Freitag, 4. September 2026

Kreis Rotenburg (Wümme)IT auf Höchstniveau

[11.08.2014] Der Kreis Rotenburg (Wümme) hat seine IT-Infrastruktur grundlegend modernisiert. Die virtuelle Desktop-Technologie sorgt dabei für mehr Effizienz, zwei redundante Datacenter für ein Höchstmaß an Sicherheit.
Kreis Rotenburg (Wümme): IT-Infrastruktur komplett modernisiert.

Kreis Rotenburg (Wümme): IT-Infrastruktur komplett modernisiert.

(Bildquelle: MEV Verlag/PEAK Agentur für Kommunikation)

Der niedersächsische Kreis Rotenburg (Wümme) ist ein bedeutender Dienstleistungsstandort mit überregionaler Bedeutung. Mit seiner Lage zwischen den Metropolen Hamburg und Bremen gehört er zu den einkommensstärkeren Regio­nen Deutschlands. Entsprechend hoch sind die Erwartungen und Anforderungen an die Verwaltung des Landkreises sowie deren Telekommunikations- und IT-Infrastruktur. Von der Steuererklärung bis zum Geo-Informationssystem (GIS) sind viele Vorgänge heute ohne IT-Unterstützung nicht mehr zu handhaben. Annähernd alle Verwaltungshandlungen erfolgen per Datentransfer. Die bestehende IT-Infrastruktur des Kreises mit dezentraler und teilweise singulärer Datenhaltung stieß hier an ihre Grenzen. Die Kommune entschloss sich daher zu konsequentem Handeln.

Szenarien im Vergleich

Auf der Suche nach einem kompetenten Partner für das Projekt entschieden sich die IT-Verantwortlichen der Kreisverwaltung Rotenburg für das Unternehmen LAN Consult Hamburg. Das Ingenieurbüro ist auf ganzheitliche Lösungen spezialisiert, vor allem im E-Government und Kommunalbereich. Im Kreis Rotenburg (Wümme) war der Anbieter zudem bereits in mehreren IT-Projekten tätig. Uwe Krabbe, Inhaber von LAN Consult Hamburg, erläutert: „Wir gehen lösungs- und herstellerneutral vor. Dafür planen wir alle denkbaren Szenarien im Vergleich durch und rechnen sie genau nach. So stellen wir sicher, dass tatsächlich die beste Lösung zur Entfaltung kommt.”
„Wir brauchten eine rundum zukunftssichere Lösung. Partielles Nachbessern kostet mittelfristig mehr Zeit, Geld und Nerven. Das war uns klar”, ergänzt Bernhard Gummert, EDV-Leiter des Landkreises Rotenburg (Wümme). Natürlich reichte der Modernisierungswille allein nicht aus, um solch ein Projekt realistisch abbilden zu können. „LAN Consult bewältigt dies. Von der Projektierung über die Planung und Ausschreibung bis hin zur anschließenden Bauaufsicht mit Kostenkontrolle leistet das Büro bis zur Fertigstellung für uns passend alles aus einer Hand”, berichtet Gummert.

Planungs- und zukunftssicher

Zunächst wurden Grundlagen und Bedarf ermittelt sowie die genauen Ziele der künftigen EDV-Struktur in Rotenburg definiert. Darauf aufbauend arbeitete LAN Consult eine umfassende Studie aus. Wichtig war dem Landkreis die absolute Planungssicherheit von Betriebs- und Investitionskosten, über die Energieeffizienz bis hin zur Optimierung der Betriebsprozesse. Dafür wurden sämtliche sinnvollen Szenarien durchgespielt und auf zehn Jahre Betriebslaufzeit extrapoliert. Nach einem Prozess weiterer präziser Filterung stand die beste Lösung fest. Hierzu gehörte unter anderem die Entscheidung zum Bau zweier redundanter Datacenter an zwei räumlich getrennten Standorten. Outtasking oder Outsourcing wurden aus wirtschaftlichen Gründen verworfen. Wo es sinnvoll war, empfahl LAN Consult die Weiternutzung bestehender Infrastruktur. So konnten von den 3,2 Kilometern stadteigener Kabeltrassen und Schächte ganze 2,9 Kilometer übernommen werden.
Lediglich 300 Meter Trasse waren neu zu bauen. Bei der auslaufenden Novell-Netz-Software war der Kehraus hingegen alternativlos. Hier musste Microsoft Einzug halten, da es nicht nur zeitgemäß, sondern auch zukunfts- und ausfallsicher ist.

Virtuelle Effizienz

In puncto Effizienz kam die virtuelle Desktop-Technologie zum Zuge. Hier liegt die Intelligenz zentral in einer Private Cloud in eigenen Rechenzentren und bedient von dort alle Terminals der Verwaltung. Diese sind standardisiert und einfach zu pflegen. Fällt eines aus, wird einfach ein neues angeschlossen. Es stimmt sich mit seinem Code direkt mit der Mutter der Software-Konfiguration, dem so genannten Golden Image, ab und updatet sich automatisch. Der Anwender kann unverzüglich weiterarbeiten. Das bedeutet Einsparungen bei der Netzwerkpflege, geringere Ausfallzeiten und somit mehr Effizienz.
Im Falle einer Überschwemmung des Kreishauses geht der Betrieb nahtlos weiter. Die Kommune wappnete sich aber nicht nur gegen kalte Überraschungen. Der Betrieb eines Rechenzentrums setzt Wärme frei – und das nicht zu knapp. Alle Server und aktiven Komponenten werden daher mit einem optimierten Warmgangsystem gekühlt. Das ist bei der Rotenburger Größenordnung ein echtes Highlight. So fand man für freiwerdende Wärmeenergie einen Weg der Nutzung. Im Winter kann damit künftig die Heizung unterstützt werden, was an Effizienz kaum zu übertreffen ist.

Technischer Vorreiter

Mit ihrer neuen IT-Infrastruktur ist die Verwaltung des Landkreises Rotenburg (Wümme) technischer Vorreiter und bundesweit eine der ersten mit virtueller Desktop-Technologie in reinster Ausprägung. Die EDV ist auf Höhe der Zeit und des künftig Absehbaren. Aktenordner und Reparaturlösungen sind passé. Hier rechnen sich die durchdachte Planung und Realisierung für den Kreis, denn er spart mittel- und langfristig Kosten ein. Außerdem ist er maximal zugriffs-, ausfall- und betriebssicher. Der Weg ist in Rotenburg (Wümme) somit frei für weitere strukturelle Entwicklungen.

Ralf Lemke ist bei LAN Consult Hamburg zuständig für die Pressearbeit.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Sicherheit

Kommunix: Informationssicherheitsvorfall bei TEVIS-Online

[02.09.2026] Kommunix untersucht einen Cyber-Angriff auf die Hosting-Infrastruktur von TEVIS-Online. Zwei Kundeninstanzen waren von Angreiferaktivitäten betroffen, inzwischen wurde ein Abfluss personenbezogener Daten ausgeschlossen. mehr...

Fraunhofer SIT: Leitfaden zur Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie

[26.08.2026] Ein neuer Leitfaden soll Kommunen und Behörden bei der Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie unterstützen. Er zeigt, wie sich bestehende IT-Systeme erfassen, Risiken bewerten und neue Beschaffungen auf quantensichere Verfahren ausrichten lassen. mehr...

bericht

Cyber-Sicherheit: KI ist Segen und Fluch

[06.08.2026] Für Verwaltungen ist KI Segen und Fluch zugleich. Einerseits soll sie den Fachkräftemangel kompensieren und Bürgerservices beschleunigen, andererseits wird sie für Cyber-Angriffe genutzt. Oft fehlt eine IT-Infrastruktur, die KI und Cyber-Abwehr verbindet. mehr...

Person mit neongelbem Regenzeug von hinten, auf dem Rücken steht in schwarzer Schrift: Security

Niedersachsen: IT-Sicherheitszentrum für Kommunen

[28.07.2026] Niedersachsen stärkt den Cyberschutz seiner Verwaltung mit zwei Bausteinen: Das Land investiert in Lizenzen für den KI-gestützten Schutzschirm Aegis und lässt von fünf kommunalen IT-Dienstleistern ein gemeinsames IT-Sicherheitszentrum aufbauen, das Kommunen unterstützen soll. mehr...

Leipzig: Cyber-Angriff auf IT-Dienstleister Lecos

[23.07.2026] Ein Cyber-Angriff auf den Leipziger IT-Dienstleister Lecos wurde frühzeitig erkannt und gestoppt. Die Stadt und Lecos selbst setzen auf transparente Kommunikation und teilten mit, dass lediglich dienstliche Kontakt- und technische Verzeichnisdaten abgeflossen seien. Die IT-forensischen Untersuchungen dauern an. mehr...

Gruppenfoto vor deutscher und estnischer Flagge.

Bonn/Estland: Von den Besten lernen

[21.07.2026] Estland gilt europaweit als Vorreiter für digitale Innovation und Cyber-Sicherheit. Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis wollen die Zusammenarbeit mit dem baltischen Staat ausbauen und dabei insbesondere den geplanten Cyber Campus Region Bonn voranbringen. mehr...

Miniatur-Rettungsring auf einer Tastatur

ITEBO: Auch im Ernstfall arbeiten können

[16.07.2026] Um den Verwaltungsbetrieb auch im Krisenfall aufrechthalten zu können, sollten Kommunen einen vorbereiteten Notfallarbeitsplatz vorhalten. Eine solche Lösung bietet unter anderem ITEBO an. mehr...

Illustration zum Thema Cybersicherheit: Im Vordergrund sitzt eine dunkel gekleidete Person mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze vor einem Laptop. Im Hintergrund sind schemenhafte Silhouetten von Menschen zu sehen, die miteinander sprechen oder arbeiten. Überlagerte digitale Elemente und eine angedeutete Stadtlandschaft in Blau- und Grautönen vermitteln den Eindruck einer vernetzten digitalen Welt und symbolisieren die Bedrohung durch Cyberangriffe auf Organisationen und Verwaltungen.
bericht

Komm.ONE: Cyber-Sicherheit wird zur Daueraufgabe

[29.06.2026] Der IT-Dienstleister Komm.ONE warnt beim Cybersicherheitstag 2026 vor zunehmender Professionalisierung der Angreifer. Prävention, Zusammenarbeit und Künstliche Intelligenz gewinnen an Bedeutung. mehr...

Bild in Blautönen: Junger Mann in Office-Umgebung stützt Kopf in Hand, un ihn herum eingeblendet Icons für Dokumente und Daten und Vernetzung

CSBW: Neues Handbuch für IT-Notfälle

[23.06.2026] Für Verwaltungen bestehen jederzeit Risiken für Sicherheitsvorfälle und Datenschutzverletzungen – mit möglichen schweren Folgen. Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg unterstützt Land und Kommunen mit neuen Angeboten, ein belastbares Informationssicherheits-Managementsystem aufzubauen. mehr...

Etwas düster wirkende Bühne mit der obligaten Großprojektion, davor Personen in förmlicher Business-Kleidung in Gruppenfopto-Aufstellung

BSI/NExT: Drei Projekte für mehr Sicherheit

[22.06.2026] Den InfoSec Impact Award von BSI und NExT erhielten drei herausragende IT-Sicherheitslösungen aus dem Public Sector, die sich mit Software-Lieferketten, Cyber-Trainings und interkommunaler Zusammenarbeit befassen. Die Projekte werden als Best Practices veröffentlicht und der Fachöffentlichkeit vorgestellt. mehr...

Im Homeoffice für Cyber-Sicherheit sensibilisieren.

Schleswig-Holstein: Maßnahmenpaket für Cyber-Sicherheit

[01.06.2026] Schleswig-Holstein baut die Cyber-Sicherheit für Land und Kommunen aus. Zum Schutzschirm gehören unter anderem ein erweitertes Schwachstellenmanagement, mobile IT für Krisenlagen und Vor-Ort-Supportteams. Digitale souveräne Arbeitsplätze und IT-Infrastruktur sichern Behörden weiter ab. mehr...

Blick in einen Vortragssaal auf der SaarSecurity Roadshow

eGo-Saar: Erfolgreiche SaarSecurity Roadshow

[27.05.2026] In einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe haben der Zweckverband eGo-Saar und das saarländische Wirtschaftsministerium über NIS2, IT-Notfallmanagement und digitale Resilienz informiert. Bei den Kommunen stieß die SaarSecurity Roadshow 2026 auf großes Interesse. 
 mehr...

G-DAta_leitzgen_bölting_porträt
interview

Cyber-Sicherheit: Kommunen sind leichte Beute

[12.05.2026] Wie Städte und Kreise ihre IT trotz Fachkräftemangel wirksam vor Cyber-Kriminellen schützen können, erläutern im Interview Kira Groß-Bölting und Jan Leitzgen vom Computer Security Incident Response Team (CSIRT) des Unternehmens G DATA Advanced Analytics. mehr...

BSI: Frühwarnsystem für Cyber-Sicherheitsvorfälle

[30.03.2026] Angesichts der angespannten Cyber-Sicherheitslage stärkt das BSI die Reaktionsfähigkeit gegen IT-Sicherheitsvorfälle. Mit den öffentlichen IT-Dienstleistern von Ländern und Kommunen soll der Einsatz von Datensensorik ausgebaut werden – als Grundlage für Echtzeitanalysen und erster Schritt Richtung Cyberdome. mehr...

Markus Bauer (Landrat Salzlandkreis), Hendrik Nitz (Chief Governance Officer GISA GmbH), Dirk Helbig (Stabsstellenleiter und CDO / CIO Salzlandkreis)
(Quelle: GISA GmbH)

Salzlandkreis: IT digital resilient machen

[04.03.2026] Um die digitale Resilienz seiner Verwaltung nachhaltig zu erhöhen, setzt der Salzlandkreis auf eine umfassende Sicherheitsinitiative. Unterstützt wird die Kommune dabei von dem Unternehmen GISA. mehr...