Dienstag, 20. Oktober 2026

GelsenkirchenIntegrierte Digitalstrategie

[01.07.2020] Mit einer integrierten Strategie der digitalen Stadt Gelsenkirchen will die nordrhein-westfälische Kommune ihren seit Jahren konsequent verfolgten Weg der Digitalisierung fortschreiben. Ein statisches Dokument verordnet sie sich damit nicht, sondern einen lebendigen Handlungsrahmen.
Präsentation der Digitalstrategie für die Stadt Gelsenkirchen.

Präsentation der Digitalstrategie für die Stadt Gelsenkirchen.

v.l.: Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen; Maik Luhmann, Beauftragter für Digitalisierung und Leiter der Stabsstelle Vernetzte Stadt; Prof. Dr. Norbert Kohlmann, Westfälische Hochschule (Institut für IT-Sicherheit); Thomas Müller,

(Bildquelle: Stadt Gelsenkirchen)

Die Vernetzte Stadt Gelsenkirchen hat jetzt eine Digitalstrategie für die nordrhein-westfälische Kommune entworfen und vorgestellt. Wie die Stadt mitteilt, ist die „Integrierte Strategie der digitalen Stadt Gelsenkirchen“ in einem partizipativen Entscheidungsprozess, unterstützt vom Beratungsunternehmen bee smart city erarbeitet worden. Die Strategie bilde den Rahmen für die nachhaltige, soziale und partizipative Entwicklung der Vernetzten Stadt Gelsenkirchen. Zentrale Zielsetzungen seien die Sicherung und Steigerung von Lebensqualität und Wohlstand für die Gelsenkirchener Bürger sowie eine zukunftsorientierte und wettbewerbsfähige Wirtschaft.
Die Strategie verfolge dabei einen integrativen, ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz, in den unter anderem Erkenntnisse aus internationalen Netzwerkprozessen, Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (UN) sowie der Smart City Charta der Bundesregierung eingeflossen sind. Sie formuliert fünf Leitthemen, aus den sich jeweils konkrete Maßnahmen ableiten: Digitale und Bürgerorientierte Verwaltung, Energie und Umwelt, Lebensqualität und Teilhabe, Smarte und Nachhaltige Mobilität sowie Smarte Wirtschaft. Diese Leitthemen bilden laut Gelsenkirchen die Grundlage für die Zukunft der Vernetzten Stadt bis zum Jahr 2030. Als zusätzliches sechstes Leitthema wird das Open Innovation Lab (wir berichteten) im ARENA PARK genannt, ein Leuchtturmprojekt der digitalen Stadtentwicklung.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

„Die Strategie bildet den Rahmen für eine zukunftsfähige digitale Stadtentwicklung und die dafür notwendigen Veränderungen in der Verwaltung“, erklärt Maik Luhmann, Beauftragter für Digitalisierung und Leiter der Stabsstelle Vernetzte Stadt. „Sie ist kein statisches Dokument, sondern ein lebendiger Handlungsrahmen, der kontinuierlich weiterentwickelt werden muss.“ Auch bildet die Strategie laut Gelsenkirchen eine wichtige Grundlage für den Zugang zu Fördermitteln.
„Wir stellen zwar heute unsere Digitalstrategie für die Stadt Gelsenkirchen vor – aber wir stehen längst nicht mehr am Anfang unseres Weges“, berichtet Oberbürgermeister Frank Baranowski. Die Strategie ist laut der Stadt vielmehr die konsequente Fortsetzung eines bereits vor Jahren eingeschlagenen Weges. So baue Gelsenkirchen beispielsweise gemeinsam mit dem kommunalen Unternehmen GELSEN-NET seit über zehn Jahren das eigene Glasfasernetz konsequent aus. Auf Basis dieser technischen Infrastruktur habe die Vernetzte Stadt in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte umgesetzt, etwa FreeWiFi (wir berichteten) oder die Smartphone-Bürger-ID (wir berichteten). Dass Gelsenkirchen auf dem richtigen Weg sei, zeigen Erfolge in zahlreichen Wettbewerben – unter anderem die Auswahl zur Fellow City im Rahmen der Digital Cities Challenge durch die Europäische Kommission, die erfolgreiche Teilnahme am Förderprojekt Umbau 21 – Smart Region sowie die Hervorhebung als eine von fünf digitalen Modellkommunen des Landes NRW (wir berichteten).





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
ein orangenes Winterdienstauto von hinten

Pforzheim: Ideen für die Smart City

[15.10.2026] Wie können offene Daten und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, kommunale Herausforderungen zu lösen? Beim Smart City Hackathon in Pforzheim entwickeln die Teilnehmenden Anfang November praxisnahe Lösungen – vom Landschaftsschutz bis zum Winterdienst. mehr...

bericht

Apps: Smart City kann klein starten

[13.10.2026] Auch kleinere und mittlere Kommunen können Smart-City-Angebote mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Ein möglicher Einstieg sind kommunale Apps: Sie bündeln Informationen, vernetzen lokale Akteure und eröffnen neue Wege für den Austausch mit der Bürgerschaft. mehr...

Vier Personen stehen rund um einen hohen Tisch auf dem beschriebene karten zu sehen sind

Smart City Summer School Dresden: Wissenstransfer für die Stadt der Zukunft

[12.10.2026] Wie lassen sich erfolgreiche Smart-City-Lösungen dauerhaft in Kommunen etablieren und auf andere Städte und Gemeinden übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Smart City Summer School 2026 in Dresden. Forschende aus rund 50 wissenschaftlichen Einrichtungen diskutierten über Wissenstransfer, Resilienz und die Wirkung digitaler Stadtentwicklung. mehr...

Wie sehen die Städte der Zukunft aus?

Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern

[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...

Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen

[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Hamm: Digitaler Erfolgskurs

[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...

Reihe von Autos, Nahaufnahme, im Hintergrund orangefarbenes Bokeh

Köln: MobilitätsCockpit verstetigt

[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein. mehr...

Visualisierung des smarten Pfaff-Quartiers in Kaiserslautern.
bericht

Serie Smart Cities, Teil 6: Resilient und nachhaltig

[22.09.2026] Um zukunftsfähige urbane Infrastrukturen – smarte Quartiere – zu schaffen, sollten Kommunen die Digitalisierung konsequent als Hebel für ganzheitliche Nachhaltigkeit und Resi­lienz nutzen. Dabei können sie sich an vier Leitfragen orientieren. mehr...

Holzblöcke vor blauem Hintergrund bilden eine aufsteigende Treppe mit einem roten Block ganz oben. Symbol für eine Rangliste

Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste

[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern der Urban Stack Community

Gütersloh: Zusammenarbeit im Urban Stack

[17.09.2026] Gemeinsam kommt man auf dem Weg zu Digitaler Souveränität besser voran: Dieser Überzeugung sind die aktuell zehn Kommunen, die sich der von der Stadt Gütersloh entwickelten Datenplattform Urban Stack bereits angeschlossen haben. Beim ersten Community-Treffen gab es jetzt konkrete Weichenstellungen und Neuigkeiten. mehr...

Fünf Personen präsentieren den neuen Sensor am Marktplatz Rheydt.

Mönchengladbach / Viersen: Nächtliche Kaltluftströme unter der Lupe

[16.09.2026] In einem gemeinsamen Smart-City-Projekt erforschen Mönchengladbach und Viersen über fest installierte Sensoren die Kaltluftströme in den beiden Städten. Ziel ist es, damit neue Datengrundlagen für Klimaanpassung und Stadtplanung zu schaffen. mehr...

Stuttgarter Schlossplatz mit Jubiläumssäule bei gutem Wetter, Menschen sitzen auf der Wiese.

Smart City Index 2026: Stuttgart übernimmt die Spitze

[09.09.2026] Stuttgart führt erstmals den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an und verdrängt München auf Rang 2. Hamburg folgt auf Platz 3. Mönchengladbach, Bremen, Erlangen und Hildesheim zählen zu den größten Aufsteigern unter den deutschen Großstädten. mehr...

Stadtansicht Braunschweig

Braunschweig: Innovationsstrategie für die digitale Zukunft

[09.09.2026] Für die digitale Transformation der Verwaltung hat Braunschweig eine Innovationsstrategie vorgelegt, über die der Rat Ende September entscheidet. Sie umfasst den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen sowie den Aufbau einer urbanen Datenplattform. mehr...

Smart-City-Plattformen: Neuer DIN-Standard veröffentlicht

[07.09.2026] Handlungsempfehlungen für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen liefert jetzt die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“. mehr...

Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen

[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...