Freitag, 16. Oktober 2026

MünsterKI soll Radwege bewerten

[13.05.2025] Unter dem Einsatz Künstlicher Intelligenz will die Stadt Münster den Zustand ihrer Radwege erfassen. Eine am Fahrrad montierte Kamera soll die Wege aufnehmen. Die KI soll das Bildmaterial dann auswerten und erkannte Schäden kategorisieren.
Eine Frau fährt mit einem Fahrrad eine Straße entlang, am Lenker ist eine Kamera befestigt.

Bei einer ersten Testfahrt sollte die KI lernen, wie die Radwege in Münster grundsätzlich beschaffen sind.

(Bildquelle: Stadt Münster/Michael Möller)

Die Stadt Münster will den Zustand ihrer Radwege künftig digital erfassen. Wie die nordrhein-westfälische Kommune mitteilt, hat dies der Ausschuss für Mobilität und Verkehr beschlossen. Er habe die Verwaltung damit beauftragt, eine so genannte Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) des münsterschen Radverkehrsnetzes auf einer Strecke von insgesamt rund 425 Kilometern durchzuführen. Bei der Überprüfung soll auch Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommen. Geplant sei, dass eine an einem Fahrrad montierte Kamera die Radwege erfasst. Anschließend werte eine KI das Bildmaterial aus und kategorisiere die erkannten Schäden. Die so generierten Daten sollen der Stadt zeigen, an welchen Punkten und in welchem Umfang Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Nach Möglichkeit sollen auch Aspekte wie Engstellen, Markierungen und Beschilderungen erfasst werden, um daraus Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrsnetzes abzuleiten.

Eine erste Testfahrt zum KI-Einsatz habe die Stadt bereits durchgeführt. Die KI sollte dabei lernen, wie die Radwege in Münster grundsätzlich beschaffen sind. Die erhobenen Daten sollen später als Grundlage für die umfassende Zustandserfassung des Radverkehrsnetzes dienen. 

Die Stadt Münster arbeitet für das Vorhaben mit der Stadt Herne und dem Unternehmen EDGITAL zusammen, die gemeinsam das Forschungsprojekt KI in der Straßenerhaltung durchführen. Die Gesamtkosten für die Zustandserfassung belaufen sich in Münster auf rund 98.000 Euro, heißt es vonseiten der Stadt. Voraussetzung für die Durchführung sei, dass das Land über eine Förderung rund 80 Prozent davon übernimmt. Den entsprechenden Antrag habe die Stadt bereits gestellt. Bei einer Zusage will die Verwaltung die Zustandserfassung in diesem oder im kommenden Jahr durchführen.





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