpunkt stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Rolle des kommunalen IT-Dienstleisters bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte. Auch eine langfristige Annäherung an die Landes-IT BITBW schließen die Verantwortlichen nicht aus. mehr...

Sachsen-Flagge im Wind

Sachsen: Mittel für kommunale Digitalisierung

[06.07.2026] Sachsen plant im Doppelhaushalt 2027/2028 weitere Mittel für die Verwaltungsdigitalisierung ein. Neben dem Sächsischen Verwaltungsnetz und zentralen Landesportalen sollen auch Kommunen bei digitalen Diensten und internen Verfahren unterstützt werden. mehr...

Gruppenfoto am Spreeufer, das Kanzleramt im Hintergrund

Vitako: Der moderne Staat fängt in den Kommunen an

[02.07.2026] Die Staatsmodernisierung entscheidet sich nicht im Konzept, sondern in der kommunalen Umsetzung. Beim Politischen Abend von Vitako diskutierten Bundestagsabgeordnete und Fachleute, wie kommunale IT-Dienstleister, gemeinsame Standards und klare Governance die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen können. mehr...

Porträt Landrat Dr. Achim Brötel

Deutscher Landkreistag: Landkreise als Innovationsräume

[25.06.2026] Digitale Modernisierung muss in der kommunalen Praxis ankommen: Der Deutsche Landkreistag dringt im Austausch mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger darauf, Landkreise bei zentralen Vorhaben der Staatsmodernisierung frühzeitig einzubinden. mehr...

Dr. Annika Busse - Hamburg CIO
interview

Hamburg: Gemeinsam mehr erreichen

[24.06.2026] Seit Ende vergangenen Jahres ist Annika Busse neue Hamburg-CIO. Im Interview spricht sie über Mitarbeitermotivation, Ziele für Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Verwaltung und darüber, woran sie am Ende ihrer Amtszeit gemessen werden möchte. mehr...

von rechts: Mehring, Sinemus, Wildberger, daneben noch weitere (unbekannte) Personen

BMDS/Bayern: Kooperation zur flächendeckenden Digitalisierung

[23.06.2026] Im Rahmen einer Pilotkooperation wollen das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) bis Ende dieses Jahres in allen bayerischen Kommunen zentrale digitale Verwaltungsleistungen bereitstellen. Die Rolle des Generalunternehmers auf Ebene des Landes übernimmt die AKDB. mehr...

zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...