Mittwoch, 28. Oktober 2026

VitakoImpulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität. 

Vitako-Mitglieder diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung über zentrale Zukunftsthemen.


v.l.: Matthias Drexelius, Geschäftsführer ekom21, Mitglied des Vitako-Vorstands; Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport, Mitglied des Vitako-Vorstands; Sören Kuhn, Geschäftsführer GKD Recklinghausen, Vorstandsvorsitzender Vitako; Anke Pörksen, Digitalisierungsstaatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für
 Inneres, Sport und Digitalisierung; Martin Schallbruch, CEO govdigital; William Schmitt; Vorstandsvorsitzender Komm.ONE, stellvertretender Vorstand Vitako; Lars Hoppmann, Geschäftsführender Vorstand Vitako

(Bildquelle: Sebastian Kiener für Vitako e.V.
)

Wichtige Impulse für die Verwaltungsdigitalisierung und die kommunale IT-Zusammenarbeit gab Vitako, die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, auf ihrer Mitgliederversammlung am 23. und 24. April 2026 in Göttingen. Im Zentrum standen zentrale Zukunftsthemen wie der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Rollenverständnis kommunaler IT-Dienstleister sowie die Stärkung der digitalen Souveränität. Neben den Berichten von Vorstand und Geschäftsstelle sowie richtungsweisenden Beschlüssen wurden zwei neue Mitglieder aufgenommen: das Unternehmen Telecomputer sowie der kommunit IT-Zweckverband Schleswig-Holstein.

Wie Vitako weiter mitteilt, ging es im Rahmen der Veranstaltung auch um ganz konkrete Umsetzungsfragen. Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Vitako, govdigital und dem Land Niedersachsen – darunter Lars Hoppmann (geschäftsführender Vorstand Vitako), Anke Pörksen (Digitalisierungsstaatssekretärin Niedersachsen), Johann Bizer (Vorstandsvorsitzender Dataport, Mitglied im Vorstand von Vitako) sowie Martin Schallbruch (Vorstandsvorsitzender govdigital) – diskutierten den aktuellen Stand und unterschiedliche Perspektiven auf die Weiterentwicklung der föderalen Zusammenarbeit. 

Digitalisierungsstaatssekretärin Anke Pörksen betonte die Perspektive des Landes Niedersachsen auf zentrale Vorhaben wie den Deutschland-Stack: „Die Digitalisierung der Verwaltung in Niedersachsen wird sich von nun an klar am Deutschland-Stack ausrichten. Wir begrüßen es sehr, dass sich nun auf Initiative des Bundes alle staatlichen Ebenen auf ein gemeinsames Portfolio und verbindliche Standards einigen. Das wird die Arbeit der kommunalen IT-Dienstleister verändern und eine stärkere  Zusammenarbeit der Mitglieder der Vitako erfordern.“


Einen weiteren Akzent setzte laut Vitako der Vortrag von Laura Dornheim, Leiterin des IT-Referats der bayerischen Landeshauptstadt München, über den in Zusammenarbeit mit der TU München entwickelten Score für Digitale Souveränität (SDS). Die Methodik bewertet Herstellerabhängigkeiten, Wechselmöglichkeiten und den Einsatz von
 Open Source, um Abhängigkeiten zu reduzieren und die IT-Souveränität zu stärken (wir berichteten). 

Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand von Vitako, fasst zusammen: „Die Verwaltungsdigitalisierung braucht jetzt den gemeinsamen Schub: Die kommunalen IT-Dienstleister bündeln ihre Kräfte, setzen skalierbare Lösungen um und sichern als Netzwerker die Stabilität im föderalen System. Erfolg gibt es nur im Schulterschluss – von Bund, Ländern und Kommunen.“





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