VogtlandkreisFlächendeckende Bürger-Terminals
Als zweite Pilotkommune in Sachsen ist jetzt der Vogtlandkreis mit den Bürger-Terminals an den Start gegangen. Das meldet das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa. Um den flächendeckenden Einsatz zu testen, hat der Landkreis Geräte an fünf Standorten in Betrieb genommen: Auerbach, Lengenfeld, Markneukirchen, Treuen und Reuth. Die symbolische Übergabe fand im Rathaus Lengenfeld durch Staatsminister Jürgen Martens an Landrat Tassilo Lenk und die Bürgermeister der Pilotkommunen statt. „Mit dem vernetzten Einsatz von fünf Bürger-Terminals im Vogtlandkreis können wir schon heute die moderne Verwaltung von morgen sehen“, erklärt Staatsminister Jürgen Martens. „Die Landkreisverwaltung ist damit für den Bürger einfach und unkompliziert erreichbar. Besondere PC-Kenntnisse sind für die Nutzung der Terminals nicht nötig.“ Über die Bürger-Terminals sind die Beantragung von Wohngeld oder die Beantragung zur Kostenübernahme der Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege sowie Beratungsleistungen der Landkreisverwaltung möglich. Dass die Nutzung moderner Informationstechnik zur Bearbeitung von Verwaltungsvorgängen durch die Bürger künftig immer mehr an Bedeutung gewinnt, davon geht Volker Bachmann, Bürgermeister der Stadt Lengenfeld aus. Das Pilotprojekt übertrage Aufgaben nicht dem Computer. Stattdessen werde es dem Bürger ermöglicht, mit einer Mitarbeiterin an einer zentralen Stelle des Landratsamts zu kommunizieren. „Damit soll auch weiterhin der Mensch im Mittelpunkt unserer Aufgaben stehen, unterstützt durch entsprechende Möglichkeiten, welche uns die technischen Weiterentwicklungen zur Verfügung stellt“, erklärt Bachmann. Mit dem Vogtlandkreis und den beteiligten Partnern werden weitere sächsische Kommunen zwei Jahre lang den Einsatz und die Nutzung des Bürger-Terminals erproben. Ziel der Pilotierungsphase ist es, praktische Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, wie die Terminals von den Bürgern genutzt werden. Parallel zum praktischen Einsatz findet eine Evaluation des Projekts statt, die Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen soll. Das erste Bürger-Terminal wurde im Oktober 2013 von der Stadtverwaltung Neustadt in Sachsen und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Betrieb genommen (wir berichteten).
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