WuppertalNeue Digitalisierungsstrategie entwickelt

Was ursprünglich als Fortschreibung der Wuppertaler Digitalstrategie digiTal 2023 geplant war, hat sich nach einer kompletten Überarbeitung zu digiTal 2026 entwickelt.
(Bildquelle: Stadt Wuppertal)
Ihre neue IT- und Digitalisierungsstrategie digiTal 2026 hat die Stadt Wuppertal vorgelegt. Ursprünglich waren nur eine Aktualisierung und Überarbeitung der bisherigen Strategie digiTal 2023 geplant. Die Ereignisse der vergangenen Jahre – allem voran die Corona-Pandemie – hatten jedoch einen so großen Einfluss auf die Digitalisierung, dass der Stadtverwaltung eine Neuausrichtung der Ziele notwendig erschien. Die Schwerpunkte der digiTal 2026 liegen nun vor allem in den Bereichen Verwaltungsmodernisierung und Service sowie der Schaffung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen und Infrastruktur. Bereits in den vergangenen Jahren seien dazu viele Grundlagen entstanden. Der Fokus der neuen Strategie habe sich jedoch noch stärker hin zur Ausweitung der Digitalisierung der Bürgerservices im Sinne des OZG verschoben, berichtet die Stadt.
Pilot für Nordrhein-Westfalen
Bereits heute sei das Serviceportal für die Bürger der wichtigste Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen. Es erlaube, Anträge digital zu stellen, Leistungen abzurufen und per E-Payment zu bezahlen. Zudem biete es die Möglichkeit einer digitalen Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltung. 303 digitale Verwaltungsleistungen werden derzeit nach Angaben der Stadt über das Serviceportal und über wuppertal.de angeboten – damit seien rund 53 Prozent der vom OZG geforderten Leistungen bereits umgesetzt. Neben der Realisierung weiterer Leistungen soll der Schwerpunkt für die kommenden Jahre auf der Anbindung der digitalen Anträge an die Fachverfahren innerhalb der Verwaltung liegen, um eine vollständig digitale Bearbeitung zu ermöglichen.
Ein Best-Practice-Beispiel für die Umsetzung digitaler Verwaltungsleistungen sei der Online-Antrag zum Unterhaltsvorschuss, so die Stadt. Der Antrag ging dort im Mai 2021 produktiv – damit übernimmt Wuppertal auch den Pilotbetrieb für das Land Nordrhein-Westfalen (wir berichteten). Seit dem Start wurden 243 Online-Anträge eingereicht und von der Verwaltung digital bearbeitet.
Wuppertal als smarter Vorreiter
Bis 2026 ist es das Ziel, alle nutzerzentrierten Prozesse, die häufig in Anspruch genommen werden, mit einer nutzerfreundlichen Oberfläche zu digitalisieren. Weitere geplante Projekte sind unter anderem ein verwaltungsweites Anliegen-Management und die Bereitstellung eines Chatbots. Abholautomaten sollen es ermöglichen, ausgefertigte Dokumente auch außerhalb der Öffnungszeiten beim Bürgeramt abzuholen und damit die Servicequalität zu steigern.
Wuppertal will mit Umsetzung der neuen Digitalstrategie laut eigenen Angaben eine innovative und vernetzte Stadt werden und damit eine Vorreiterrolle in Deutschland einnehmen. Bereits mit früheren Projekten wie dem Stadtentwicklungskonzept Zukunft Wuppertal, der IT- und Digitalisierungsstrategie digiTal 2023 und dem Zukunftsprogramm #Fokus_Wuppertal wurde ein wichtiger Grundstein gelegt und es sei gelungen, Wuppertal als digitale Leitkommune des Landes Nordrhein-Westfalen zu positionieren, erklärte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. Nun solle Wuppertal auch eine der „Smart Cities Made in Germany“ werden, damit sich neue Chancen für die Stadt eröffnen, so der Oberbürgermeister. Die Kommune wurde als eines von 73 Modellprojekten für das gleichnamige Smart-City-Förderprogramm vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) ausgewählt (wir berichteten).
https://www.wuppertal.de
https://serviceportal.wuppertal.de
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