Montag, 6. Juli 2026

SchweizFortschritte beim E-Government?

[20.03.2013] Zum Status quo des E-Government in der Schweiz liegen zwei aktuelle Erhebungen vor: Während der eEconomy Report eine positive Entwicklung feststellt, moniert ein Bericht des Forschungsinstituts gfs.bern auf kantonaler Ebene einen Nachholbedarf bei der Bereitstellung elektronischer Services.

Das Institut für Wirtschaftsstudien Basel hat im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO zum zweiten Mal die eEconomy in der Schweiz analysiert. Dabei wurden Einsatz und Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in verschiedenen Wirtschafts- und Verwaltungsbereichen erfasst. Wie das SECO mitteilt, konstatiert der eEconomy Report für den Bereich E-Government eine positive Entwicklung. Demnach habe das Angebot an elektronischen Behördendiensten in der Schweiz in den vergangenen Jahren auf allen Ebenen – Bund, Kantonen und Gemeinden – deutlich zugenommen. Der Rückstand auf andere europäische Länder sei klein bis inexistent geworden. Gemessen an der Nutzung von E-Government durch die Bevölkerung scheine die Schweiz nun sogar eher überdurchschnittlich positioniert zu sein. Eine wichtige Grundlage für noch effizientere inner- und zwischenbehördliche Kontakte dürfte laut dem Monitoring-Bericht mit der „Cloud-Computing-Strategie der Schweizer Behörden“ gelegt worden sein. Die nach 2011 zum zweiten Mal durchgeführte Studie „E-Government in den Kantonen“ des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der Geschäftsstelle E-Government Schweiz beim Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) kommt hingegen zu einem weniger positiven Ergebnis. Sie bescheinigt den kantonalen Verwaltungen Nachholbedarf bei der Bereitstellung von E-Government-Services für Bürger und Unternehmen. Spitzenreiter sei der Kanton St. Gallen: Hier steht immerhin jede zweite Behördendienstleistung auch elektronisch zur Verfügung. Zwölf der insgesamt 26 Schweizer Kantone bieten jedoch weniger als ein Zehntel ihrer Dienstleistungen als Online-Transaktion an, der Landesdurchschnitt liegt bei 15 Prozent. In den Kantonen Basel-Landschaft und Schwyz müssen Bürger sogar zwingend aufs Amt, wenn sie eine Dienstleistung beziehen wollen: Für beide Kantone weist die Erhebung Prozent verfügbare Online-Transaktionen aus.





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