Samstag, 10. Oktober 2026

Nordrhein-WestfalenPer App aufs Servicekonto zugreifen

[13.06.2022] In Nordrhein-Westfalen stellt die Landesregierung nun die App Servicekonto.Pass bereit, mit der die Anmeldung beim Servicekonto.NRW per Smartphone möglich ist. Nutzer haben so Zugriff auf einen Großteil der Online-Verwaltungsleistungen des Landes und der Kommunen.

Nutzer des Servicekonto.NRW haben die Möglichkeit, nach einmaliger Registrierung ihre einmal gespeicherten Daten gegenüber jeder Behörde und für unterschiedlichste Verwaltungsleistungen zu verwenden. Ab sofort ist auch die sichere Anmeldung per Smartphone möglich. Mit der App Servicekonto.Pass können sich Bürger für alle digitalen Verwaltungsleistungen ausweisen, die nicht unter das Vertrauensniveau „hoch“ fallen. Das teilt das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium mit. Die App kann in den gängigen App Stores heruntergeladen werden.
Die Servicekonto.Pass-App geht aus dem Landesförderprogramm „Digitale Modellregionen“ hervor und ist das Ergebnis des Modellprojekts „Smartphone-Bürger-ID“, das gemeinsam von der Stadt Gelsenkirchen, dem auf Authentifizierungslösungen spezialisierten Unternehmen XignSys, dem Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule und der Stadt Aachen durchgeführt wurde (wir berichteten). Nach erfolgreichem Projektabschluss wurde die App in das Servicekonto.NRW integriert und allen Bürgern in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt. Nach einmaliger Registrierung im Servicekonto.NRW mit der eID-Funktion des Personalausweises kann die App künftig als neues Authentifizierungsmittel im Servicekonto.NRW hinterlegt werden.
Mit dieser neuen Authentifizierungsmöglichkeit werde die Nutzerfreundlichkeit des Servicekontos auf ein neues Level gehoben, sagt Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart. Mit aktivierter App könnten die Nutzer einen Großteil aller digitalen Verwaltungsservices, für die eine elektronische Identifizierung notwendig ist, mit einem sechsstelligen PIN-Code nutzen. Neben der Nutzerfreundlichkeit erfülle die App auch die notwendigen substanziellen Standards bei der Datensicherheit. Dies sei vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) bescheinigt, so Pinkwart.
Das Servicekonto.NRW sei ein entscheidendes Element, um den Zugang zu elektronischen Verwaltungsleistungen einfach und sicher zu gestalten, sagt Landes-CIO Andreas Meyer-Falcke. Die App Servicekonto.Pass sei ein wichtiger Meilenstein – aber nicht das Ende des Wegs. In der nächsten Ausbaustufe soll der in Servicekonto.NRW integrierte digitale Postkorb in die Fläche gebracht werden.

Breite Nutzung erwartet

Für den Servicekonto.Pass wird mit einer breiten Akzeptanz vonseiten der Bevölkerung gerechnet, da er auf Grundlage ihrer Bedürfnisse entwickelt wurde, führt XignSys-Geschäftsführer Markus Hertlein aus: „Mithilfe des Servicekonto.Passes und des persönlichen Smartphones können sich Bürgerinnen und Bürger einfach, sicher und passwortlos gegenüber allen digitalen Verwaltungsleistungen, die das Vertrauensniveau substanziell und niedrig nach eIDAS bei den gesetzlich vorgeschriebenen Servicekonten von Bund und Ländern erfordern, authentifizieren.“
Professor Norbert Pohlmann, Leiter des Instituts für Internet-Sicherheit, ergänzt: „Dadurch wird niedrigschwellig die Lücke zur Smart eID und zu ELSTER geschlossen, um eine breite Nutzung zu gewährleisten. Ohne ein grundsätzliches Maß an Vertrauen funktioniert keine menschliche Interaktion und das schließt auch jegliche digitale Interaktion ein. Gerade der vollständige Verzicht auf Passwörter trägt zu einem wirksamen Schutz vor der steigenden Zahl von Cyber-Angriffen bei.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Digitale Identität

Advertorial: Ein Weg aus der Abhängigkeit: So kommunizieren Behörden souverän

[01.10.2026] 65 Prozent der deutschen Behörden sind abhängig von IT-Diensten, die fremdem Recht unterliegen. Klar ist, sie müssen die Kontrolle über ihre Daten behalten. Für digital souveräne Kommunikation gibt es jetzt einen neuen Ansatz. mehr...

Eine Person mit Smartphone, auf dem der Sozialpass aufgerufen ist, sitzt einer anderen Person gegenüber

Koblenz: Ko-Pionier-Preis für digitalen Sozialpass

[24.09.2026] Der digitale Sozialpass der Stadt Koblenz ist mit dem Ko-Pionier-Preis ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde insbesondere, dass die Stadt keine eigene Software entwickeln ließ, sondern eine bestehende Open-Source-Lösung für einen neuen Anwendungsfall nachnutzte. mehr...

Personengruppe vor Bus

Berlin: Schülerausweis als ÖPNV-Ticket

[23.09.2026] In Berlin dient ein neuer Schülerausweis zugleich als Fahrberechtigung für Bus und Bahn. Das ITDZ schuf dafür die nötigen Schnittstellen und stellt die Infrastruktur bereit. Nach der Pilotphase soll die Lösung 2027 an allen öffentlichen Schulen eingeführt werden. mehr...

Advertorial: Der gesparte Gang zum Rathaus

[15.09.2026] Digitale Identifizierung für Kommunen: sicher, effizient und bürgernah. mehr...

Kommunen sollten auf Social Media präsent sein.

Governikus/Votikom: Verifizierte Wahlprofile zum Swipen

[25.08.2026] Bei der Kommunalwahl in Göttingen soll die App Votikom Informationen über die Kandidierenden im Wahlbezirk bündeln und im Dating-App-Stil darstellen. Damit nur berechtigte Personen ihre Kandidatenprofile bearbeiten können, kommt die Governikus-Lösung AusweisIDent zum Einsatz. mehr...

Dresden: Priorisierungsmodell für EUDI-Wallet entwickelt

[20.08.2026] Dresden hat ein Modell entwickelt, mit dem Kommunen geeignete Verwaltungsleistungen für die EUDI-Wallet systematisch priorisieren können. Der mehrstufige Ansatz verbindet fachliche, technische und rechtliche Kriterien mit politischer Steuerung und soll auch anderen Kommunen Orientierung geben. mehr...

Person am Laptop tippt in die Luft, an der Stelle des Zeigefingers ist ein Log-In-Icon abgebildet.

Digitale Identität: Warum Nutzende am digitalen Amt scheitern

[23.07.2026] Digitale Identitäten sollen Verwaltungsleistungen durchgängig online ermöglichen. In der Praxis brechen jedoch viele Nutzende die Verfahren ab. Ein Impulspapier des Netzwerks NExT zeigt bestehende Hürden und nennt vier Ansatzpunkte, um diese aus dem Weg zu räumen. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.

Ehrenamtskarte: EfA-Dienst kommt in die Wallet

[25.06.2026] Die Ehrenamtskarte würdigt freiwilliges Engagement mit Vergünstigungen bei öffentlichen, kommunalen und privaten Angeboten. Im Zuge der OZG-Umsetzung wurde sie digitalisiert. Nun wird eine mögliche Integration in die EUDI-Wallet erprobt. mehr...

vier Personen auf einer Treppe mit einer Urkunde

Heidelberg: Heidelberg-Pass wird digital

[01.06.2026] Im Pilotprojekt „Test in Heidelberg“ wird eine digitale Form des Heidelberg-Passes erprobt. Die Stadt will damit zeigen, wie digitale Identitäten und Wallet‑Lösungen künftig zu einer bürgernahen und dialogorientierten Verwaltung beitragen können. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.

EUDI-Wallet: Kommunen als Schlüssel zur Einführung

[10.03.2026] Was braucht es, damit die bevorstehende Einführung der EUDI-Wallet durch den Bund gelingt? Der Deutsche Städtetag hat dazu ein Positionspapier vorgelegt, das die wichtige Rolle der Kommunen verdeutlicht und klar formuliert, was für eine erfolgreiche Einführung benötigt wird. mehr...

Vektorgrafik einer Hand, die ein Dokument, abgebildet auf einem Tablet, unterschreibt.
bericht

Digitale Signatur: Nadelöhr der Transformation

[15.01.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung steht und fällt mit der elektronischen Signatur, denn nur sie vermeidet Medienbrüche. Dabei müssen die eingesetzten Lösungen hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllen. mehr...

Mehrere jüngere Personen sind in einem Besprechungsraum mit einer Projektarbeit befasst.
bericht

EUDI-Wallet: Pilot Dresden

[14.01.2026] Die Stadt Dresden fungiert als Pilot für die EUDI-Wallet. Ziel ist es, die technische Umsetzbarkeit zu testen, Übertragbarkeit und Skalierbarkeit zu prüfen sowie eine fundierte Blaupause für weitere Anwendungen und andere Kommunen zu entwickeln. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.
bericht

Advertorial: Registermodernisierung trifft EUDI-Wallet

[11.12.2025] Eine moderne, digitale Verwaltung braucht sichere und effiziente Werkzeuge, um Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen ein reibungsloses Verwaltungserlebnis zu ermöglichen. Mit der Registermodernisierung und der Einführung der EUDI-Wallet stehen zwei wegweisende Bausteine bereit, die Verwaltungsvorgänge flexibler, vertrauenswürdiger und nutzerfreundlicher gestalten. mehr...

Person am Laptop tippt in die Luft, an der Stelle des Zeigefingers ist ein Log-In-Icon abgebildet.

Digitale Identifizierung: Governikus führt AusweisIDent alleine weiter

[02.12.2025] Governikus führt die eID-Lösung AusweisIDent künftig eigenverantwortlich online fort. Die Lösung nutzt die Online-Ausweisfunktion und schafft so auch Anschlussfähigkeit an die kommende europäische EUDI-Wallet. mehr...

Sechs Personen vor einem Aufsteller zum Start des Pilotprojekts zur EUDI-Wallet in Dresden

Dresden: Pilot für elektronische Brieftasche

[11.09.2025] Sachsens Landeshauptstadt Dresden testet als erste Kommune Deutschlands, wie die EUDI-Wallet künftig praktisch funktionieren soll. Die Dresdnerinnen und Dresdner können mitgestalten, was mit der Wallet möglich werden soll. mehr...