BerlinIT-Infrastruktur wird konsolidiert
Ein Pilotprojekt zur Server-Konsolidierung haben jetzt das Berliner Bezirksamt Mitte und das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) erfolgreich realisiert. Wie der IT-Dienstleister berichtet, wurde damit eine Forderung des Berliner Rechnungshofes umgesetzt. Dieser hatte 2010 in einem Gutachten auf die Ineffizienz der dezentralen Verteilung der 5.115 Server der Berliner Verwaltung hingewiesen – rund 1.100 der Server wurden im ITDZ gehostet, während die übrigen mehr als 4.000 Server in Senats- und Bezirksverwaltungen standen. Den jährlichen finanziellen Aufwand hierfür hatte der Rechnungshof mit rund 16 Millionen Euro beziffert. Eine zentralisierte Server-Infrastruktur biete den Behörden dagegen erhebliches Einsparpotenzial unter anderem bei Strom, Wartungskosten und Ausstattung der Server-Räume, so das Gutachten. Diese Empfehlung hatte der Berliner Senat aufgegriffen und im März dieses Jahres ein Konzept für den einheitlichen Server-Betrieb verabschiedet. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat das Bezirksamt Mitte zentrale IT-Betriebsleistungen nun stufenweise an das ITDZ übertragen. Nach Angaben der Behörde hat die Kooperation neben der Kostenreduktion weitere Vorteile, so etwa die Energieeffizienz der eingesetzten IT-Systeme. Mit der Verlagerung seien zudem Server-Technik, Speicherausstattung, Betriebssysteme, Datei- und Druckdienste sowie die Software-Verteilung erneuert und auf den aktuellen Stand gebracht worden. Bezirksbürgermeister Christian Hanke: „Durch die Zusammenarbeit mit dem ITDZ Berlin profitieren wir von Sicherheitsstandards und technischen Innovationen, die wir aus eigenen Haushaltsmitteln nicht finanzieren könnten. Gleichzeitig erhalten wir die IT-Kompetenz im eigenen Amt. Das ist in jeder Hinsicht ein Gewinn.“ Laut der Konsolidierungsstrategie des Berliner Senats sollen die Server der Berliner Verwaltung bis zum Jahr 2016 auf sicherheitstechnisch und ökologisch optimal zu betreibende Standorte konzentriert werden.
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