Freitag, 6. November 2026

AachenNeue App für den Kita-Alltag

[13.06.2022] Im Rahmen des Landesprogramms „Digitale Modellregionen NRW“ wurde in Aachen eine Kita-App entwickelt. Sie bietet eine strukturierte Kommunikation und Entlastung bei Verwaltungsaufgaben. Der Kita-Kompass soll nun in allen städtischen Kindertageseinrichtungen angeboten werden.

Die Stadt Aachen mit ihrer Städteregion ist eine von fünf digitalen Modellregionen in Nordrhein-Westfalen (wir berichteten). Im Rahmen dieses Programms hat die Stadt laut eigenen Angaben eine App für Kindertagesstätten entwickelt und gemeinsam mit drei städtischen Kitas erfolgreich getestet. Die App Kita-Kompass wurde bis Ende 2021 mit rund 340.000 Euro gefördert, nun wird sie vollständig von der Stadt finanziert, bisher mit rund 80.000 Euro.
Nach der erfolgreichen Testphase soll der Kita-Kompass bis Ende 2024 in allen 56 städtischen Tageseinrichtungen für Kinder eingeführt werden. Noch in diesem Jahr sollen 16 weitere Kitas mit dem Kita-Kompass ausgestattet werden. Die Nutzung der App ist freiwillig und für die Familien kostenfrei. In den Pilot-Kitas nutzen bereits sieben von zehn Eltern die App – ein Hinweis darauf, wie niedrigschwellig das Angebot sei, sagt Christina Krüger, Projektleiterin Kita-Kompass bei der Stadt Aachen.

Betreuung, Kommunikation und weitere Angebote

Die App verfüge über drei Module, die eng an den tatsächlichen Bedarfen der Kita-Organisation orientiert sind. Das Modul Kinderbetreuung ermögliche es Eltern, zusätzliche Kinderbetreuung außerhalb der regulären Kita-Öffnungszeiten flexibel zu organisieren, indem sie auf das Eltern-Netzwerk der Kita zurückgreifen. Für das Kita-Personal reduziere sich damit Mehrarbeit durch unvorhergesehene Betreuungsengpässe.
Das Modul Information und Kommunikation erlaubt nach Angaben der Stadt einen strukturierten und datenschutzkonformen Austausch zwischen Eltern und Kita-Personal. Über die App kann die Kita den Eltern allgemeine Informationen bereitstellen, aber auch aktuelle News in Form digitaler Elternbriefe versenden. Weitere Funktionen sind das Teilen von Terminen und ein Terminkalender, die interne Kommunikation und ein Chat mit Eltern sowie ein Umfrage-Tool. Etwa 1.000 Erzieher und rund 4.000 Eltern können per App direkt erreicht werden. Dies sei gerade in Notsituationen, wie etwa einer Sturmwarnung, ein unschätzbarer Vorteil, sagt Beate Traeger, Abteilungsleiterin Kitas und Tagespflege der Stadt Aachen.
Sport- und Bildungsangebote anderer Anbieter werden im gleichnamigen Modul gebündelt und sind per Suchmaske leicht auffindbar. Damit leiste die App Kita-Kompass einen Beitrag zur Wahrnehmung des Bildungsauftrags und realisiere einen leichteren Zugang zu Bildungsangeboten für Familien, heißt es vonseiten der Stadt.

Mehr Freiraum für den persönlichen Austausch

Der Kita-Kompass schafft für die pädagogische Arbeit in der Kita einen deutlichen Mehrwert, indem er die alltägliche Kita-Organisation erleichtere und Zeit einspare, so Traegers Fazit. Durch die App würden auch Verwaltungstätigkeiten wie die Dokumentation von An- und Abwesenheiten der Kinder digital unterstützt. Langfristig sollen weitere Tätigkeiten durch den Kita-Kompass unterstützt und Schnittstellen aufgebaut werden, um die Kita-Beschäftigten bei ihren Verwaltungsaufgaben zu unterstützen. Auch bei der Elternarbeit werden die Kita-Beschäftigten durch die App entlastet: Da Organisatorisches mit der App digital kommuniziert wird, bleibt mehr Freiraum für den persönlichen Austausch.
Den Kita-Leitungen steht der Kita-Kompass als Web-Anwendung über den Browser im Netz der Stadt Aachen zur Verfügung. Für die Nutzung erhält jede Gruppe ein eigenes iPad, das über das städtische Mobile Device Management verwaltet wird. Eltern können die App in einer Android- oder einer iOS-Version nutzen. Das Modul Sport- und Bildungsangebote ist frei nutzbar, die anderen beiden Module erfordern eine Anmeldung in der Kita.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Eine Person arbeitet an Dokumenten und Ordnern auf einem Laptop.

Brandenburg: Kommunales Recht zentral verwalten

[04.11.2026] Das Land Brandenburg führt schrittweise die Fachanwendung Infodienste Kommunales Recht ein, mit der Kommunalverwaltungen Satzungen und interne Regelungen digital erarbeiten, abstimmen und veröffentlichen können. Zunächst beteiligen sich fünf Verwaltungen. mehr...

Deutsches Nummernschild plus Spielzeugauto auf einem Holztisch

Kfz-Zulassung: Erprobung zeigt Modernisierungspotenzial

[27.10.2026] Ein Erprobungsprojekt des IT-Planungsrats zeigt, wie sich die Kfz-Zulassung bürgerfreundlicher und effizienter gestalten lässt. Im Fokus stehen ein besserer Zugang zu digitalen Angeboten, die Bündelung von Support-Anfragen und die Digitalisierung bislang nicht online abwickelbarer Sonderfälle. Die Ergebnisse sollen in die weitere Modernisierung der Kfz-Zulassung einfließen. mehr...

Eine Gruppe von Businesspersonen sitzen an einem Tisch und besprechen sich

Lämmerzahl: Einheitliche Plattform für die Sozialverwaltung

[27.10.2026] Die geplante Sozialstaatsreform stellt Kommunen auch bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse vor neue Herausforderungen. Der Softwareanbieter Lämmerzahl sieht in integrierten Fachverfahren einen wesentlichen Schlüssel, um gesetzliche Anforderungen effizient umzusetzen und die Sozialverwaltung langfristig zu entlasten. mehr...

BIM-LV-Container Export in CaliforniaX

G&W Software: BIM-basierte Kostenermittlung

[22.10.2026] Auf der BIM World Munich 2026 zeigt G&W Software, wie sich Mengen- und Kostenermittlungen aus digitalen Bauwerksmodellen weitgehend automatisieren lassen. Neue Funktionen der AVA-Software CaliforniaX sollen zudem den Datenaustausch zwischen Projektbeteiligten erleichtern. mehr...

bericht

Osnabrück: Basis für Finanzprozesse

[19.10.2026] Im Rahmen des Projekts RISE 4 OS stellt die Stadt Osnabrück ihre Finanzprozesse auf SAP S/4HANA Cloud Private Edition um. Neben dem Plattformwechsel stehen standardisierte Prozesse, Datenmigration und Changemanagement im Mittelpunkt. mehr...

Erbauer mit dem Kran, der mehrstöckiges Haus baut. Winter- oder Herbsthintergrund. Bauarbeiter Arbeiter mit Kran auf einem Mehrfamilienhaus. Unter blauem Himmel.

Bremen: Vorreiter bei der digitalen Baugenehmigung

[14.10.2026] Seit Juli 2026 können Bauanträge in der Stadtgemeinde Bremen ausschließlich digital eingereicht werden. Auch die Bearbeitung und Bescheidung erfolgen vollständig elektronisch. Damit setzt Bremen bereits um, was der Bund bis 2028 als verbindlichen Regelweg etablieren will. mehr...

Rendering Hallenbad Zuffenhausen

Stuttgart: BIM stadtweit auf Kurs bringen

[12.10.2026] Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart baut den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) weiter aus. Neben neuen Projekten stehen dabei gemeinsame Standards, eine bessere Datenqualität und eine stadtweite IT-Architektur für digitale Bauwerksdaten im Fokus. mehr...

Gruppenbild: Männer in Sackos neben Komm.ONE Werbebanner

Lübeck: Finanzwesen aus einer Hand

[12.10.2026] Die Hansestadt Lübeck hat sich für ein Finanzsoftware-Paket von Komm.ONE entschieden. Der IT-Dienstleister aus Baden-Württemberg übernimmt auch Betrieb und Support. Das Einführungsprojekt für die SAP-basierten Anwendungen startete am 1. Oktober 2026. mehr...

Gruppenfoto von Lennart Schaer, Patricia Pichottki (beide GovConnect) und Martin Kuban (ekom21).

ekom21 / GovConnect: Kooperation bei Ordnungswidrigkeiten

[06.10.2026] Die kommunalen IT-Dienstleister ekom21 und GovConnect wollen bei der Digitalisierung von Ordnungswidrigkeitenverfahren enger zusammenarbeiten. Ziel ist ein gemeinsames, cloudfähiges und sicheres Produktportfolio. mehr...

Smart Country Convention: S-Public Services verbindet digitale Verwaltungsprozesse

[05.10.2026] S-Public Services zeigt auf der Smart Country Convention Lösungen, die digitale Anträge, interne Bearbeitung und Bezahlung miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungen PublicForms und PublicFlow sowie verschiedene digitale Bezahlverfahren. mehr...

Gruppenfoto Team Bauordnung in Detmold

Detmold: Ohne Papier zur Baugenehmigung

[30.09.2026] Ab Anfang Oktober müssen Bauanträge bei der Stadt Detmold digital eingereicht werden. Das Bauportal.NRW und die Kommunikationsplattform ELAN Classic sollen von der Antragstellung über den Austausch bis zur Bearbeitung einen medienbruchfreien Ablauf ermöglichen. mehr...

bericht

Friedhofsverwaltung: Stimmiges Gesamtkonzept

[29.09.2026] Selbst Friedhöfe sind von der Digitalisierung betroffen. Moderne, webbasierte Software hilft Friedhofsverwaltungen, ihre Aufgaben besser zu organisieren. Zudem schafft sie für Angehörige mehr Verlässlichkeit in einem sensiblen Umfeld. mehr...

Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen

[21.09.2026] Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen. mehr...

Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb

[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...

Junge Frau im Auto sitzend präsentiert ihre Führerscheinkarte

Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt

[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...