Mittwoch, 12. August 2026

Gaia-X 4 Future MobilityMaterna bringt sich ein

[12.09.2022] Materna wirkt an der Europa-Initiative Gaia-X 4 Future Mobility mit. Zum einen entwickelt der IT-Dienstleister einen Mobilitätsdatenraum für den sicheren, souveränen Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und Komponenten der Verkehrsinfrastruktur mit. Zum anderen bringt er seine Expertise im Aufbau von Datenökosystemen ein.

Materna ist Projektpartner in zwei von fünf Teilprojekten der Europa-Initiative Gaia-X 4 Future Mobility. Wie der IT-Dienstleister mitteilt, bringt er seine Expertise zum einen in das neu gestartete Forschungsprojekt Gaia-X 4 moveID ein. Das Vorhaben widme sich dem intelligenten Verkehrsmanagement und bringe dabei die Angebote privater und öffentlicher Anbieter zusammen. Anwendungsbereiche seien unter anderem das Smart Parking, die smarte Strombeladung für E-Fahrzeuge und die Einrichtung dynamischer Umweltzonen im urbanen Raum. In dem Projekt soll ein dezentraler Mobilitätsdatenraum für die wechselseitige Kommunikation zwischen den digitalen Identitäten der Fahrzeuge und anderen Komponenten der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Materna entwickle diesen in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit zahlreichen Konsortialpartnern.
Der Mobilitätsdatenraum soll im Ergebnis einen sicheren und souveränen Datenaustausch gewährleisten. Um Fahrzeuge und weitere beteiligte Komponenten, wie Ampeln, Schranken, Parkplatzautomaten, Tankstellen und Ladesäulen, zu vernetzen, wird diesen eine unverwechselbare digitale Identität zugewiesen. Jede ID sei dezentral in einer Blockchain registriert und werde mithilfe der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) validiert. Über diese Self-Sovereign-Identity(SSI)-Technologien können sich die Sensoren sämtlicher Objekte im System verbinden und anschließend interagieren.

Gewonnene Daten sinnvoll teilen

„Mit der Ad-hoc-Identifizierung und der automatisierten Freigabe von Fahrstrecken lassen sich Verkehrszonen dynamisch umsetzen“, erklärt Thomas Feld, Vice President Data Economics bei Materna. „Beispielsweise können verkehrsberuhigte Zonen und Umweltzonen temporär in Verkehrsbereichen eingesetzt werden, in denen es die Verkehrssteuerung oder die Umweltbelastung verlangt. Die Mobilität in den Städten umweltfreundlicher zu gestalten, ist eine der Hauptintentionen dieses Gaia-X Projektes.“ Laut Materna können die in den Fahrzeugen gewonnenen Daten außerdem direkt vom Automobilhersteller mitgenutzt werden und beispielsweise in Software-Updates und Produktverbesserungen einfließen. Um diesen Use Case im Projekt näher zu erforschen, werde exemplarisch die Musterfabrik von Continental an den Datenraum angebunden.
Gaia-X 4 ROMS (Remote Operation Management Services) ist das zweite Teilprojekt, in das Materna laut eigenen Angaben involviert ist. Hier bringe der IT-Dienstleister seine langjährige Expertise im Aufbau von Datenökosystemen ein. Gemeinsam mit den beteiligten Konsortialpartnern schaffe das Unternehmen somit wichtige Grundlagen für innovative Mobilitätsservices der Zukunft in ganz Europa.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Geflutete Straße in Deutschland, Schild Hochwasser im Vordergrund

Studie: Digitale Hochwasservorsorge

[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

Messfahrzeug zum Erfassen des Straßenzustands

Dresden: Straßenzustand smart erfasst

[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...

Abholboxen für Pässe oder Urkunden unweit des Wiesbadener Bürgerbüros.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte

[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...

Silke Lehnhardt
interview

Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren

[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...

Gruppenbild mit Förderurkunde im Schatten eines Baumes

Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter

[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...

Ein Sensor an einem Baum im Tennenloher Forst, im Hintergrund eine Feuerwehrkraft

Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen

[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...

Kassel: Smart-City-App veröffentlicht

[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...

Dem Schulwerk unterstehen unter anderem Schulen in Augsburg.

Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter

[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...

Vier Personen aus dem Bad Belziger Smart-City-Team sitzen vor einer Infotafel
bericht

Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen

[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...

Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...

Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 
 mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...