ElterngeldFunktionsnachweis für Once Only

Junge Eltern haben wenig Zeit für Behördengänge. Der digitale Elterngeldantrag kann bald noch nutzerfreundlicher werden.
(Bildquelle: golubovy/123rf.com)
Das Once-Only-Prinzip verspricht Bürgerinnen und Bürgern mehr Komfort beim Kontakt mit der Verwaltung: Einmal übermittelte Daten sollen mit Einwilligung der Betroffenen unmittelbar als Nachweis dienen und das Hochladen von zusätzlichen Dokumenten bei Onlineanträgen ersetzen. Für einen sicheren und effizienten Datenaustausch reicht es aber nicht, die Daten lediglich zu übertragen. Sie müssen auch korrekt zugeordnet und technisch eingebunden werden.
Nachweisdaten im Elterngeldantrag eingebunden
Nun berichtet der Finanzsenator der Hansestadt Bremen über ein gemeinsames Erprobungsprojekt. Dabei testeten das Bundesministerium der Finanzen, das Bayerische Landesamt für Steuern, die Freie Hansestadt Bremen und das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg gemeinsam mit Elterngeldstellen, wie Datentausch und -zuordnung funktionieren. Das National Once-Only-Technical-System (NOOTS) bildete die Grundlage für einen sicheren, strukturierten und schnellen behördenübergreifenden Austausch vorhandener Daten. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts konnten erstmals Nachweisdaten – in diesem Fall Einkommensbescheinigungen – automatisiert, sicher und medienbruchfrei in den digitalen Elterngeldantrag eingebunden werden. Das vom IT-Planungsrat finanzierte Erprobungsprojekt der Registermodernisierung ist das bundesweite erste Projekt, in dem eine Anbindung an das NOOTS realisiert wurde.
Jetzt nur noch ausrollen
Die entwickelte Lösung soll sich mit geringem Aufwand auf weitere digitale Verwaltungsverfahren übertragen lassen. „Das länderübergreifende Gemeinschaftsprojekt zeigt am Beispiel des digitalen Elterngeldantrags, dass das Once-Only-Prinzip technisch funktioniert und zugleich konkrete Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger bringt. Wenn junge Familien steuerliche Nachweise wie Einkommensbescheinigungen nicht mehr selbst heraussuchen und mehrfach einreichen müssen, sparen sie Zeit und Nerven – und die Verwaltung wird effizienter. Das ist moderner Bürgerservice. Jetzt geht es darum, die erprobten Lösungen schnell in die Fläche zu bringen“, so Martin Hagen, Staatsrat für Digitalisierung beim Bremer Senator für Finanzen.
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