EssenOnline-Knöllchen im Einsatz

Die Verkehrsüberwachung der Stadt Essen verteilt ab sofort Online-Knöllchen.
(Bildquelle: Elke Brochhagen, Stadt Essen)
Das Essener Ordnungsamt arbeitet seit einigen Wochen mit einer neuen Software zur Erfassung und Weiterverfolgung von Ordnungswidrigkeiten. Wie die Ruhrmetropole mitteilt, wird diese Änderung für die Bevölkerung besonders anschaulich durch die Online-Knöllchen, welche die Verkehrsüberwachung einsetzt. Die Knöllchen, welche die Außendienstmitarbeiter am Fahrzeug hinterlassen, haben einen QR-Code und Zugangsdaten für das neue, zentrale Online-Portal verwarnungen.essen.de. Hier können Betroffene nach Angaben der Stadt sofort alle relevanten Informationen einsehen, beispielsweise den Grund für das Knöllchen, und das Verwarngeld innerhalb einer Woche direkt online bezahlen. Als Zahlungsmethoden stehen Girocode, SEPA-Überweisung, Giropay, Kreditkarte, PayPal und paydirekt zur Verfügung.
Wird das Verwarngeld nicht innerhalb einer Frist von sieben Tagen über das Online-Portal beglichen, zum Beispiel weil man sich zum Vorwurf äußern möchte, wird die schriftliche Verwarnung postalisch übersandt. Neben den herkömmlichen Möglichkeiten, sich zum Vorwurf zu äußern, wie Brief oder E-Mail, bestehe nun auch die Möglichkeit, die Anhörung online auszufüllen und einzureichen.
Das neue Verfahren bietet nach Angaben der Stadt Essen sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch der Verwaltung Vorteile. Alle Informationen werden automatisch in einer elektronischen Akte gesammelt und sämtliche Daten, inklusive Beweisfotos, werden unmittelbar online in das Verfahren übertragen. Darüber hinaus wird weniger Papier verbraucht. Denn: Wird die Verwarnung über das Online-Portal bezahlt, ist der Fall abgeschlossen und die Zusendung per Post entfällt.
Eine weitere Neuerung beim Parken stellen die Parkscheinautomaten dar. Drei Monate früher als geplant wurde deren Austausch im gesamten Stadtgebiet zugunsten neuer Parkscheinautomaten abgeschlossen, so die Stadt. Die insgesamt 248 neuen Geräte seien solarbetrieben und mit den aktuell höchsten Sicherheitsstandards ausgestattet. Von nun an können die Bürgerinnen und Bürger ihre Parkgebühren nicht nur mit Münzgeld, sondern auch kontaktlos per NFC bezahlen, per Debit- oder Kreditkarte sowie über das Smartphone oder die Smartwatch.
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