Mittwoch, 11. März 2026

Kreis DiepholzProjekt Digitales Gesundheitsamt

[15.05.2023] Im Kreis Diepholz ist das Projekt Digitales Gesundheitsamt angelaufen. Gefördert vom Bund soll das Vorhaben insbesondere die elektronische Abwicklung im Meldewesen und in der Aufsichtspflicht voranbringen.
Das Diepholzer Projekt-Team Digitales Gesundheitsamt.

Das Diepholzer Projekt-Team Digitales Gesundheitsamt.

v.l.: Patrick Haiber, MSG; Carsten Schaefer, MSG; Dr. Kerstin Reiners, Gesundheitsamt Landkreis Diepholz; Kreisrätin Ulrike Tammen; Stefanie Rosenberger, Gesundheitsamt Landkreis Diepholz; Jörn Dinter, E-Government/Verwaltungsdigitalisierung Landkreis Die

(Bildquelle: Landkreis Diepholz)

Im Projekt Digitales Gesundheitsamt will der Kreis Diepholz die Digitalisierung des öffentlichen Gesundheitsdienstes weiterentwickeln. Insbesondere die elektronische Abwicklung im Meldewesen und in der Aufsichtspflicht soll nach Angaben der niedersächsischen Kommune im Fokus stehen. Zu einer ersten Abstimmungsrunde habe sich nun das Projekt-Team Digitales Gesundheitsamt getroffen. „Das digitale Gesundheitsamt ist nur eines von zahlreichen Digitalisierungsprojekten, die der Landkreis Diepholz aktuell vorantreibt“, sagt Kreisrätin Ulrike Tammen. „Daher steht dieser Startschuss sozusagen symbolisch für eine Vielzahl von Prozessoptimierungen in der Verwaltungsarbeit. Digitale Anwendungen können Abläufe sowohl für unsere Bürgerinnen und Bürger als auch unsere interne Arbeit deutlich vereinfachen und beschleunigen.“ Wie den Worten der Kreisrätin zu entnehmen ist, erhält das Projekt eine Zuwendung der Europäischen Union im Rahmen des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Insgesamt vier Milliarden Euro werden in diesem für Personal, Digitalisierung und moderne Strukturen verausgabt. Bis zu 800 Millionen Euro der EU-Fördermittel werden laut Diepholz vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) zur fortschreitenden Digitalisierung von Einrichtungen des ÖGD in Bundesländern und Kommunen zur Verfügung gestellt. Nahezu 800.000 Euro habe das Diepholzer Gesundheitsamt für die Digitalisierung des Meldewesens und der Aufsichtspflicht nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten.

IT-Sicherheit spielt eine wichtige Rolle

„Die Auszahlung der Fördersumme ist jedoch an einige Ziele und Bedingungen geknüpft“, erläutert Stefanie Rosenberger. Sie ist Team-Leiterin im Gesundheitsamt und übernimmt mit Kerstin Reiners die Projektleitung. Voraussetzung ist die Teilnahme am so genannten Reifegradmodell zur Digitalisierung des öffentlichen Gesundheitsdienstes des BMG. „15 Prozent des Fördervolumens fließen hierbei in die IT-Sicherheit“, sagt Reiners. „In den Bereichen Prozess-Management und IT haben wir uns externe Unterstützung ins Boot geholt.“
Aktuell wird im Gesundheitsamt vor allem per E-Mail kommuniziert, wobei Daten oft händisch in die Fachanwendungen eingetragen und manuell an die zuständigen Stellen gesendet werden müssen. „Diese Eingabe von Daten kostet zum einen viel Zeit, zum anderen ist sie fehleranfällig und mitunter wenig motivierend für unsere Mitarbeitenden“, meint Rosenberger. Anders als viele andere Prozesse funktioniere beispielsweise das Corona-Meldesystem bereits größtenteils elektronisch und damit automatisiert. Kreisrätin Tammen: „Die Corona-Pandemie hat uns unglaublich viel abverlangt – sie hat uns aber auch dazu gebracht, Prozesse schnell und möglichst einfach umzusetzen und digitale Wege einzuschlagen. Diese müssen jetzt auch auf andere Arbeitsbereiche übertragen werden.“

Förderzeitraum bis Ende September 2024

Neben den Meldeprozessen befasst sich das Projekt-Team mit Lösungen in den Bereichen Datensicherheit und Datenschutz, Effizienz und Effektivität sowie mit dem Optimierungspotenzial in der Übertragung von Informationen und in der Nutzung vorhandener Fachanwendungen, heißt es vonseiten der Kommune. Der Zeitraum der Förderung endet am 30. September 2024. Dann sollen die Projektziele erreicht und die Ergebnisse vorgestellt werden. „Unsere To-do-Liste ist lang, aber wir sind voller Tatendrang und auf einem guten Weg“, versichert Rosenberger.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Mehrere Personen stehen in kleinen Gruppen versammelt in einem größeren Raum.

Büdelsdorf: Digitales Zielmanagementsystem

[06.03.2026] Die Stadt Büdelsdorf hat ein digitales Zielmanagementsystem eingerichtet. Es soll eine gezielte Steuerung, Wirksamkeitsmessung und Auswertung wichtiger Kennzahlen seitens der Stadt ermöglichen. mehr...

Mehrere Personen bringen einzelne Puzzleteile zusammen.

cit / nextgov iT: Strategische Partnerschaft mit KERN-UX

[03.03.2026] Die Low-Code-Plattform cit intelliForm unterstützt KERN-UX, den User-Experience (UX) Standard für Verwaltungssoftware. Verwaltungsleistungen können somit KERN-konform, also standardisiert, nutzerfreundlich und wiedererkennbar, umgesetzt werden. Als strategischer Partner gestaltet neben cit auch nextgov iT den UX-Standard aktiv mit. mehr...

Mehrere Personen sitzen an einem U-förmigen Besprechungstisch, eine Person ist virtuell via Laptop zugeschaltet.
bericht

Round Table: Saubere Daten

[02.03.2026] Das Round-Table-Gespräch von Kommune21 zum Axians-­Infoma-Innovationswettbewerb zeigt: Die Datenqualität ist der entscheidende Erfolgsfaktor für Digitalisierungsprojekte. mehr...

Vektorgrafik einer Person, die ihren Ausweis per Smartphone vorzeigt.

Sachsen: Digitale Ehrenamtskarte

[27.02.2026] Auch in Sachsen steht nun die Digitale Ehrenamtskarte über die Ehrenamtskarten-App zur Verfügung. Damit greift ein weiteres Bundesland auf die in Nordrhein-Westfalen erarbeitete EfA-Leistung zurück. mehr...

Blick auf den Eisenacher Marktplatz.
bericht

Eisenach: Zeichen stehen auf Wandel

[24.02.2026] Mit einem „Masterplan zur digitalen Transformation“ schließt die Stadtverwaltung Eisenach Stück für Stück Etappen auf dem Weg zur modernen Verwaltung ab. Immer im Fokus stehen dabei die Mitarbeitenden als wichtigster Faktor im Veränderungsprozess. mehr...

Zwei Personen stehen vor einem Feuerwehrauto, neben ihnen befindet sich ein Display, das die Oberfläche der Software rescueTablet angezeigt wird.

Hanau: Tablets unterstützen die Feuerwehr

[24.02.2026] In Hanau sorgt das Einsatzinformationssystem rescueTablet dafür, dass Feuerwehren schon während der Anfahrt relevante Informationen zum anstehenden Einsatz erhalten. Da alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hanau sowie die Berufsfeuerwehr das System nutzen, wird eine flächendeckende und einheitliche digitale Informationsbasis für sämtliche Einheiten geschaffen. mehr...

Mehrere Personen stehen zum Gruppenfoto versammelt auf einer Außentreppe.
bericht

Low Code / No Code: Kommunen bündeln Kräfte

[19.02.2026] Am Niederrhein haben mehrere Kommunen eine gemeinsame Plattform für digitale Anwendungen beschafft. Mit der Low-Code-/No-Code-Lösung setzen sie auf Tempo bei der Entwicklung neuer Anwendungen und die Wiederverwendung existierender Komponenten. mehr...

Kommunen benötigen bei der Einführung der E-Akte Unterstützung.

Registermodernisierung: Wie brauchbar sind die Registerdaten?

[16.02.2026] Geht es um die Registermodernisierung, stehen oft vor allem technische Aspekte wie die Datenaustauschplattform NOOTS im Fokus. Ein Pilotprojekt in Niedersachsen hat nun die Qualität der Registerdaten selbst untersucht und gleichzeitig gezeigt, wie diese automatisiert verbessert werden kann. mehr...

Blick auf die Uferpromenade Magdeburgs.

Prozessmanagement: Sachsen-Anhalt sucht Kommunen für Proof of Concept

[12.02.2026] Sachsen-Anhalt will mit Kommunen erproben, ob und in welchem Umfang sich eine zentral bereitgestellte Prozessmodellierungssoftware als Basiskomponente eignet. Interessierte Kommunen können sich an die Kommunale IT-Union (KITU) wenden und die PICTURE-Prozessplattform sowie ausgewählte Dienstleistungen bis Ende 2026 unentgeltlich im Rahmen der verfügbaren Mittel nutzen. mehr...

In einer Werkstatt wird die Felge an einem Autoreifen befestigt.
bericht

Studie: Nachnutzung braucht Strukturen

[10.02.2026] Das Einer-für-Alle-Prinzip soll Verwaltungsdigitalisierung skalierbar machen. Wie Länder und Kommunen die Nachnutzung organisieren und warum sie unterschiedlich weit sind, berichtet die FITKO unter Bezug auf eine neue Studie. mehr...

Vektorgrafik, die mehrere Personen zeigt, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

factro: Neue BehördenCommunity gestartet

[10.02.2026] Mit der factro BehördenCommunity steht Kommunen nun ein digitaler Raum zur Verfügung, in dem sie Wissen teilen und Projektvorlagen austauschen können. Das Angebot orientiert sich an der Aufgaben- und Projektmanagement-Software factro. Zentraler Baustein ist eine Vorlagenbibliothek. Auch ein BehördenTalk wird angeboten. mehr...

Abstrakte Darstellung einer Wolke, die über Hardware schwebt.

Deutsche Verwaltungscloud: Drei Lösungen von ekom21

[27.01.2026] Über die Deutsche Verwaltungscloud können nun drei Anwendungen von IT-Dienstleister ekom21 abgerufen werden. Schon seit März 2025 steht hier esina21, eine Eigenentwicklung für das sichere Senden und Empfangen von Nachrichten im Kontext des besonderen Behördenpostfachs (beBPo), bereit. Neu dazugekommen sind die Bezahlplattform epay21 und die Digitalisierungsplattform civento. mehr...

Vektorgrafik, die zwei Personen zeigt, die in einem Archiv mit papierbasierten und digitalen Registern arbeiten.

Wiesbaden: Digitalisierung der Personenstandsregister

[22.01.2026] Zur Digitalisierung ihrer Personenstandsregister hat die Stadt Wiesbaden die Stabsstelle DiRegiSta eingerichtet. Mithilfe einer Software überträgt diese nach und nach die geprüften und ergänzten alten Einträge in das elektronische Register. Dabei orientiert sich Wiesbaden an den Erfahrungen Berlins. mehr...

Blick auf das Rosenheimer Rathaus.

Rosenheim: Umfassende Cloud-Migration

[21.01.2026] Wie eine sichere, wirtschaftliche und souveräne Cloud-Einführung im öffentlichen Sektor gelingen kann, zeigt sich in Rosenheim. Schrittweise wurden hier Verwaltung, Stadtgesellschaften und Schulen datenschutzkonform auf Microsoft 365 migriert. mehr...

Mehrere Personen stehen an einem kleinen Tisch versammelt, im Hintergrund ist das virtuelle Modell eines Platzes in einer Stadt zu sehen.

Magdeburg: VR ergänzt analoge Beteiligung

[20.01.2026] In einem gemeinsam mit dem Fraunhofer IFF entwickelten Forschungsvorhaben will Magdeburg analoge Beteiligungsmethoden mit Virtual-Reality-Technologie verknüpfen. Für den ersten Einsatz ist ein durch 360-Grad-Panorama- und Bodenprojektionen virtuell begehbares Plangebiet erstellt worden. mehr...